Limabohne

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Die Limabohne (Phaseolus lunatus), die auch als Riesen- oder Mondbohne bezeichnet wird, stammt vermutlich aus Peru. Dabei handelt es sich um sehr große weiße Bohnenkerne, die früher schon von den Inkas angebaut wurden. Durch die Sklavenhändler verbreitete sich die Limabohne dann weltweit und bietet nicht nur in der Küche vielfältige Verwendungsmöglichkeiten, sondern auch gesundheitliche Vorteile.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Limabohne wissen

Die Limabohne gehört zur Familie der Hülsenfrüchte und ist genetisch mit der grünen Gartenbohne verwandt. Sie stammt aus Mittelamerika und der Andenregion von Südamerika. Es wird vermutet, dass sie zwei Mal unabhängig voneinander kultiviert wurde. In den Anden wurde um 2.000 v. Chr. die großsamige Limabohne und um 800 v. Chr. in Mittelamerika die kleinsamige Limabohne kultiviert.

Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sie sich bis nach Nordamerika. Durch die Spanier gelangte sie im 16. Jahrhundert nach Europa. Die Limabohne wird heutzutage hauptsächlich im Hochland im Norden von Peru angebaut. Die Limabohne benötigt eine gewisse Wärme, um voll auszureifen. Daher ist der Anbau in Mitteleuropa nur mit wenig wirtschaftlichem Erfolg möglich.

Die Limabohne (Phaseolus lunatus), die auch als Riesen- oder Mondbohne bezeichnet wird, stammt vermutlich aus Peru.

Es gibt eine kleine sowie eine größere Unterart der Bohne. Die größere Art ist die Limabohne und die kleinere die Mondbohne. Die Limabohne kann 5 bis 15 Zentimeter lang werden. Sie ist weiß, cremefarben oder dunkel sowie nierenförmig, oval bis rund. Nach dem Kochen behält die im Geschmack milde Bohne ihre Form, sodass sie ein idealer Begleiter für eine Suppe, einen Eintopf oder Salate ist, jedoch wird der Kern weich und mehlig. Die Limabohne gelangt daher in Deutschland meist als Importware und in getrocknetem Zustand in die Geschäfte. Konserven stammen meist aus Frankreich, Italien, Indien oder Afrika.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Limabohne verfügt über zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Sie ist beispielsweise eine ausgezeichnete pflanzliche Proteinquelle für Veganer und Vegetarier. Die Proteine ​​der Bohne werden vom Körper zudem besser als die Proteinquellen vom Fleisch verdaut.

Die Limabohne enthält alle Aminosäuren, die vom Körper benötigt werden. Da sie auch sehr sättigend ist, eignet sie sich für Menschen, die ihr Gewicht unter Kontrolle halten möchten. Zudem ist die Limabohne eine optimale Quelle für Eisen, das zu den lebensnotwendigen Spurenelementen gehört. Es spielt als Bestandteil des Blutfarbstoffes Hämoglobins eine sehr wichtige Rolle für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Blut. Auch für ein gut funktionierendes Immunsystem, den Erhalt der Leistungsfähigkeit und die Konzentration ist der Vitalstoff unverzichtbar.

Der Körper kann Eisen nicht selber herstellen, sodass es regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Des Weiteren enthält die Limabohne viele Ballaststoffe, was wichtig für die Verdauung und den Darm ist. Ballaststoffe helfen bei einer Verstopfung oder Krankheiten wie Darmkrebs. Die Limabohne enthält mit Anthocyane zudem ein natürliches Antioxidans. Antioxidantien wehren im Körper freie Radikale ab, welche die Zellen schädigen können. Die wichtigen Mineralsstoffe Kalzium, Magnesium sowie Phosphor wirken sich positiv auf die Knochen, Muskeln und das Herz aus.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 115 Fettgehalt 0,4 g
Cholesterin 0 mg Natrium 2 mg
Kalium 508 mg Kohlenhydrate 21 g
Ballaststoffe 7 g Eiweiß 8 g

Die Limabohne ist reich an wertvollen Mineral- und Ballaststoffen. Sie verfügt über einen hohen Anteil an Eiweiß und enthält viele Vitamine. Der Nährstoffgehalt entspricht etwa dem der grünen Bohne, mit der die Limabohne verwandt ist, doch sie ist leichter verdaulich. Aufgrund des hohen Anteils an Ballaststoffen und Eiweißen ist die Limabohne sehr sättigend. Besonders erwähnenswert ist auch der hohe Eisengehalt.

Mit ihrem niedrigen Fettanteil und wenigen Kalorien ist die Limabohne für den Verzehr während einer Diät geeignet. Die dunkel gefärbten Samen der Limabohne enthalten Blausäure in einer gesundheitsgefährdenden Konzentration. Die Samen mit der weißen Schale hingegen gelten als unbedenklich.

Unverträglichkeiten & Allergien

Die Limabohne gibt es als dunklen und weißen Typen. In Deutschland wird gewöhnlich die weiße Variante angeboten, da in den dunklen Bohnensamen Stoffe enthalten sind, die Blausäure produzieren können. Diese werden zwar durch ein Kochen und Waschen teilweise herausgespült, doch als tatsächlich unbedenklich gilt nur die weiße Limabohne.

Diese sollte daher bevorzugt werden. Manche Menschen bekommen nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten zudem Blähungen etc. Dies kann verhindert werden, wenn beim Kochen Fenchel oder Ingwer hinzugefügt wird. Ansonsten ist die Limabohne unter den bekannten Bohnen die bekömmlichste Art. Sie ist in der Konsistenz samtig und zart sowie im Geschmack aromatisch.

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Einkaufs- & Küchentipps

Für die Lagerung der Limabohne zu Hause sollten einige Dinge beachtet werden: Bei einer Konserve oder Tiefkühlware gibt das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum Ausschluss darüber, wie lange die Bohne verwendet werden kann.

Nach Ablauf dieser Zeit ist ein Verzehr nicht empfehlenswert, da überlagerte Limabohnen beim Garen selbst bei einer längeren Kochzeit kaum noch weich werden. Die Limabohne in der getrockneten Form sollte gut verschlossen gelagert werden. Auf diese Art kann die Limabohne bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. Wurde eine Konserve mit der Limabohne einmal geöffnet, gilt es, sie möglichst schnell zu verbrauchen. Ganz gleich, ob ein Bohnensalat, ein köstlicher Eintopf oder ein leckeres Hauptgericht mit den Bohnen, die Hülsenfrüchte sind nährstoffreich, schmecken sehr gut und können vielfältig kombiniert werden.

Zubereitungstipps

Da der Geschmack der Limabohne eher mild und dezent ist, kann sie in der Küche für verschiedene Speisen verwendet werden. Sie passt aufgrund der Konsistenz und der Tatsache, dass sie die Form behält, zum Beispiel gut in einen klassischen Eintopf, eine Suppe oder ein indisches Currygericht. Die Limabohne harmoniert ebenso in einem Nudel- und Kartoffelsalat, ergänzt einen Blattsalat und andere frische Zutaten optimal und kann außerdem in einer pikanten Tomatensauce verwendet werden.

Auch als Beilage zu verschiedenen Fleisch- oder Fischgerichten eignet sie sich gut. Die Limabohne darf großzügig gewürzt werden. Besonders gut passen Zitronensaft, Knoblauch und verschiedene Kräuter. Damit kann ganz nach eigenem Geschmack variiert werden. Vor dem Kochen muss die Limabohne ungefähr zehn Stunden eingelegt werden, wie es bei allen Hülsenfrüchten der Fall ist. Das Volumen vergrößert sich hierbei um etwa die Hälfte. Die Kochzeit beträgt nach dem Einweichen etwa eine Stunde.

Was die Zubereitung der verschiedenen Speisen mit der Limabohne anbelangt, ist es erlaubt, experimentierfreudig zu sein und der Kreativität freien Lauf zu lassen. Die Limabohne ist unaufdringlich im Geschmack und passt sich daher den verschiedensten Gerichten an, sodass erlaubt ist, was schmeckt. Die Kombinationsmöglichkeiten mit der Limabohne sind nahezu unbegrenzt. Limabohnen bilden außerdem eine köstliche Beilage zu Fisch und Fleisch.

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