Lauch

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Der Lauch, der auch gerne als Porree oder Breitlauch bezeichnet wird, ist eine beliebte Gemüseart. Dieser gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und wird bis zu 80 Zentimeter hoch. Lauch ist in der Küche vielfältig verwendbar; mit Karotten und Sellerie gemeinsam bildet er beispielsweise das so beliebte Suppengrün.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Lauch wissen

Der Lauch ist eine hochwachsende Pflanze, deren Stiele etwa zwei bis drei Zentimeter im Durchmesser messen. Die Blüten der Lauchpflanze sind weißlich und rund. Lauch wird vorwiegend in Südeuropa angebaut.

Doch auch in Deutschland findet man diesen stellenweise; die bevorzugten Anbaugebiete liegen hier in Nordrhein-Westfalen. Während der Sommerlauch im Frühjahr gepflanzt und im Sommer geerntet wird, wird der Winterlauch frühestens im Oktober geerntet. Da dieser Lauch aufgrund der Kälte langsamer wächst, ist sein Aroma etwas intensiver. Auch im heimischen Garten kann man Lauch problemlos anbauen, denn er stellt vergleichsweise wenige Anforderungen an die Beschaffenheit des Bodens. Als Heimat des Porree ist der westliche Mittelmeerraum bekannt; hier wurde der Lauch bereits vor mehr als 2.000 Jahren angebaut.

Der Lauch, der auch gerne als Porree oder Breitlauch bezeichnet wird, ist eine beliebte Gemüseart.

Lauch kann auf vielfältige Art und Weise verwendet werden. Neben der Bedeutung als Suppengemüse eignet sich Lauch auch hervorragend zum Zubereiten einer cremigen Suppe, gerne mit Käse und Hackfleisch als Beilage. Auch kalt genossen ist Lauch ein Genuss. Ein besonders beliebtes Rezept ist die Lauchsuppe mit Frischkäse. Natürlich ist der Lauch auch als Gemüse zu allen erdenklichen Fleischarten gut möglich. Lauch ist - wie man unschwer am Namen erkennen kann - sowohl mit Bärlauch als auch mit Knoblauch und Lauchzwiebeln verwandt.

Bedeutung für die Gesundheit

Der "Spargel des armen Mannes", wie der Lauch auch gerne genannt wird, ist reich an Mineralstoffen wie Natrium, Kalium und Calcium sowie lebenswichtigen Vitaminen. Neben Vitamin C enthält Lauch reichlich Folsäure und Beta-Carotin.

Für den intensiven Geruch und Geschmack des Lauchgemüses hingegen sind die sekundären Pflanzenstoffe verantwortlich. Vor allem die Schwefelverbindungen sind für die Gesundheit wichtig, denn diese wirken antioxidativ und antibakteriell. Darüber hinaus ist Lauchgemüse wunderbar im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung geeignet. 100 Gramm des Gemüses enthalten gerade einmal 24 Kilokalorien. Damit ist dieser nicht nur äußerst kalorienarm, auch wirkt Lauch entschlackend. Der Lauch regt die Nierentätigkeit an und kann sogar erfolgreich gegen Nierensteine eingesetzt werden.

Auch bei Bronchialerkrankungen wird dem Lauch eine heilende Wirkung zugeschrieben. Die Lauchstangen sind sehr gut verträglich; wer seine Speisen gut gewürzt mag, aber Schärfe nicht verträgt, kann bedenkenlos zu Lauchstangen greifen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 61 Fettgehalt 0,3 g
Cholesterin 0 mg Natrium 20 mg
Kalium 180 mg Kohlenhydrate 14 g
Eiweiß 1,5 g Vitamin C 12 mg

Lauch ist für seinen hohen Gehalt an Vitamin C, Vitamin K und Folsäure bekannt. Besonders Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Folsäure, doch auch alle anderen Personen sollten unbedingt ausreichend Folsäure zu sich nehmen. Zur Vorbeugung von Darmkrebs und Arteriosklerose ist die Folsäure ebenso wichtig wie für die Neubildung der Körperzellen.

Das im Lauch enthaltene Provitamin A ist besonders wichtig für die Erhaltung und Stärkung der Sehkraft. Auch die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Magnesium sind im Lauch reichlich vorhanden, ebenso wie die Spurenelemente Eisen und Mangan. Während Eisen wichtig für die Energiegewinnung in den Zellen ist, hat Vitamin C einen positiven Einfluss auf zahlreiche Stoffwechselprozesse. Damit möglichst viele der wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte das Lauchgemüse nur kurz erhitzt werden und möglichst wenig mit Wasser in Berührung kommen. Lauch ist mit 24 Kilokalorien pro 100 Gramm sehr kalorienarm.

Unverträglichkeiten & Allergien

Beinahe jeder, der Lauch zu sich genommen hat, hat danach mit Blähungen als Begleiterscheinung. Wer beispielsweise an einem Reizdarmsyndrom leidet, sollte Lauch ebenso meiden wie Zwiebeln, Spargel und Artischocken. Alle diese Lebensmittel würden die Symptome bei den Patienten verstärken.

Ebenso gibt es Patienten, die an einer Nahrungsmittelallergie gegenüber Lauch leiden. Etwa acht Millionen Bundesbürger sind von einer Nahrungsmittelallergie betroffen, wobei diese zahlreiche Lebensmittel betreffen kann. Juckende und rote Stellen auf der Haut sind dann ebenso typisch wie Schwellungen an den Lippen. Auch ein Niesreiz sowie eine Behinderung der Atmung ist bei einer Nahrungsmittelallergie keine Seltenheit. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit gegenüber Lauch ist allerdings recht selten.

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Einkaufs- & Küchentipps

Lauch ist das ganze Jahr über erhältlich, wobei man Sommer- und Winterlauch unterscheidet. Der Sommerlauch ist von der Form her etwas schlanker und schmeckt im Vergleich zum Winterlauch milder. Die meisten der bei uns in den Läden erhältlichen Lauchstangen sind Exporte. Beim Kauf sollten sowohl die Blätter als auch der Schaft möglichst fest sein.

Haben die Blätter hingegen bereits Risse, sollten Sie vom Kauf absehen. Entfernt man die äußeren Blätter, kann dieser bis zu fünf Tage lang im Kühlschrank aufbewahrt werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass man diesen separat lagert, da er einen recht intensiven Eigengeruch verströmt. Gemeinsam mit Blumenkohl sollte man die Lauchstangen nicht aufbewahren, da der Blumenkohl die Haltbarkeit des Porree beeinträchtigt. Ebenso verträgt sich der Lauch nicht gut mit Äpfeln und Birnen, da er empfindlich gegen Ethylen ist. Ist der Lauch blanchiert, kann er sogar in das Tiefkühlfach gegeben werden und ist hier mehrere Monate lang haltbar.

Zubereitungstipps

So beliebt ist der Lauch vor allem deshalb, weil er so vielfältig ist. Egal ob gekocht, überbacken oder sogar roh - Lauch ist vielseitig einsetzbar. Bevor der Lauch zubereitet wird, sollte dieser gründlich gesäubert werden. Zu diesem Zweck werden zunächst die äußeren Blätter sowie der Wurzelansatz entfernt.

Dann wird der Lauch gründlich gewaschen, da sich zwischen den Blättern gerne Erde festsetzt. Dies geht am besten, wenn man den Lauch kreuzweise bis zu dem Teil einschneidet, an welchem die weißen Blätter beginnen. Zum Verzehr eignen sich ausschließlich die hellgrünen und weißen Blätter der Lauchstangen. Gewöhnlich schneidet man nun jede Lauchstange in feine Ringe. Diese werden wahlweise in etwas Butter angebraten oder in kochendem Wasser gegart. Die Lauchringe eignen sich ebenso gut als Belag für eine herzhafte Quiche. Den milderen Sommerlauch kann man sogar roh - etwa im Salat - verzehren.

Der Lauch an sich besitzt ein ähnliches, wenn auch etwas milderes Aroma als die Zwiebel. Würzen kann man Lauchgemüse nach Belieben mit Salz und Pfeffer, ebenso wie mit Curry. Auch Paprika eignet sich gut, wenn man eine gewisse Schärfe bevorzugt.

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