Kuckucks-Lichtnelke

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Die Kuckucks-Lichtnelke gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Gattung der Pechnelken. Die Pflanzensystematik ordnet sie in der Klasse der Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrigen (Rosopsida, Dicotyledonea) ein.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Kuckucks-Lichtnelke

Die Unterabteilung ist Bedecktsamer (Angiospermae, Spermatophyta). Sie hat rosa-rote Blüten, die ein wenig zerzaust aussehen. Die wissenschaftlichen Namen lauten Lychnis flos-cuculi und Silene flos-cuculi. Die Kuckucks-Lichtnelke wächst an feuchten Stellen in Wiesen, Mooren und Sümpfen. In stark gedüngten Wiesen findet man sie jedoch nicht, da sie nährstoffarme Randbereiche bevorzugt.

Sie kommt in den Höhenlagen der gemäßigten Zonen Europas und Westasiens vor. Sie ist ein Hemikryptophyt und eine wintergrüne Halbrosettenpflanze, die als Halbschattenpflanze ein mäßig warmes Seeklima bevorzugt. Da viele Feuchtgebiete jedoch verstärkt trockengelegt werden, wird das Nelkengewächs in seiner natürlichen Umgebung immer seltener. Viele Hobbygärtner kultivieren die Pflanze mittlerweile in unmittelbarer Nähe ihrer Gartenteiche. Der Name geht auf eine volkstümliche Bezeichnung zurück, die weniger mit dem Vogel zu tun hat, da Kuckuck im Mittelalter eine Bezeichnung für Teufel oder Hexe war.

Aufgrund ihrer schönen rosa-roten Blüten wird sie gerne als Salatbereicherung oder Verzierung von belegten Brötchen und anderen Lebensmitteln verwendet.

Der volkstümliche Name lautet daher auch Teufels-Lichtnelke oder Hexen-Lichtnelke. Ein anderer Grund der Namensgebung geht tatsächlich auf den Kuckuck zurück, da die Blütezeit mit dem Ruf des Kuckucks zusammenfällt, wenn dieser aus seinem Winterquartier zurückkehrt. Die Pflanze ist oft mit einer schaumigen Substanz überzogen, die als Kuckucksspuke bezeichnet wird. Tatsächlich handelt es sich jedoch um Schaumnester der Zikaden, in denen die Larven heranwachsen.

Der Gattungsname „Lynchis“ geht zurück auf die griechische Sprache und bedeutet Lampe. Er steht für die leuchtend rosa-rote Blütenfarbe. Es handelt sich um eine kurzlebige, aber ausdauernde krautartige Halbrosettenpflanze, die eine Wuchshöhe von 30 bis 90 Zentimetern erreichen kann. In der Blütezeit von Mai bis Juli tragen die Stängel einen trugdoldigen Blütenstand mit überwiegend zwittrigen Blüten. Es kommen jedoch auch rein männliche und weibliche Pflanzenexemplare vor. Die Blüten erreichen eine Größe von vier Zentimetern und sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle ausgebildet.

Die Blüten stehen in lockerer Trugdolde. Die Kelch- und Kronblätter blühen meistens rosa-rot, es kommen jedoch auch weiße Blütenexemplare vor. Die acht Millimeter großen Kapselfrüchte tragen ein Millimeter große Samen. Bei aufziehendem Sturm schließt die Kuckucksblume ihre Blüten. Die Fruchtreife erfolgt von Juli bis Oktober. Vegetativ vermehrt sich die Lichtnelke durch Ausläufer, weshalb es unter den richtigen Lebensbedingungen zu größeren Pflanzenansammlungen kommen kann.

Wirkung & Anwendung

Die Kuckucks-Lichtnelke wirkt antibakteriell, antimikrobiell und immunmodulierend. Ihre Blüten verzeichnen ein süßes Aroma, die Blätter schmecken leicht seifig und herb. Aufgrund ihrer schönen rosa-roten Blüten wird sie gerne als Salatbereicherung oder Verzierung von belegten Brötchen und anderen Lebensmitteln verwendet. In der Pflanzenheilkunde spielt das Nelkengewächs keine große Rolle mehr. Es wird häufig gegen Grützbeutel und Weichteiltumore eingesetzt, aber nur dann, wenn keine andere Heilpflanze zur Verfügung steht.

Grützbeutel ist der umgangssprachliche für Atherom, bei dem es sich um einen mit Flüssigkeit gefüllten zystenartigen Hohlraum handelt. Verwendung finden hauptsächlich die Samen, die als Tinktur angereichert auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Als Inhaltsstoff wirken Saponine. Bei Imkern ist Silene flos-cuculi sehr beliebt, da sie ein reiches Angebot an Pollen und Nektar bietet. Aus diesem Grund wird die auffällige Pflanze häufig auf extra für Bienen angelegten Wiesen kultiviert.

Sie eignet sich sowohl für Honigbienen, als auch für Wildbienen und Hummeln. So wird die Kuckucks-Lichtnelke auch als wichtige Nutzpflanze eingestuft, die dabei behilflich ist, die Bestäubungsleistung der Bienen, die ihrerseits wichtige Nutztiere sind, auf hohem Niveau zu halten. Die Sammelzeit ist im Frühjahr und Spätherbst.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Als Blüten-Essenz verwendet gibt die rosa-rote Pflanze Kraft, fördert den Fluss der Lebensenergie und wirkt gegen Vergiftungen, womit allerdings nicht die toxischen Zustände im eigentlichen Sinne des Wortes gemeint sind, sondern alle negative Einflüsse, die sich auf Seele und Körper auswirken. Die Essenz der Kuckucks-Lichtnelke hilft, diese negativen Blockaden zu lösen und zu neuer Lebenskraft zu kommen.

Die Blüten-Essenzen sind als Bachblüten unter dem englischen Namen Ragged Robin in Apotheken und Onlineshops erhältlich. Viele Onlineshops haben sich auf Heilpflanzen spezialisiert und bieten Mischungen diverser Kräuter als auch Einzelabfüllungen in pulverisierter Form an. Da die Kuckucks-Lichtnelke in der modernen Pflanzenheilkunde so gut wie keine Verwendung mehr findet und nur dann zum Einsatz kommt, wenn keine andere Heilpflanze zur Verfügung steht, finden interessierte Leser zu diesem Thema im Internet nicht viel.

Die Suchergebnisse der Seiten, die sich mit der Kuckucksblume im Sinne angewandter Kräuter- und Pflanzenheilkunde beschäftigen, wiederholen sich vielfach. Bei Hobby-Gärtnern ist das Nelkengewächs jedoch aufgrund seiner schönen Optik als Zierpflanze sehr beliebt. Eine Suchanfrage bietet viele Ergebnisse aus dem Botanikbereich. Pflanzenheilkundler aus dem Mittelalter schrieben der Pflanze eine Sternenkraft zu, mit Anteilen von Mars und Mond.

Sie ordneten der Pflanze jedoch ähnliche Heilkräfte zu wie die moderne Pflanzenkunde, und äußerten sich dahingehend, die Kuckuckslichtnelke sei ihrem Wesen nach zutiefst schöpferisch und breche verfestigte Strukturen schnell auf. Sie heile, was zerrissen ist und schütze vor disharmonischen Kräften. Saponine können die Schleimhäute reizen und Übelkeit verursachen.

Kräuterexperten raten daher von einer eigenverantwortlichen Verwendung der Pflanzenbestandteile ab. In veredelter Form der Blütenessenzen bestehen jedoch keine Bedenken, da das Endprodukt von den natürlichen Gift- und Schadstoffen der Pflanze befreit wurde.

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