Magnesium in der Schwangerschaft

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Wer schwanger werden will oder bereits schwanger ist, sucht immer wieder nach Ernährungstipps, Ratschlägen zum Verhalten in der Schwangerschaft. Gern gehört werden auch Erfahrungsberichte von anderen Schwangeren. Ein nicht selten behandeltes Kapitel ist Magnesium in der Schwangerschaft.

Inhaltsverzeichnis

Wozu brauchen wir Magnesium?

Schwangere Frauen haben einen erhöhter Bedarf an Nährstoffen, Kalorien, Vitaminen und Spurenelementen. Wichtig ist, dass der Körper auch mit ausreichend Magnesium versorgt wird. Ludwig Spätling, ein deutscher Mediziner, hat etwa festgestellt, dass Magnesium in der Schwangerschaft Frühgeburten vorbeugt.

In den letzten Jahrzehnten wurden aber verschiedene Studien in Arbeit gegeben, die auch gezeigt haben, dass eine erhöhte Zufuhr von Magnesium auch den Krankenhausaufenthalt verkürzt. Des Weiteren wirkt Magnesium blutdruckregulierend und stoppt vorzeitige Wehen.

Auf Grund der Tatsache, dass nicht nur der Körper der Schwangeren wächst, sondern auch das ungeborene Kind größer wird, ist ein erhöhter Magnesium-Bedarf gegeben. Wird jener gedeckt, werden die Schwangerschaft sowie die Entwicklung des Kindes positiv beeinflusst. Ein Grund, warum viele Frauenärzte auch vorbeugend Präparate verordnen, sodass die Schwangere mit genügend Magnesium versorgt wird.

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Der Magnesium-Bedarf ist während der Schwangerschaft um 35 Prozent höher als im „Normalzustand“. Es ist daher ratsam, dass die Schwangere täglich (mindestens) 310 Milligramm Magnesium zu sich führt. Mitunter kann die Dosis auch auf 350 bis 400 Milligramm erhöht werden. Die Höhe der Konzentration sollte aber nicht selbst entschieden werden. Der Frauenarzt entscheidet, wie hoch die Dosis sein sollte, damit der Bedarf an Magnesium gedeckt wird.

Wichtig ist, dass die Magnesium-Zufuhr aber der 22. Schwangerschaftswoche (also dem zweiten Trimester) erhöht wird. Dies deshalb, da der Körper mehr Magnesium benötigt. Die Gründe sind vielfältig. Die hormonelle Umstellung hat etwa zur Folge, dass sehr viel Magnesium (über den Urin) ausgeschieden wird. Während dieser Phase erhöht sich der Bedarf - gegenüber einer Nicht-Schwangeren - um 25 Prozent.

Der Körper benötigt auch dann viel Magnesium, wenn er angespannt ist oder sich in einer Stresssituation befindet. Aus diesem Grund wird Magnesium auch gerne als „Anti-Stress-Mineral“ bezeichnet. Da sich der Körper der Schwangeren monatelang in einem Ausnahmezustand befindet, ist es daher notwendig, auf die außergewöhnliche Situation mit genügend Magnesium zu reagieren.

Zu beachten ist, dass während der Schwangerschaft nicht nur der Körper der Frau, sondern auch der Körper des ungeborenen Kindes wächst. Magnesium wirkt unterstützend beim Aufbau sowie bei der Reparatur des Gewebes und auch der Knochen. Die positiven Aspekte helfen nicht nur der Schwangeren, sondern auch dem ungeborenen Kind.

Welche Lebensmittel enthalten mehr Magnesium?

Auf Grund der Tatsache, dass der Körper das Magnesium nicht selbst produzieren kann, sollte - vor allem während der Schwangerschaft - eine Tagesdosis von 310 Milligramm zugeführt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass während der Schwangerschaft darauf geachtet wird, welche Lebensmittel zu den klassischen Magnesium-Lieferanten gehören.

Folgende Lebensmittel sollten daher des Öfteren auf dem Speiseplan vorzufinden sein: Nüsse sowie Keime, Kürbis- oder auch Sonnenblumenkerne sowie Cashews, Weizenkeime oder auch ungeschälte Mandeln. Empfehlenswert sind des Weiteren Hülsenfrüchte (Sojabohnen, Bohnen, Vollkornprodukte wie Naturreis oder Haferflocken), Milchprodukte jeglicher Art, grünes Blattgemüse (Grünkohl oder auch Spinat) sowie zahlreiche Obstarten (Kiwis, Trauben, Bananen, Trockenobst).

Auch Kartoffeln, Fenchel, Mais und Schokolade sind klassische Magnesium-Lieferanten. Da jedoch nicht immer der Tagesbedarf mit gewöhnlicher Nahrung erreicht werden kann, sollten zusätzliche (vom Frauenarzt verordnete) Präparate eingenommen werden. Nur so kann die Schwangere am Ende sicher sein, genügend Magnesium zuzuführen, sodass die Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes positiv begünstigt werden.

Magnesiummangel: welche Schwangerschaftskomplikationen können entstehen?

Auf Grund der Tatsache, dass während der Schwangerschaft ein erhöhter Magnesium-Verlust gegeben ist beziehungsweise relativ schnell auch ein Mangel an Magnesium auftreten kann, sollte vermehrt darauf geachtet werden, magnesiumhaltige Lebensmittel zu konsumieren.

Wer dennoch zu wenig Magnesium zu sich nimmt, wird relativ schnell Mangelerscheinungen bemerken. Klassische Beschwerden sind Müdigkeit und auch Muskelkrämpfe. Aber auch Übelkeit, Gebärmutterkontraktionen und Bluthochdruck sind möglich. In der fortgeschrittenen Schwangerschaft besteht auch die Gefahr vorzeitiger Wehen beziehungsweise der Tatsache, dass das Risiko einer Frühgeburt erheblich steigt.

Sollten Beschwerden auftreten, die mitunter auf einen Mangel an Magnesium schließen lassen, ist es ratsam, einen Mediziner aufzusuchen und die Symptome und Beschwerden dem behandelnden Arzt mitzuteilen. Jener überprüft in weiterer Folge, ob es sich um einen Mangel an Magnesium handelt und ob mitunter zusätzliche Magnesiumpräparate verordnet werden müssen.

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Vorbeugen kann nicht schaden

Fakt ist: Der tägliche Bedarf an Magnesium kann nicht immer durch die zugeführte Nahrung gedeckt werden. Vor allem in der Schwangerschaft ist es - auf Grund des erhöhten Bedarfs - schwer, seinen Körper mit ausreichend Magnesium zu versorgen. Aus diesem Grund verschreiben Frauenärzte immer wieder Magnesiumpräparate. Jene werden gerne schon als vorbeugende Maßnahme verordnet.

Die Präparate gibt es in zahlreichen Formen; unter anderem als Brausetabletten, Trinkgranulat oder auch in Kapselform. Zu berücksichtigen ist, dass die Produkte nicht allesamt dieselbe Wirkung haben. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Schwangere nicht auf eigene Faust derartige Präparate konsumieren, sondern nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Jener entscheidet, wie hoch die tägliche Dosis sein muss beziehungsweise welche Form des Präparates das schlussendlich beste Ergebnis mit sich bringt.

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