Laserkoagulation

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. November 2016
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Eine Laserkoagulation ist eine häufig vorkommende Behandlungsmethode in der Augenheilkunde. Sie findet bei verschiedenen Erkrankungen der Netzhaut Anwendung und kann diese zuverlässig am Fortschreiten hindern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Laserkoagulation?

Unter dem Begriff Laserkoagulation verstehen Mediziner eine Therapiemethode aus der Augenheilkunde, die zur Behandlung bestimmter Erkrankungen der Netzhaut eingesetzt wird. Es können unterschiedliche Arten von Lasern eingesetzt werden, um die erkrankte oder veränderte Netzhaut zu behandeln.

Bei diesem Verfahren werden gezielt kleine Narben auf der Netzhaut verursacht, die eine Bildung von Blutgefäßen oder das Ausbreiten von Löchern verhindern. Verschiedene Krankheiten der Netzhaut können so eingedämmt werden. Diese wird dabei nur in einem so geringen Ausmaß beschädigt, dass der Patient keine Einschränkungen etwa im Sehen bemerkt. Vor dem Eingriff wird die Netzhaut lokal betäubt. Die Laserkoagulation ist ein bereits seit 1949 bekanntes Verfahren, das seitdem aber deutlich weiterentwickelt wurde.

Funktion, Wirkung & Ziele

Eine Laserkoagulation findet in der Augenheilkunde immer dann statt, wenn eine Erkrankung oder Verletzung der Netzhaut vorliegt, die mithilfe der Laserstrahlen behandelt bzw. eingedämmt werden kann.

Ein sehr häufiges Anwendungsgebiet ist beispielsweise Diabetes im Auge, bei dem ein sogenanntes Makulaödem entsteht. Dieses kann stark Anschwellen und die Sehfähigkeit des Patienten deutlich beeinträchtigen. Mithilfe der Laserkoagulation kann das Ödem am Schwellen gehindert werden, sodass ein weiterer Sehverlust meist verhindert werden kann. Auch ein Gefäßverschluss in der Netzhaut kann auf diese Weise behandelt werden.

Schreiten die soeben erwähnten Krankheiten unbehandelt fort, kann es neben einer Einschränkung der Sehfähigkeit bis hin zur Erblindung auch zur Bildung fehlerhafter und/oder brüchiger Blutgefäße führen. Diese können Blutungen im Augeninneren nach sich ziehen. Nicht selten kommt es im fortgeschrittenen Lebensalter zu einer sogenannten Makuladegeneration, die kleine Löcher in der Netzhaut verursacht.

Schematische Darstellung zur LASIK Augenoperation. Klicken, um zu vergrößern.

Mithilfe der Laserkoagulation können diese versiegelt werden, sodass es zu keinem weiteren Fortschreiten der Schädigungen kommen kann. Schlimmstenfalls endet die Makuladegeneration in einer vollständigen Ablösung der Netzhaut.

Ist die Netzhaut bereits abgelöst, kann keine Laserkoagulation mehr stattfinden, da die Behandlung in diesem Fall keinen Erfolg mehr bedeuten würde. Auch bei Trübungen der Augen etwa durch einen Grauen Star ist die Laserkoagulation nicht möglich. Eine umfassende Untersuchung des Patienten vor der Behandlung ist daher dringend notwendig, um dessen Eignung für das Verfahren festzustellen.

Vor der Durchführung des Eingriffs wird das Auge mit örtlichen Betäubungstropfen betäubt. Auf das Auge selbst wird dann ein sogenanntes Kontaktglas gesetzt.

Schließlich erfolgt die eigentliche Behandlung mit den Laserstrahlen. Die getroffenen Stellen der Netzhaut vernarben sofort und verhindern so das Fortschreiten der oben genannten Erkrankungen oder Schädigungen.

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Risiken & Gefahren

Grundsätzlich ist eine Laserkoagulation ein häufig durchgeführter Routineeingriff, der nur in den wenigsten Fällen zu Komplikationen führt. Selbstverständlich birgt er aber wie jede Behandlung am Auge ein gewisses theoretisches Risiko.

Selten kommt es nach erfolgter Laserkoagulation zu Nachblutungen oder einem erhöhten Augendruck. Schmerzen kommen als Folge der Behandlung äußerst selten vor, ebenso wie größere Verletzungen oder Infektionen. Da bei einer Laserkoagulation grundsätzlich immer sehfähige Zellen durch den Laser beschädigt werden, kann es im Einzelfall zu einer Verschlechterung des Sehvermögens oder gar zur vollständigen Erblindung kommen. Auch ein Verlust des gesamten Auges ist theoretisch möglich, gehört aber zu den absoluten Ausnahmen.

Unter Umständen kann es zu einer allergischen Reaktionen im Rahmen der Laserkoagulation kommen. Um diese möglichst auszuschließen, sollten Patienten mit dem behandelnden Arzt vorab über all vorhandenen Allergien und Unverträglichkeiten sprechen und ihm bei auftretenden Symptomen sofort Bescheid geben. Eine Laserkoagulation, die fachgerecht durchgeführt wird und dann stattfindet, wenn die Erkrankung/Schädigung der Netzhaut noch nicht zu weit fortgeschritten ist, hat allgemein eine sehr günstige Prognose.

Ein Fortschreiten der Beschwerden kann in den meisten Fällen verhindert werden. Teilweise kommt es auch zu einer Verbesserung des Sehfähigkeit. Bereits vorhandene Schäden auf der Netzhaut können mithilfe der Laserkoagulation allerdings nicht repariert werden, sondern bleiben wie gehabt bestehen.

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