Luftröhrenentzündung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. September 2017
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Entzündliche Vorgänge oder gesundheitliche Beeinträchtigungen der Luftwege tragen dazu bei, dass sich die Betroffenen häufig sehr stark in ihrem Wohlgefühl und ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt fühlen. Eine Luftröhrenentzündung bzw. Tracheitis ist zwar selten, jedoch bedarf sie ärztlicher Behandlung, um weiteren gesundheitlichen Schaden zu begrenzen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Luftröhrenentzündung?

Die Luftröhrenentzündung ist in Fachkreisen und auch bei medizinischen Laien als Tracheitis bekannt, wobei die Endung -itis immer einen entzündlichen Prozess beschreibt.

Die Luftröhrenentzündung lokalisiert sich vorrangig auf den oberen Bereich des Atemwege und wird als äußerst unangenehm empfunden. In der Regel sind vor den Luftröhrenentzündung mehrere Abschnitte der oberen Luftröhre betroffen. Dies sind bei der Luftröhrenentzündung sowohl die Luftröhre selbst als auch der Kehlkopf und die Bronchien.

Diese Organe liegen recht eng zusammen, sodass sich die entzündlichen Erscheinungen und die ursächlichen Krankheitserreger schnell von einem Organ auf das andere ausbreiten können. Unter diesen Umständen ergibt sich zudem die Notwendigkeit, bei einer Luftröhrenentzündung eine differenzierte und möglichst präzise Diagnostik zu betreiben.

Ursachen

Die Entstehung einer Luftröhrenentzündung sowie deren Ausmaß hängen von ganz variierenden Einflussfaktoren ab, die sich sowohl aus der Umwelt als auch aus der inneren Konstitution in Bezug auf die Abwehrkräfte der Patientinnen und Patienten ergeben.

Typisch für eine Luftröhrenentzündung ist, dass sich in Hinblick auf zeitliche Zusammenhänge Hinweise darauf ergeben, welche mit einem durch Viren ausgelösten Infekt gekoppelt sind. Ist ein Infekt der oberen Atemwege überstanden, beispielsweise nach einer Grippe, dann verlängern sich die Beschwerden vielfach durch eine Luftröhrenentzündung. Die krankheitserregenden Mikroorganismen, zu denen vorrangig Bakterien, Viren oder sogar Pilze gehören, wandern ausgehend vom Nasen-Rachen-Raum hinab zum Kehlkopf und breiten sich in der gesamten Luftröhre aus.

Neben mikrobiellen Krankheitskeimen kommen für die Luftröhrenentzündung ebenfalls ätzende gasförmige Stoffe in Betracht, welche durch den natürlichen Einatmungsprozess in die Luftröhre eindringen.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

In der Regel gelten schon die bei einer Luftröhrenentzündung auftretenden Krankheitszeichen als Hilfsmittel für eine Diagnosestellung. Klassische Symptome bei einer Luftröhrenentzündung sind eine heisere Stimme sowie mehr oder minder starke Beeinträchtigungen der Lautbildung, permanenter Hustenreiz und Husten, ein Engegefühl hinter dem Brustbein und Fieber, Schmerzen in den Gliedern, Mattigkeit und teilweise sogar Behinderungen der Atmung (häufig bei Kindern).

Der Arzt hört zudem mit dem Stethoskop ungewöhnliche Geräusche, die bei der Atmung während der Luftröhrenentzündung auftreten. Diese Anomalie zeigt sich besonders deutlich beim Ausatmen. Im Gegensatz zu einer akuten und nach wenigen Tagen abklingenden Luftröhrenentzündung verläuft eine chronische, anhaltende Luftröhrenentzündung über mehr als drei Wochen und kann sich zu einer Bronchitis ausweiten.

Komplikationen

Eine Luftröhrenentzündung kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen, wenn sie nicht umgehend von einem Arzt behandelt wird. Durch die verringerte Zufuhr an Sauerstoff können die inneren Organe und das Gehirn stark geschädigt werden, sodass es zu irreversiblen Folgeschäden kommt, die schließlich nicht mehr behandelt werden. Die Betroffenen selbst leiden dabei an Husten und an Heiserkeit.

Weiterhin kommt es auch zu einem reaktiv hohen Fieber und zu einer Abgeschlagenheit und Müdigkeit des Patienten. Die Belastbarkeit nimmt deutlich ab und es kommt zu Beschwerden und Symptomen, die stark einer Grippe ähneln. Weiterhin kann sich auch der Kehlkopf des Patenten entzünden und dabei auch zum Tode führen. Nicht selten treten auch Kopfschmerzen und Gliederschmerzen auf und die Betroffenen leiden an einem allgemeinen Krankheitsgefühl.

Die Lebensqualität des Patienten wird durch die Luftröhrenentzündung erheblich verringert und eingeschränkt. Die Behandlung der Luftröhrenentzündung kann mit Hilfe von Medikamenten und Antibiotika stattfinden. Dem Betroffenen stehen allerdings auch viele Mittel der Selbsthilfe zur Verfügung, um diese Entzündung zu behandeln und die Beschwerden zu lindern.

Besondere Komplikationen treten dabei nicht auf und es kommt in der Regel zu einem positiven Krankheitsverlauf. Auch die Lebenserwartung des Patienten wird durch diese Entzündung nicht beeinflusst, wenn diese rechtzeitig behandelt wird.

Behandlung & Therapie

Um eine Luftröhrenentzündung möglichst schnell und schonend zu behandeln, stehen den Medizinern verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ebenfalls äußerst wirksame Anwendungen, die als althergebrachte Hausmittel alternativ eingesetzt werden können.

Gegen eine Luftröhrenentzündung helfen neben der Vermeidung des Einatmens von schleimhautreizenden Gasen das Inhalieren von Flüssigkeiten, die mit Kochsalz angesetzt werden. Günstig ist es weiterhin, gegen den bei einer Luftröhrenentzündung auftretenden, quälenden Reizhusten hustenstillende Naturheilmittel oder Tees mit Kamille, Lindenblüten und Salbei oder heiße Milch mit einem Teelöffel Honig. Lutschpastillen oder Bonbons mit entzündungshemmenden Kräutern und Eukalyptus halten den Mund feucht und machen die Atemwege frei.

Da eine Luftröhrenentzündung unter bestimmten Umständen gerade bei Kindern und älteren Menschen eine Lungenentzündung begünstigen kann, erfordert deren Therapie zum Teil den Einsatz effizienter Antibiotika sowie von Arzneistoffen, welche den Schleim lösen.

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Vorbeugung

Eine Vorbeugung gegen eine Luftröhrenentzündung kann durchaus realisiert werden, wenn das Immunsystem gestärkt wird (ausgewogene vitaminreiche Ernährung, Bewegung an der frischen Luft). Bei Rauchern ist es wichtig, bei den Anzeichen einer Luftröhrenentzündung den Genuss von Tabak zu unterlassen.

Das Anfeuchten von trockener Raumluft ist ebenfalls günstig, um eine Luftröhrenentzündung zu vermeiden. Trockene Luft reizt die Schleimhäute und trocknet diese aus. Die Krankheitskeime können dadurch die Areale besser passieren und eine Luftröhrenentzündung verursachen.

Infekte der oberen Atemwege entstehen ebenfalls durch aggressive Dämpfe, die sich in der Luft befinden können. Diese Umgebung sollte daher gemieden oder eine Schutzausrüstung angelegt werden. Eine rasche, gezielte Behandlung grippaler Effekte gilt ebenfalls als sinnvolle Prophylaxe gegen eine Luftröhrenentzündung.

Das können Sie selbst tun

Bei einer Luftröhrenentzündung sollte auf jeden Fall der Hausarzt eingeschaltet werden. Die medizinische Therapie kann durch einige Selbsthilfemaßnahmen und Hausmittel unterstützt werden.

In erster Linie muss die Luftröhre geschont werden – viel Schlaf und Entspannung sind angezeigt. Am schnellsten heilt die Entzündung aus, wenn das Schlafzimmer regelmäßig gelüftet wird. Nach der akuten Krankheitsphase kann die Genesung durch Bewegung unterstützt werden, wobei hierbei natürlich warme Kleidung und ein Schal getragen werden sollte. Der Hustenreiz lässt sich durch Salbei, Lindenblüten, Honig und andere natürliche Mittel lindern. Bei Entzündungen helfen entzündungshemmende Kräuter wie Frauenmantel oder Ingwer sowie Lutschpastillen mit Eukalyptus. Gegen trockene Atemwege und Husten hilft regelmäßiges Inhalieren. Besonders effektiv sind Kochsalzlösungen oder Tee, die am besten mit einem elektrischen Verdampfer aufbereitet werden.

Fieber wird am besten mit Hilfe von kühlen Umschlägen und einer geeigneten Diät behandelt. Bei Heiserkeit oder Stimmverlust hilft neben Schonung auch warme Milch mit Honig. Eine wirksame Alternative aus der Homöopathie ist das Globuli Aconitum in der Potenz D12. Sollten die Beschwerden trotz aller Maßnahmen nicht zurückgehen, ist ärztlicher Rat gefragt.

Bücher über Husten

Quellen

  • Arnold, W.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2011
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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