Kreislaufprobleme bei Hitze: Tipps, die Ihnen helfen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Im Sommer ist es manchmal so heiß, dass Menschen eines jeden Alters Kreislaufprobleme bekommen. Der Grund hierfür ist, dass der Körper, wenn er einer großen Hitze ausgesetzt wird, schnell Flüssigkeit verliert und droht auszutrocknen. Dabei gehen Mineralstoffe verloren, worauf der Körper mit Kreislaufproblemen reagiert, beispielsweise Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Doch es gibt Tipps, um Kreislaufprobleme bei Hitze in den Griff zu bekommen.

Inhaltsverzeichnis

Wenn die Hitze zu sehr belastet

Hitze und eine hohe Luftfeuchtigkeit lösen im Körper eine starke Belastung aus. Weitere Risikofaktoren sind eine ungeeignete Kleidung, ein Flüssigkeitsmangel und körperliche Aktivitäten. Übermäßige körperliche Aktivitäten sind bei sehr hohen Temperaturen eine große Belastung für das Herz und den Kreislauf. Daher sind Kreislaufprobleme bei Hitze keine Seltenheit.

Der Körper leidet bei hohen Temperaturen unter dem Flüssigkeitsverlust und Wärmestau. Insbesondere ältere Menschen, Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schwachen Venen sind gefährdet. Doch auch junge und gesunde Menschen sollten hohe Temperaturen nicht unterschätzen. Bei einer großen Hitze weiten sich die Blutgefäße, was zu den körperlichen Beschwerden führt.

Das Blut versackt in den Beinen, sodass das Gehirn weniger Sauerstoff erhält. Der Blutdruck kann nicht mehr aufrecht erhalten werden. Er fällt ab, wodurch es zu den Kreislaufproblemen kommt, beispielsweise Schwindelanfälle, Kopfschmerzen bis hin zu Ohnmachtsanfällen.

Ausreichend trinken & ausruhen

Um Kreislaufproblemen, die aus der Hitze resultieren können, vorzubeugen, sollten alle Aktivitäten im Freien gemieden werden. Es ist ratsam, sich einen Platz im Schatten zu suchen und auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten. Im Sommer sollten es täglich zwei bis drei Liter sein. Gut geeignet sind Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen.

Damit ist es möglich, den Flüssigkeitsverlust bei hohen Außentemperaturen auszugleichen und Kreislaufprobleme zu vermeiden. Auf Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol sollte verzichtet werden, denn diese Getränke belasten den Kreislauf zusätzlich. Nach dem Genuss von Alkohol weiten sich die Blutgefäße noch mehr, als es bei Hitze ohnehin schon der Fall ist. Dies bedeutet, dass dem Kreislauf noch geringere Mengen an Blut zur Verfügung stehen.

Der Körper verliert zudem mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe. Bei einer Antriebslosigkeit sind Wickel aus nassen, kühlenden Tüchern eine gute Möglichkeit, um die Körpertemperatur wieder zu senken. Der Körper sollte jedoch nicht vollständig abgedeckt werden, da die Luft sonst nicht mehr zur Abkühlung beiträgt.

Bei Kreislaufproblemen ist es auch hilfreich, die Beine hochzulegen oder das Gesicht und den Körper mit kaltem Wasser zu besprühen, denn der Kreislauf wird dadurch wieder angekurbelt.

Auf den Flüssigkeitshaushalt achten

Ein ausgeglichener Wasserhaushalt ist bei Hitze die wichtigste Voraussetzung, damit der gesamte Körper funktionieren kann, denn Wasser ist der Hauptbestandteil von allen Zellen und Körperflüssigkeiten. Es fungiert als Transport- und Kühlmittel, schützt vor einer Verdunstung und Überhitzung und beugt somit Kreislaufbeschwerden vor.

Ein Flüssigkeitsverlust kann innerhalb weniger Tage zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen, beispielsweise Schwindel, Schwäche, Bluteindickung bis hin zur Bewusstlosigkeit. Dem Körper gelingt es mit einem anhaltenden Wassermangel nicht mehr, die harnpflichtigen Substanzen aus dem Körper ausreichend auszuscheiden. Daraus resultieren ein Versagen des Kreislaufs und der Nieren.

Wenn der Körper ein Durstgefühl verspürt, weist dies darauf hin, dass bereits ein Flüssigkeitsmangel vorliegt. Schwitzen, eine körperliche Aktivität, trockene Luft, Fieber und Durchfall erhöhen den Flüssigkeitsbedarf. Um einer Austrocknung (Dehydration) vorzubeugen, ist es wichtig, ausreichend zu trinken.

Zu den Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels gehören eine Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, eine steigende Körpertemperatur, Verstopfung und eine schlaffe Haut. Es ist wichtig, dass über den Tag verteilt regelmäßig getrunken und der entstandene Flüssigkeitsverlust nicht erst am Abend ausgeglichen wird.

Wechselduschen & Fußbäder können helfen

Wird es an heißen Tagen unerträglich, können Fußbäder mit kaltem Wasser eine gute Hilfe sein, den Kreislauf zu stärken. Nachdem die Füße in das kalte Fußbad gestellt wurden, wird mit der Zeit spürbar, wie der Körper langsam abkühlt, was gleichzeitig auch das Wohlbefinden verbessert.

Die Füße sollten 10 bis 20 Minuten im kalten Wasser gelassen werden. Der Effekt kann noch verstärkt werden, wenn neben den Füßen ebenso die Unterschenkel mit dem kalten Wasser bedeckt sind. Es muss natürlich auf einen geeigneten Platz geachtet werden, damit die Sonne das Wasser nicht zu schnell erwärmt und sich dadurch kein Abkühlungseffekt einstellt. Menschen mit einem schwachen Herz-Kreislauf-System sollten langsam und mit etwas weniger kaltem Wasser beginnen.

Wechselduschen regen die Durchblutung an und beugen somit ebenso Kreislaufproblemen vor. Hierbei muss nicht unbedingt der komplette Körper abgeduscht werden. Oftmals genügt es bereits, wenn die Oberarme mit dem Wasser abgesprüht werden, im Wechsel zwischen kalt und warm. Zum Schluss sollte das Wasser kalt sein.

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Auf die Signale des Körpers hören

Bei Hitze gilt es, Überanstrengungen zu vermeiden und den Kreislauf durch körperliche Tätigkeiten oder Sport nicht zusätzlich zu belasten. Mit zunehmenden Temperaturen erhöht sich das Risiko für einen Kreislaufkollaps und Sonnenstich. Daher ist es empfehlenswert, sich der Hitze nicht zu stark auszusetzen.

Wichtig ist es auch, dass auf die Signale, die der Körper gibt, gehört wird. Bei einem trockenen Mund, einer Schlappheit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen oder Krämpfen in den Armen oder Beinen ist es allerhöchste Zeit, in den Schatten oder einen abgedunkelten Raum zu gehen, sich hinzulegen, die Beine hoch zu legen und Wasser zu trinken. Verbessert sich der Zustand nicht, muss ein Arzt verständigt werden.

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