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Magenübersäuerung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Eine Magenübersäuerung oder Hyperazidität wird durch viele verschiedene Erkrankungen und andere Faktoren ausgelöst. Sie kann zu unterschiedlichen, aber auch sehr typischen Beschwerden führen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Magenübersäuerung

Bei einer Magenübersäuerung, auch Hyperazidität genannt, kommt es durch die Magenschleimhaut zu einer deutlich erhöhten Produktion von Magensäure.

Sie ist im eigentlichen Sinne keine Erkrankung, sondern lediglich ein Symptom, mit dem der Magen auf verschiedene Erkrankungen und Stresszustände reagiert. Die sogenannten Belegzellen der Magenschleimhaut produzieren Salzsäure, um die Verdauungsprozesse zu ermöglichen und Krankheitserreger abzutöten. Die Menge der benötigten Magensäure wird dabei durch bestimmte Reize bestimmt und anschließend durch die Magenschleimhaut produziert.

Bei einer Magenübersäuerung kommt es jedoch zu einer übermäßigen Produktion der Salzsäure, aufgrund einer übertriebenen Reaktion des Magens. Besteht dauerhaft eine Magenübersäuerung, kommt es nicht nur zu den unangenehmen Symptomen, sondern auch eine Schädigung des Magen, des Dünndarms oder der Speiseröhre sind möglich.

Ursachen für Magenübersäuerung

Eine Magenübersäuerung kann die unterschiedlichsten Ursachen haben, da die Produktion der Salzsäure durch verschiedene Prozesse geregelt wird. Ein übermäßiger Genuss von Kaffee, Nikotin, fettem Essen oder Alkohol regen beispielsweise die Säureproduktion des Magens an. Aber auch persönliche Probleme, große Ärgernisse oder Stress reizen den Magen und führen zu einer Magenübersäuerung.

Den gleichen Einfluss haben jedoch auch bestimmte Medikamente, vor allem solche mit Acetylsalicylsäure. Bei einer dauerhaften Einnahme sollten daher sogenannte Protonenpumpenhemmer eingenommen werden. Diese Medikamente vermindern gezielt die Produktion der Magensäure.

Haben sich in der Magenschleimhaut die Helicobacter-pylori Bakterien eingenistet, führt dies ebenfalls zu einer verstärkten Produktion von Magensäure, da der Magen auf diese Art versucht, die Bakterien zu bekämpfen. Bestimmte Erkrankungen, wie Magenschleimhautentzündungen und ein Geschwür der Magenschleimhaut oder des Zwölffingerdarms, können ebenfalls zu einer Magenübersäuerung führen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Magenübersäuerung

Diagnose und Verlauf bei Magenübersäuerung

Magenübersäuerung

Die Diagnose einer Magenübersäuerung wird grundsätzlich anhand der Krankengeschichte und einer gründlichen körperlichen Untersuchung gestellt. Die wichtigsten Symptome dabei sind: Sodbrennen, Völlegefühl, saures Aufstoßen, Übelkeit oder Erbrechen. Handelt es sich jedoch bereits um einen chronischen Zustand, kann dieser nahezu ohne Symptome ablaufen.

Um die Diagnose weiter abzuklären, insbesondere bei längerfristigen Erkrankungen, kann eine Magenspiegelung durchgeführt werden. Hierbei wird ein spezielles Endoskop durch den Mund in die Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm eingeführt und ermöglicht einen Einblick in diese Bereiche.

Des Weiteren kann dabei eine Biopsie, eine Probenentnahme der Magenschleimhaut, vorgenommen werden. Auch kann im Rahmen der Magenspiegelung der Übergang zum Zwölffingerdarm begutachtet und ein Zwölffingerdarmgeschwür ausgeschlossen werden.

Eine Magenübersäuerung, die nur kurzfristig ist, führt zu keinen schweren Schäden. Handelt es sich jedoch um einen chronischen Verlauf, kann die Magenschleimhaut Schaden nehmen. Aber auch der Zwölffingerdarm und die Speiseröhre kann beschädigt werden. Mögliche Folgen einer Magenübersäuerung können daher: eine Magenschleimhautentzündung, ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür, die Refluxerkrankung und eine Tumorerkrankung der Speiseröhre sein.

Behandlung von Magenübersäuerung

Um eine Magenübersäuerung zu behandeln, sollten zunächst auslösende Faktoren, wie Rauchen, Alkoholkonsum, Stress, fettes und scharfes Essen, vermieden werden.

Auch der Medikamentenkonsum sollte auf ein Mindestmaß reduziert werden. Ist dies nicht möglich, können Protonenpumpenhemmer eingenommen werden. Diese blockieren die übermäßige Magensäureproduktion.

Des Weiteren ist es möglich die Produktion der Magensäure mit Medikamenten auf Basis des Wirkstoffes Ranitidin zu minimieren oder die bereits gebildete Magensäure mit dem Wirkstoff Antazida zu neutralisieren.

Ist die Magenübersäuerung auf einen Befall mit dem Helicobacter-pylori-Bakterien zurückzuführen, müssen zunächst diese Bakterien bekämpft werden. Zusätzlich zu den Protonenpumpenhemmern wird in einem solchen Fall ein Antibiotikum verabreicht, um die Magenübersäuerung zu beseitigen.

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Vorbeugung von Magenübersäuerung

Um einer Magenübersäuerung vorzubeugen sollte versucht werden, Stresszustände und die Auslösenden Faktoren, wie Medikamente, Alkohol-, Nikotin-, Kaffeekonsum, fettes und scharfes Essen, zu vermeiden. Aber auch sehr schnelles Essen unter Zeitdruck reizt den Magen und sollte daher vermieden werden.

Grundsätzlich kann es nötig sein, das gesamte Essverhalten zu überdenken und umzustellen. Geht man jedoch mit Zeit, Lust und einem Interesse für gesunde Ernährung ans Essen heran, droht keine Magenübersäuerung. Personen, die zu einer Magenübersäuerung neigen, können ihren Magen durch den Einsatz von Heilerde im Gleichgewicht halten.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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