Krebsvorsorge

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. September 2017
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Die Krebserkrankungen haben leider trotz modernster medizinischer Behandlungsmethoden ihren Schrecken noch nicht verloren. Mit einer regelmäßigen Inanspruchnahme der effektiven Methoden der Krebsvorsorge lassen sich die Heilungschancen ganz maßgeblich verbessern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Krebsvorsorge?

Die Zielstellung der Krebsvorsorge beinhaltet hauptsächlich die frühzeitige Erkennung von Tumoren der verschiedensten Organe. Nicht bei jeder Krebsart muss eine Krebsvorsorge erfolgen. Bei den bösartigen Tumoren mit einer erkannten Metastasenbildung ist eine Krebsvorsorge unter Umständen jedoch lebensrettend und lebensverlängernd.

Die Krebsprophylaxe basiert im deutschen Gesundheitssystem auf einheitlichen Richtlinien, um eine möglichst hohe Qualität der Verfahren zu garantieren. Darüber hinaus ist eine Krebsvorsorge mit den unterschiedlichsten Verfahren ab einem gewissen Lebensalter sogar kostenfrei realisierbar, sodass spezielle Risikogruppen davon profitiert können. Die durchgeführten medizinischen Untersuchungen begünstigen eine Krebsvorsorge bei Frauen und Männern.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Zielstellung der Krebsvorsorge beinhaltet hauptsächlich die frühzeitige Erkennung von Tumoren der verschiedensten Organe. Die Mammographie ist eine Untersuchung der Krebsvorsorge.

Die Krebsvorsorge bezieht sich ausschließlich auf die Tumorerkrankungen, welche im Dickdarm, der Haut oder in der Brust entstehen können. Einige Verfahren gewährleisten zudem eine Krebsprophylaxe in Bezug auf Lungenkarzinome.

Die einzelnen medizinisch-technischen Verfahren zur Vorsorge umfassen die Darmspiegelung oder Koloskopie und die Mammografie. Das Brustscreening ist bei Frauen eine bewährte Methode, um Brustkrebs so frühzeitig wie möglich festzustellen. Nicht nur die technischen, bildgebenden Verfahren, sondern auch labortechnische und klinische Untersuchungen sind bei einer Krebsvorsorge sinnvoll.

Klare Hinweise bieten bei der Krebsprophylaxe von Dickdarmkrebs die Labortests von Stuhl auf das Vorhandensein von okkultem Blut. Auch die Palpationen (Abtastungen) im Dickdarm bei der Krebsvorsorge beim Kolonkarzinom sind signifikant. Des Weiteren ist die Aussagefähigkeit von Tastverfahren durch einen Urologen in Bezug auf einen Verdacht auf Prostatakrebs innerhalb der Vorsorgemaßnahmen äußerst bedeutsam.

Die Krebsvorsorge bei Frauen wird außerdem auf die vom Gynäkologen durchgeführten Abstriche der Gebärmutterschleimhaut erweitert. Diese Krebsprophylaxe umfasst eine ergänzende Abtastung der äußeren und inneren weiblichen Geschlechtsorgane, um einen Krebs des Muttermundes, der Eierstöcke oder der Gebärmutter zeitig diagnostizieren zu können. In einem Abstrichpräparat lassen sich unter dem Mikroskop spezielle Zellverbände oder einzelne Zellen erkennen, welche für ein Tumorwachstum charakteristisch sind. Die Krebsvorsorge bezieht sich somit auf die Haut, die Prostata und die weiblichen Geschlechtsorgane, die Brüste und den Darm.

Das Mammografie-Screening wird schon von vielen Frauen wahrgenommen, welche in der ab 50-Risikogruppe aufgenommen sind und kann eine Darstellung von Brustkrebs erzielen. Diese Vorgehensweise wird durch spezifischere Ultraschallaufnahmen und eine weiterführende Gewebebiopsie der Brust als Vorsorgetherapie differentialdiagnostisch erweitert. Die Mammografie ist ein relativ effizientes und fast schmerzloses Verfahren, bei dem die Brust auf ein bestimmtes Volumen zusammengedrückt und durchleuchtet wird.

Bei der Mammografie handelt es sich um ein radiologisches Verfahren. Sie wird nicht nur bei Frauen als Krebsvorsorge eingeräumt. Auch Männer können mit einer Untersuchung durch die Mammografie behandelt werden. Weiterführende Technologien sind die sogenannte Tomosynthese und die Mammografie auf der Basis des Magnetresonanzprinzips.

Bei einer Darmspiegelung trägt einer Weiterentwicklung der üblichen Verfahrensweise dazu bei, dass noch eindeutigere Hinweise auf Darmkrebs erfasst werden können und die Belastung der Risikogruppen bei dieser Krebsvorsorge nicht mehr so hoch ist. Durch das Einführen eines Endoskops in den Dickdarm können unmittelbar vorhandene Geschwulstbildungen bei der Krebsvorsorge erkannt werden. Schon auffällige Zellstrukturen wie die häufig krebsauslösenden Dickdarmpolypen, können bei einer Darmspiegelung visuell festgestellt werden.

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Risiken & Gefahren

Alle bei der Krebsvorsorge angewendeten Eingriffe und Technologien sind zuvor in jahrelangen Tests auf ihre Nebenwirkungen und Risiken hin geprüft worden. Bei allen Verfahren können sich die Risikopatientinnen und -patienten auf eine gute Verträglichkeit und eine entsprechende Sicherheit verlassen.

Nach einer Gegenüberstellung von Nutzen und Risiken können trotz einzelner unangenehmer Vorbereitungen (wie bei der Darmspiegelung) die Untersuchungen der Krebsvorsorge mit ruhigem Gewissen in Anspruch genommen werden. Bei den hohen Chancen einer Früherkennung von Krebs nehmen die Untersuchungswilligen bestehende Unannehmlichkeiten gern in Kauf.

Darüber hinaus sind fast alle Techniken zur Krebsvorsorge schmerzfrei. Als problematisch erweisen sich lediglich die psychischen Belastungen, die jeder Mensch im Rahmen einer Krebsvorsorge individuell anders erträgt oder wahrnimmt.

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Quellen

  • Pfeifer, B., Preiß, J., Unger, C. (Hrsg.): Onkologie integrativ. Urban & Fischer, München 2006
  • Sauer, R.: Strahlentherapie und Onkologie. Urban & Fischer, München 2009
  • Seeber, S.: Therapiekonzepte Onkologie. Springer, Berlin 2007

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