MRSA-Infektion

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. März 2014
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Hinter der umgangssprachlich einfach als MRSA-Infektion bezeichneten gesundheitlichen Beeinträchtigung verbirgt sich ein ganzer Kreis von Symptomen, der in letzter Zeit und in der Gegenwart eine Vielzahl von stationär behandelten Patientinnen und Patienten betraf und betrifft.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine MRSA-Infektion?

MRSA steht für eine Erkrankung, die durch eine Ansteckung gekennzeichnet ist und den Allgemeinzustand der Betroffenen erheblich und sogar lebensbedrohlich reduzieren kann.

Im Rahmen der Definition von MRSA als abgekürzter Begriff für methicillinresistenter Staphylokokkus aureus oder mulitresistenter Staphylokokkous aureus kommt es zu einer Resistenz, einer Unempfindlichkeit eines bestimmten Stammes mikrobieller Krankheitserreger. Dies bedeutet bei MRSA, dass diese Bakterien gegen eine ganze Bandbreite von antibiotisch wirksamen Arzneistoffen unempfindlich sind und keine Behandlungseffekte zeigen.

Menschen, die ein gesundes Immunsystem aufweisen, können kaum an MRSA erkranken. Für Personen die jedoch aufgrund ihrer noch nicht abgeschlossenen Entwicklung, ihres fortgeschrittenen Alters oder einer bestehenden Erkrankung eine reduzierte Funktionstüchtigkeit des Immunsystems aufweisen, erkranken häufig an MRSA. An MRSA erkranken kaum vitale und gesundheitlich nicht eingeschränkte Personen. MRSA ist jedoch übertragbar.

Ursachen für MRSA-Infektion

Zu den Ursachen für MRSA zählen zunächst die auch im intakten und gesunden Organismus normal auftretenden Erreger. Diese lebensnotwendigen Staphylokokkus aureus Bakterien werden durch die kontinuierliche und permanente, teilweise sogar unterdosierte, Gabe von Antibiotika an diese Substanzen gewöhnt und regieren darauf nicht mehr.

Dies führt dazu, dass bei MRSA eine große Vielfalt von Erkrankungen ausgeprägt werden kann. Diese sind mit den üblichen Antibiotika gegen krankmachende Bakterien nicht mehr behandelbar, weil die Keime nicht mehr unschädlich gemacht werden können. Die Bakterien sind also resistent gegenüber Antibiotika geworden.

Darüber hinaus sind eine verringerte Immunabwehr und eine hohe Ansteckungsrate durch prädestinierte Übertragungswege sowie eine mangelhafte Hygiene und Desinfektion (z.B. in Krankenhäusern) ebenfalls die Ursachen für MRSA.

In letzter Zeit häufen sich in Deutschland die Fälle von MRSA-Infektionen durch mangelnde Krankenhaushygiene. Nicht selten erkrankten Patienten bei einer Operation durch schlecht desinfiziertes Operationsbesteck.

Typische Symptome und Anzeichen bei MRSA-Infektion

Diagnose von MRSA-Infektion

Innerhalb der diagnostischen Maßnahmen zur Erkennung von MRSA kommen spezielle labortechnische Verfahren in Frage, die insbesondere einen Keimnachweis und dessen Resistenztestung erbringen sollen. Sogenannte molekularbiologische Verfahren ergänzen diese Diagnostik bei MRSA.

Ein als Antibiogramm bezeichneter Status zeigt, gegen welche antibiotischen Arzneistoffe der Bakterienstamm Staphylokokkus aureus widerstandsfähig ist. Als Untersuchungsmaterialien dienen Abstriche aus der Nasenschleimhaut im Nasenvorhof, aus dem Rachenbereich und den Achseln.

Auch Blut, eitrige Absonderungen und Ausscheidungen aus Wunden werden für die labortechnischen Untersuchungen verwendet. Darüber hinaus weisen lang anhaltende und kaum zu behandelnde Störungen der Wundheilung sowie permanente Infekte auf ein Vorhandensein von MRSA hin.

Behandlung und Therapie von MRSA-Infektion

Im Rahmen der therapeutischen Maßnahmen gegen MRSA kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung. Unter Einhaltung der entsprechenden Desinfektionsmaßnahmen und zur Vermeidung der Übertragung der Keime werden die Betroffenen selten isoliert. Dies muss jedoch nicht in jedem Fall so sein.

Bei der medikamentösen Behandlung von MRSA setzen die Mediziner auf eine komplexe Zusammenstellung unterschiedlicher Antibiotika. Diese werden auf der Grundlage des Antibiogramms bei MRSA ermittelt und beinhalten nur solche Substanzen, welche für die Bakterien abtötend sind. Spezielle antibiotische und penicillinhaltige Produkte wie Rifampicin, Clindamycin sowie Gentamycin können verabreicht werden. Die Einnahmeverordnungen müssen in diesem Zusammenhang mit einer wirkungsvollen Therapie von MRSA exakt eingehalten werden. Darüber hinaus kommen Kombinationspräparate als Fosfomycin und Fusidinsäure sowie Linezolid zum Einsatz gegen MRSA.

Therapie ergänzend sind bei MRSA Spülungen des Mund- und Rachenraums, mupirocinhaltige Nasensalben sowie Hautreinigungen auf Basis antiseptischer Zusatzmittel erforderlich. Regelmäßige laborgestützte Kontrollen der geeigneten Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungen werden bei MRSA erforderlich und ermöglichen eine genaue Verlaufsbegutachtung sowie eine gezielte Behandlung spezifischer Krankheitssymptome.

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Vorbeugung von MRSA-Infektion

Um einer Erkrankung durch MRSA vorzubeugen, die bei gesunden Menschen kaum ausbricht, ist es grundlegend auf eine entsprechende Hygiene zu achten. Wenn bekannt ist, dass sich im täglichen Umfeld Menschen befinden, die an MRSA erkrankt sind, dann werden auch im privaten Bereich zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sein.

Sowohl gegen die sinnvolle Verwendung von Wegwerfhandschuhen und geeigneten Desinfektionsmitteln als auch gegen einen Haut- oder Körperkontakt ist im Rahmen einer Vorbeugung nichts einzuwenden. Bestehen jedoch offene Wunden oder zu behandelnde Hautverletzungen, ist es wichtig, sich an die Desinfektionsvorgaben zu halten, um eine Keimverschleppung und eine Ansteckung zu vermeiden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

kiss kommentierte am 21.11.2012 um 08:58 Uhr

Ich hatte MRSA ein halbes Jahr nach einer Rücken-OP (Versteifung). Das ist jetzt 4 Jahre her und meine Angst ist seitdem sehr groß. Bekomme in den Leisten des Öfteren Knubbels die eitern und denke dann immer an diesen Keim. Frage mich immer, ob dieser Keim auch ruhen kann und irgendwann mal wieder ausbrechen kann?

bernadette kommentierte am 21.12.2012 um 21:48 Uhr

Die Schwiegermutter meiner Freundin hat MRSA. Sie hat meine Freundin auf den Mund geküsst. Ich war bei meiner Freundin. Sie küsste mich auch auf den Mund und ich habe daraufhin Herpes an der Lippe bekommen. Kann ich den Keim jetzt auch haben? Ich habe große Angst?

pablo kommentierte am 13.02.2013 um 22:45 Uhr

Ich hatte vor ca. 3 Jahren Scharlach, bin 32 Jahre alt und leide seitdem ständig unter Furunkeln an sämtlichen Kõrperstellen. Werde mich auf jeden Fall auf MRSA testen lassen, nachdem bei einem Abstrich erhöhte Zahlen an Staphilococen festgestellt worden sind. Was mich ärgert ist, dass kein Arzt auf den Gedanken kommt, in diese Richtung zu denken weder mein Hautarzt noch mein Allgemeinmediziner oder Urologe.

Bin gespannt was bei raus kommt.

Symptomat kommentierte am 22.12.2014 um 22:59 Uhr