Laryngoskopie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. November 2016
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Wie bei allen Endoskopien geht es auch bei der Laryngoskopie (bzw. Kehlkopfspiegelung) darum, innere Organe, vorliegen den Kehlkopf, zwecks einer Untersuchung bildlich zu machen. Gerade beim Kehlkopf kann auf einer Spieglung nicht verzichtet werden, da alternative Methoden wie beispielsweise Röntgenaufnahmen den Kehlkopf nicht in der Weise bildlich machen können, wie es für die Feststellung von Krankheiten an der Schleimhaut des Kehlkopfes erforderlich ist.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Laryngoskopie?

Bei der Laryngoskopie wird der Kehlkopf des Menschen von innen betrachtet. Die Gründe, weshalb dies notwendig ist, können unterschiedlich sein. Aufgrund des schmerzfreien und für gewöhnlich nebenwirkungsfreien Verlaufes können bereits erste Anzeichen einer Erkrankung des Kehlkopfes Anlass dazu sein, diesen im Rahmen einer Laryngoskopie genauer zu untersuchen.

Eine anhaltende Heiserkeit, die sich nicht schon nach einigen Tagen von selbst legt, kann eines dieser Gründe sein. Dasselbe gilt auch für Schmerzen im Hals und Rachenbereich, die oftmals mit penetrantem Mundgeruch einhergehen und als sicheres Merkmal dafür gelten, dass eine Entzündung am Kehlkopf vorliegen könnte.

Funktion, Wirkung & Ziele

Schließlich dient die Laryngoskopie dazu, die Bildung von Tumoren frühzeitig zu erkennen und so schnellstmöglich Gegenmaßnahmen wie einer chirurgischen Entfernung einzuleiten. Vor allem Rauchern wird empfohlen, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt (kurz: HNO-Arzt) zu erscheinen, um bei ihm eine Laryngoskopie durchführen zu lassen. Der Grund für diese Empfehlung liegt im erhöhten Risiko bei Rauchern, einen Kehlkopftumor zu bilden. So sind Vorsorgeuntersuchungen hierbei umso dringender notwendig.

Wie bereits erwähnt, wird die Laryngoskopie bei einem HNO-Arzt vorgenommen, da dieser sich im Rahmen seiner praktischen Ausbildung darauf spezialisiert hat. Es wird medizinisch zwischen der direkten und indirekten Laryngoskopie unterschieden.

Bei der Laryngoskopie wird der Kehlkopf des Menschen durch einen endoskopischen Eingriff von innen betrachtet.

Die indirekte Laryngoskopie, die von HNO-Ärzten deutlich häufiger vorgenommen wird als die direkte Laryngoskopie, dient primär dazu, die vorderen Abschnitte des Kehlkopfes zu untersuchen. Hierzu hält der Arzt mit der einen Hand die Zunge des Patienten fest, um mit seiner anderen Hand den sogenannten Kehlkopfspiegel zu bedienen. Es handelt sich bei diesem medizinischen Instrument um einen kleinen runden Spiegel, der am oberen Ende eines Metallstiftes angebracht ist. Damit kann der Arzt den Kehlkopf auch dort untersuchen, wo er winkelbedingt nicht hinschauen kann.

Die indirekte Laryngoskopie bedarf keiner Vorbereitung seitens des Patienten. Die direkte Laryngoskopie fällt im Vergleich dazu schwieriger aus. Zunächst einmal darf der Patient nicht bei Bewusstsein sein. Das heißt, ihm wird vor Beginn der Untersuchung ein Narkosemittel verabreicht. Anschließend wird der Kopf des Patienten etwas nach hinten gekippt. Damit während der Untersuchung die Zähne nicht durch die metallischen Instrumente beschädigt werden, erhält der Patient einen Zahnschutz.

Anschließend wird ein hohles Metallrohr dem Patienten durch den Mund bis zum oberen Eingang des Kehlkopfes eingeführt und dort fixiert. Über dieses Rohr führt der Arzt dann sein Endoskop ein; ein "schlauchartiges Instrument", an dessen oberen Ende eine Kamera installiert ist, mit der der Arzt den Kehlkopf am Monitor begutachten kann.

Erkennt er verdächtige Stellen, die von der normalen Schleimhaut abweichen, kann der Arzt noch während der direkten Laryngoskopie Gewebeproben mittels seines Endoskops entnehmen und später zur histologischen Untersuchung, das heißt zur feingeweblichen Analyse der Schleimhautprobe, ins Labor einschicken. Die direkte Laryngoskopie dauert je nach Fall zwischen 15 bis 30 Minuten.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Risiken sind für gewöhnlich weder mit der direkten noch mit der indirekten Laryngoskopie verbunden.

Allein der Umstand, dass der Arzt während der Begutachtung des Kehlkopfes versehentlich diese beschädigt, könnte als mögliches Risiko infrage kommen, wenngleich dies eher die seltenste Ausnahme darstellt.

Es müssten schon größere Kräfte entstehen, um den Kehlkopf und dessen Stimmbänder zu beschädigen, was dann nicht mehr ein Versehen sein kann, sondern Vorsatz. Bei der direkten Laryngoskopie kommen noch mögliche Nebenwirkungen im Form einer Sensibilität gegenüber dem verabreichten Narkosemittel in Betracht.

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