Lungenemphysem
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Unter einem Lungenemphysem ist eine irreversible Schädigung der Lunge zu verstehen. Da bereits vorhandene Schädigungen nicht wieder rückgängig gemacht werden können, kann eine Therapie bei einem Lungenemphysem nur das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen oder verhindern.
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Definition Lungenemphysem
Diese verursachen zusätzlich einen erhöhten äußerlichen Druck auf die Bronchiolen, sodass sich die Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen, aufblähen bis sie platzen.
Dadurch können bei einem Lungenemphysem große Emphysemblasen entstehen. Da diese Blasen in der Lunge funktionslos geworden sind, wird die Atmung erschwert.
Ursachen für Lungenemphysem
Besteht eine erbliche Veranlagung zu einem Mangel an diesem schützenden Enzym, kann ein Lungenemphysem entstehen. Jedoch nur die schwere Form dieser Erkrankung zieht zwangsläufig ein Lungenemphysem nach sich. Bei leichteren Formen besteht die Gefahr für ein Lungenemphysem nur in Verbindung mit der Aufnahme von schädigenden Substanzen. Denn Schadstoffe, die mit der Atmung aufgenommen werden, können ebenfalls zu einem Lungenemphysem führen.
So nehmen beispielsweise [Rauchen|Raucher]] mit dem Rauch Substanzen auf, die zu einer Inaktivierung des wichtigen Alpha-1-Proteinase-Inhibitor führen. Zusätzlich haben Raucher noch ein erhöhtes Infektrisiko.
Aber auch chemische Substanzen, wie Aluminium oder Cadmium, und berufsbedingte Staubbelastungen, wie in Bergwerken, bei Futtermitteln oder Rohbaumwolle, können Ursache für ein Lungenemphysem sein.
Symptome
- Atemnot
- Husten
- Hustenschleim
- fassförmig aufgeblähter Brustkorb
- seltener trockener Reizhusten
Krankheitsverlauf Lungenemphysem
Ein Lungenemphysem führt zu einer geringeren Leistungsfähigkeit und im fortgeschrittenem Stadium sogar zu schwerer Atemnot. Da es im weiteren Verlauf von einem Lungenemphysem zu einer Instabilität der Atemwege und des Lungengerüsts kommt, wird insbesondere das Ausatmen weiter erschwert. Insgesamt wird die Ausatmungsphase dadurch verlängert. Daher nutzen viele Betroffene zum Ausatmen die sogenannte Lippenbremse. Hierbei wird der Atem durch die gespitzten Lippen hinausgelassen. In schwereren Fällen kommt es noch zu einer starken Aufblähung des Brustkorbs.
Im weiteren Verlauf kann sich ein Lungenemphysem in zwei verschiedene Richtungen entwickeln. Es wird unterschieden in „blue bloater“ und „pink puffer“. Der „blue bloater“, also „blauer Huster“, neigt zu Übergewicht und hat aufgrund des bestehenden Sauerstoffmangels blaurote Nägel und Lippen. Er leidet weniger unter Atemnot als der „pink puffer“, hat dafür aber einen verstärkten und auswurfstarken Husten.
Dieser Verlauf von einem Lungenemphysem entwickelt leicht eine Rechtsherzschwäche. Der „pink puffer“, also der „rosa Keucher“, hat eher ein mageres Erscheinungsbild. Er leidet unter schwerer Atemnot und gelegentlichem Reizhusten ohne Auswurf. Sein Sauerstoffgehalt ist zwar niedriger, aber der Kohlendioxidgehalt dafür normal. Bei diesem Verlauf des Lungenemphysems kann plötzlich die Atmung versagen.
Behandlung von Lungenemphysem
Zunächst muss der Kontakt mit den schädlichen Substanzen, wie beispielsweise Zigarettenrauch, sofort unterbunden werden. Infekte der Atemwege sollten konsequent und frühzeitig behandelt werden, um ein weitere Schädigung der Lunge zu verhindern.
Durch physiotherapeutische Übungen kann die Atemmuskulatur gestärkt und auf diese Weise die Atmung erleichtert werden. Bei einem angeborenen Enzymmangel sollte dieser Mangel durch eine wöchentliche Infusion mit diesem Enzym ausgeglichen werden. Bestehen bereits große Emphysemblasen kann es notwendig sein, diese operativ zu entfernen.
Ist das Lungenemphysem bereits weiter fortgeschritten, kann eine bestehende Atemnot durch die Gabe von Sauerstoff gemindert werden. In besonders schweren Fällen kann ein Lungenemphysem jedoch eine Lungentransplantation notwendig machen.
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Vorbeugung von Lungenemphysem
Um der Entstehung von einem Lungenemphysem vorzubeugen, sollte in erster Linie das Einatmen der genannten schädlichen Substanzen vermieden werden. Auch Infektionen der Atemwege sollten möglichst verhindert werden. Dies kann einerseits mit Grippe- und Pneumokokken-Schutzimpfungen erfolgen, anderseits kann dies auch durch Atemtherapien und Bewegung an der frischen Luft erreicht werden.
Bei angeborenem Enzymmangel sollten die gleichen Punkte beachtet werden. Des Weiteren kann der Enzymmangel ausgeglichen werden, um eine Schädigung der Lunge und das Entstehen von einem Lungenemphysem zu verhindern.
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