Lorbeer

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Der Lorbeer wird in der Küche dank des Aromas gern als Gewürz verwendet, um damit viele Gerichte zu verfeinern. Doch die Pflanze wird seit geraumer Zeit auch aufgrund der Heilkraft sehr geschätzt, beispielsweise zur Stärkung der Verdauung.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Lorbeer

Der Lorbeerbaum beziehungsweise -strauch wird bis zu zehn Meter hoch, ist im Mittelmeerraum und in Kleinasien heimisch und trägt mehrjährige, immergrüne Blätter. Während die Lorbeerblätter von jedem Strauch verwendet werden können, sind die Lorbeerfrüchte nur dann zum Würzen geeignet, wenn diese den weiblichen Pflanzen entstammen. Die Blätter können am Anfang des Frühjahres und Ende Herbst geerntet werden. Der Strauch gedeiht in milden Klimazonen und kann gleichermaßen in der Sonne und im Schatten stehen.

Daher ist er vielfältig einsetzbar. Hochwertige Kübelpflanzenerde ist ideal, um den Lorbeer auf dem Balkon, der Terrasse oder in temperierten Wintergärten anzubauen. Der immergrüne Strauch bevorzugt eine Erde, die stets leicht feucht ist. Staunässe verträgt er nicht, eine kurzzeitige Trockenheit hingegen übersteht er. Im alten Rom wurden die Kaiser und sportliche Gewinner mit Lorbeerkränzen geehrt. Daher stammt auch der Spruch, sich die Lorbeeren erst einmal verdienen zu müssen.

Wirkung & Anwendung

Der Lorbeer wird sehr gern beim Kochen verwendet, da die gewaltige Würzkraft der Blätter zu vielen Gerichten passt und ein pikant-würziges, einzigartiges Aroma in die Küche bringt. Die frisch getrockneten Blätter haben ein warmes, aber kräftiges Aroma, welches von den Speisen gut aufgenommen wird und viel wahrnehmbarer ist als der Geschmack. Der blumige Duft erinnert an Kräuter. Damit können beispielsweise Eintöpfe, Suppen, kräftige Soßen, Rotkraut oder Gerichte mit einer langen Kochzeit gewürzt werden.

Auch bei Fisch, Geflügel, Sauerbraten, Wild, Kartoffelgerichten, zum Aromatisieren von Essig oder um Gurken einzulegen werden die Blätter (ohne Stiel) verwendet. Lorbeer schmeckt außerdem in Pasteten, Ragouts und in der Tomatensauce. Zum Anbraten von Fleisch, Gemüse oder Zwiebeln sollten die Lorbeerblätter nicht sofort dazugegeben werden, sondern erst, nachdem die Schmorflüssigkeit wie Brühe, Marinade oder Wein aufgegossen wurde.

Während die Lorbeerblätter von jedem Strauch verwendet werden können, sind die Lorbeerfrüchte nur dann zum Würzen geeignet, wenn diese den weiblichen Pflanzen entstammen.

Lorbeerblätter können auch gut mit anderen Gewürzen kombiniert werden, beispielsweise mit Kümmel, Knoblauch, Pfeffer, Paprika, Muskat und Zitronenschale. Eine gute Idee ist es auch, ein Lorbeerblatt in das Kochwasser von Nudeln, Kartoffeln und Reis zu geben. Vor dem Servieren wird der Lorbeer grundsätzlich entfernt. Zur Trocknung werden die Triebspitzen und die ausgereiften Blätter abgeschnitten und mittels Schnur zusammen gebunden, um sie an einem luftigen Platz aufzuhängen. Die ätherischen Öle, die im Lorbeer enthalten sind, gehen dabei nicht verloren.

Der Lorbeer sollte dunkel, luftdicht und trocken aufbewahrt werden. Sie sind ziemlich lichtempfindlich und mögen auch keine zu hohe Temperatur bei der Lagerung. Generell sollte Lorbeer aufgrund der starken Würzkraft eher sparsam eingesetzt werden. Für eine bessere Entfaltung des eleganten Aromas können die Blätter leicht eingerissen werden, bevor sie mitkochen. Da sich der Geschmack nur langsam entfaltet, sollten sie immer mitgekocht werden. Die Blätter vertragen die Hitze ohne Probleme.

Vor dem Anrichten der Speisen werden die Blätter wieder entfernt. Der Lorbeer wirkt appetitanregend und antibakteriell. Doch auch nach dem Essen leistet der Lorbeer als Tee aufgegossen weitere gute Dienste. Für einen Verdauungstee werden drei getrocknete Lorbeerblätter in einem Liter Wasser aufgekocht. Nach einer Ziehzeit von zehn Minuten wird er abgegossen und eine Tasse getrunken, um Verdauungsbeschwerden wie Blähungen zu lindern. Das Fruchtöl wird zudem zur Likörherstellung, für Seifen und Parfüms verwendet.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Lorbeerblätter (in frischer oder getrockneter Form) sowie die Frucht des Baums werden nicht nur zum Kochen, sondern ebenso für medizinische Zwecke genutzt, beispielsweise aufgrund der enthalten ätherische Öle zur Stärkung der Verdauung oder der Linderung von Frauenbeschwerden. Bei Babys ist eine äußerliche Anwendung gegen Blähungen möglich. Das Öl, welches aus den Lorbeerfrüchten gewonnen wird, kann als Einreibemittel gegen verschiedene Probleme des Bewegungsapparates verwendet werden.

Es befreit zudem von Schwellungen, Verstauchungen und Zerrungen sowie dank der durchblutungsfördernden Wirkung von rheumatischen und arthritischen Schmerzen. Lorbeer soll zudem gegen Krätze und Schuppen helfen. Um Erkältungen und Husten zu lindern, wird ein Tuch mit Wasser getränkt, in dem die Lorbeerblätter gekocht wurden. Auf den Körper aufgelegt, verbessert es aufgrund der ätherischen Öle, die enthalten sind, Beschwerden wie Erkältungen, Husten, Bronchitis sowie Infektionen der Atemwege.

Als Zusatz zur Inhalation wirkt der Lorbeer schweißtreibend und schleimlösend. Zudem werden der Auswurf und der Abheilungsprozess der erkrankten Bronchien gefördert. Lorbeerblätter-Aufgüsse lindern die Symptome einer Grippe und senken das Fieber. Des Weiteren wird vermutet, dass die Verwendung von Lorbeer auch das Risiko von Diabetes (Typ-2) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren kann. Zudem soll das schlechte Cholesterin gesenkt werden.

Für die Verarbeitung können die Blätter gekocht und das Wasser anschließend zur Behandlung der zahlreichen, verschiedenen medizinischen Probleme verwendet werden. Für die Linderung von Verdauungsstörungen kann aus getrockneten Lorbeerblättern ein Tee hergestellt werden. Eine gute Qualität der getrockneten Lorbeerblätter zeigt sich an der dunkelgrünen Farbe. Sind sie brauner, spricht dies dafür, dass sie vermutlich älter sind oder nicht gut gelagert wurden. Kapseln aus Lorbeer und Tinkturen sind ebenso als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

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