Kraut der Unsterblichkeit

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 31. Januar 2017
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Das Kraut der Unsterblichkeit heißt mit botanischem Namen Gynostemma pentaphyllum und wird auch als Jiaogulan bezeichnet. Es handelt sich um eine asiatische Heilpflanze, die zur Familie der Kürbisgewächse zählt. In Asien wird das Kraut der Unsterblichkeit seit mehreren Jahrhunderten aufgrund seiner heilenden Eigenschaften eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Kraut der Unsterblichkeit

Das Kraut der Unsterblichkeit ist eine meist einjährige Pflanzenart, die Wuchshöhen von drei bis neun Metern erreichen kann. Dabei bilden sich Wurzelknollen als Überdauerungsorgane der Pflanze. Zudem entstehen ausgehend von den Wurzeln weit verzweigte Ranken, an denen fünffingrige Blätter wachsen. Daher wird das Kraut der Unsterblichkeit auch Fünf-Blatt-Ginseng genannt. Die Blüten der Pflanze sind klein und von gelbgrüner Farbe.

Sie sind zweigeschlechtig und bilden schwarze bis grünliche Beerenfrüchte aus. Diese können Durchmesser von bis zu acht Millimetern erreichen, sind aus medizinischer Sicht jedoch nicht relevant. Das Kraut der Unsterblichkeit stammt ursprünglich aus Asien, insbesondere China, Japan, Thailand, Indien und Korea. Die Pflanze bevorzugt ein feuchtwarmes Klima und kann in Höhen von bis zu 3000 Metern gedeihen.

Wirkung & Anwendung

Das Kraut der Unsterblichkeit wird in Asien bereits seit mehreren Jahrhunderten als vielseitige Heilpflanze geschätzt. Verantwortlich für die heilende Wirkung der Pflanze sind ihre wertvollen Inhaltsstoffe, etwa die Substanz Ginsenosid, hochwertige Saponine sowie diverse Gypenoside und Gynosaponine. Zudem enthält das Kraut der Unsterblichkeit zahlreiche Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiße. Um die heilenden Eigenschaften der Pflanze zu nutzen, wird sie meist als Blattgemüse verspeist oder als Tee getrunken.

Für die Zubereitung eines Tees werden die Blätter des Krauts oft in Kugelform gepresst. Eine Kugel ist dabei ausreichend für zwei Tassen Tee. Die getrockneten Kügelchen werden mit kochend heißem Wasser übergossen und circa zehn Minuten ziehen gelassen. Im Anschluss wird der Tee abgeseiht und kann nach kurzem Abkühlen in kleinen Schlucken getrunken werden.

Grundsätzlich lässt sich der Tee sowohl aus frischen als auch aus getrockneten Blättern des Krauts der Unsterblichkeit zubereiten. Der Tee ähnelt in seinem Geschmack Grünem Tee und hat zudem ein süßliches und dezent grasiges Aroma. Pro Tag sollten drei Tassen des Tees eingenommen werden. Um den Tee geschmacklich zu verfeinern, kann ein kleines Stück Ingwer mit in den heißen Sud gegeben werden.

Beim Kraut der Unsterblichkeit handelt sich um eine asiatische Heilpflanze, die zur Familie der Kürbisgewächse zählt.

Das leicht scharfe Aroma harmoniert mit dem des Krauts der Unsterblichkeit.

Wer seinen Tee leicht süßen möchte, greift dafür am besten zu naturbelassenem Honig aus biologischer Herkunft. Zudem kann das Kraut der Unsterblichkeit auch in der Küche zum Einsatz kommen. Hier empfiehlt sich der Verzehr der frischen Blätter der Pflanze. Vor allem die jungen und besonders zarten Triebe sind schmackhaft und spenden Energie. Sie können in rohem Zustand gegessen oder in Salaten und Dips verarbeitet werden. Außerdem kann das Kraut der Unsterblichkeit gekocht werden, etwa zu Mischgemüse.

Es ähnelt dann in Konsistenz und Geschmack dem Spinat. Eine weitere Möglichkeit zur Einnahme des Krauts der Unsterblichkeit stellen Fertigpräparate dar. So sind zum Beispiel Kapseln oder das Pulver der Pflanze erhältlich. Grundsätzlich empfiehlt es sich, nach sechs Wochen dauerhafter Einnahme des Krauts der Unsterblichkeit eine Pause einzulegen, damit sich kein Gewöhnungseffekt einstellt.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Das Kraut der Unsterblichkeit findet bereits seit langer Zeit in der Chinesischen Medizin Verwendung. Es wird vermutet, dass das Gewächs wesentlich zum hohen Lebensalter der Bevölkerung in den südlichen Provinzen Chinas beiträgt. Die Menschen in diesen Regionen erreichen oft ein Alter von mehr als 100 Jahren. Hier wird die Heilpflanze zur Entgiftung und zur Regulation des Stoffwechsels eingesetzt.

Auch zur Kräftigung und Therapie von Hepatitis und Blutvergiftung kommt das Kraut der Unsterblichkeit zum Einsatz und ist der Wirkung des Ginsengs sehr ähnlich. Die in der Pflanze enthaltenen Glykoside besitzen starke Ähnlichkeit zu denen der Ginsengwurzel. Doch der Gehalt an Glykosiden im Kraut der Unsterblichkeit ist sogar deutlich höher als im Ginseng.

Aufgrund der ausgleichenden Wirkung der Pflanze kann das Kraut der Unsterblichkeit sowohl bei hohem als auch bei niedrigem Blutdruck zum Einsatz kommen. Die Wirkung kann je nach Ausgangszustand beruhigend oder anregend sein. Darüber hinaus wird das Kraut der Unsterblichkeit auch im Rahmen von Krebserkrankungen angewendet, wobei wissenschaftliche Forschungsergebnisse noch ausstehen.

Grundsätzlich wird eine Einnahme des Krauts der Unsterblichkeit begleitend zur Chemo- oder Strahlentherapie diskutiert. Prinzipiell kann das Kraut der Unsterblichkeit zur Prävention von Tumorerkrankungen zum Einsatz kommen. Auch im Hinblick auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, insbesondere bei Herzinfarkt und Schlaganfall, wird dem Kraut der Unsterblichkeit eine vorbeugende Wirkung nachgesagt.

Verantwortlich dafür sind in erster Linie die durchblutungsfördernden Eigenschaften der Pflanze. Auch werden bereits geschädigte Blutgefäße zur Regeneration angeregt. Darüber hinaus können die Gehirnleistung gesteigert und erhöhte Blutfettwerte gesenkt werden. Denn die Heilpflanze reduziert das vermutlich schädliche LDL-Cholesterin im Blut.

Auch kann das Kraut der Unsterblichkeit bei Schwäche der Leber, Arterienverkalkung und Bronchitis sowie bei Stress und Schlaflosigkeit eingesetzt werden. Ebenso soll sich die Pflanze förderlich auf Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, etwa Bauchschmerzen und Durchfall, auswirken. Das Kraut der Unsterblichkeit kann auch bei Vergesslichkeit und genereller Nervosität Linderung verschaffen.

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