Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist eine Krankheit der Magenschleimhaut. Dabei kommt es im Verlauf der Erkrankung zur Entstehung einer Entzündung innerhalb des Magens. Vor allem ältere Menschen leiden unter einer Gastritis. Die Magenschleimhautentzündung kann sowohl akut, als auch chronisch auftreten.
Definition Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Der Schmerz zieht sich in manchen Fällen bis unter das Brustbein, weshalb oft das Herz als Auslöser verdächtigt wird. Typisch ist es, dass die Beschwerden nach dem Essen kurzfristig besser werden. Auch blutiges Erbrechen, Teerstuhl und eine Anämie gehören zu den typischen Symptomen. Auf die chronische Form deuten wässriger Durchfall, Übelkeit und Appetitlosigkeit hin.
Ursachen für Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Bei der Typ-A-Gastritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Dabei werden die süureproduzierenden Belegzellen angegriffen und es kommt zu einem gestiegenen pH-Wert im Magen. Dadurch steigt auch die Produktion an Gastrin und es besteht die Gefahr der Karzinombildung.
Die Typ-B-Gastritis resultiert aus einer Bakterieninfektion und ist die häufigste Form. Die Bakterien verursachen chronische Magengeschwüre, aus denen sich Magenkrebs entwickeln kann. Meist ist diese Form der Gastritis am Magenausgang lokalisiert.
Bei der Typ-C-Gastritis handelt es sich um eine chemisch bedingte Erkrankung. Sie kann beispielsweise durch Gallenflüssigkeit im Magen entstehen. Auch durch verschiedene Medikamente wie Schmerzmittel, etwa Diclofenac, Aspirin oder Ibuprofen, sowie Antibiotika können als Auslöser einer solchen Gastritis ausgemacht werden. In manchen Fällen sind auch starker Alkoholkonsum oder der Genuss von Tabak als Ursache auszumachen.
Die Typ-R-Gastritis findet sich eher selten in den medizinischen Standardwerken. Sie beschreibt eine Gastritis, die durch häufiges Sodbrennen entstanden ist. Dadurch entstehen Reizungen der Schleimhaut und es kommt unter anderem zu den bekannten Symptomen oder weiteren Komplikationen.
Typische Symptome und Anzeichen bei Magenschleimhautentzündung
Krankheitsverlauf Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Die Gastritis bzw. Magenschleimhautentzündung geht zunächst mit unspezifischen Bauchschmerzen (Magenschmerzen) einher. Diese können sich bis unter das Brustbein ziehen.
Wenn es nur dabei bleibt, kann eine Gastritis innerhalb einiger Tage von alleine verschwinden. In schweren Fällen der akuten Form stellen sich allerdings blutiges Erbrechen, Teerstuhl oder Symptome der Anämie ein, die signalisieren, dass ein Arztbesuch fällig ist.
Bei der chronischen Form der Gastritis fallen die Symptome etwas gemäßigter oder gar nicht auf.
Es kommt zu wässrigem Durchfall, Übelkeit oder Appetitlosigkeit, oft ebenfalls zur Anämie.
Der Krankheitsverlauf ist insofern anders, als dass die Symptome immer wieder zurückkehren. Der zeitliche Abstand dazwischen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Behandlung Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Die chronische Gastritis, beispielsweise die des Typs A, muss nicht immer behandelt werden. Kommt es allerdings zu Blutungen, müssen diese im Rahmen einer Magenspiegelung oder einer Operation versiegelt werden. Gegen Beschwerden der Gastritis helfen Medikamente, die die Produktion der Magensäure geringfügig hemmen.
Rezeptfreie Medikamente gegen Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
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Bücher über Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Weitere Infos
- Chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
- Diät und Ernährung bei Magen-Darm-Beschwerden Teil 1
- Magenübersäuerung
