Kornelkirsche

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Die Kornelkirsche ist eine sehr bekannte Frucht, der heilende Kräfte nachgesagt werden. Eine Ähnlichkeit mit der Sauerkirsche ist vorhanden, aber dennoch sind diese beiden Pflanzen von Grund auf verschieden. Auf vielfältige Weise wird die Kornelkirsche in Küche und Heilmedizin angewendet.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Kornelkirsche

Die Kornelkirsche ist im Volksmund auch unter dem Namen Herlitze, Dürlitze oder Gelber Hartriegel bekannt. Die Kornelkirsche gehört zur Pflanzengattung der Hartriegel. Hartriegel sind vor allem Sträucher und kleine Bäume. Ursprünglich war die Dürlitze im Kaukasus beheimatet. Heute findet man die Kornelkirsche in Südeuropa und Mitteleuropa. Die Bestände der Kornelkirsche sind sehr rar, da das Holz dieser Hartiegelart sehr begehrt ist.

Die Kornelkirsche ist ein Kalk liebender Strauch, der sehr viel Wärme benötigt und deshalb auf sonnigen Hängen und an Waldrändern und lichten Hängen gut gedeiht. Mit einer Wuchshöhe zwischen sechs und acht Metern ist der mehrstämmige Strauch relativ groß. Der Stamm ist von einer gelbgrauen Rinde umzogen, die dünne Schuppen bildet. Die Blätter sind eiförmig, leicht behaart und färben sich im Herbst gelb bis Orange.

Im Frühling erblühen die sich schon im Herbst gebildeten Knospen in goldgelber Pracht. Die Früchte, die daraus entstehen, sind glänzend rot und bis zu zwei Zentimeter lang. Der Steinkern ist von rotem Fruchtfleisch umgeben und der Geschmack der Frucht ist säuerlich.

Wirkung & Anwendung

Die Reifen Früchte der Kornelkirsche werden zwischen Ende August und Anfang Oktober geerntet und finden in verschiedenen Bereichen vielfältige Verwendung. Nicht nur der hohe Zuckergehalt der Früchte hat eine große Bedeutung. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Herlitze sind Vitamin C und Vitamin B, sowie Kalium, Kalzium und Magnesium. Schon Hildegard von Bingen wusste die Kornelkirsche als medizinisches Heilmittel zu schätzen.

Bei Problemen im Magen- und Darmbereich wird die Wirkung der Kornelkirsche sehr geschätzt. Bei Durchfall und Entzündungen wirkt sie ebenfalls positiv auf den menschlichen Organismus. Hierzu wird ein Teil der Rinde des Strauchs mit kochendem Wasser übergossen. Der Sud wird nach einer Ziehzeit von zehn Minuten getrunken. Eine entzündungshemmende Wirkung auf die Schleimhäute und Gefäße wird ausgeübt. Der Aufguss aus der Rinde wirkt vor allem bei Durchfall stopfend.

Sind Schleimhäute entzündet oder verletzt beschleunigt eine Einnahme von Kornelkirsche die Heilung. Bei Leiden an den Krampfadern wirkt die Herlitze unterstützend. Die Rinde und die Blätter der Kornelkirsche werden auch häufig als Mittel gegen Gicht eingesetzt. Ein Bad in den Teilen des Strauches erzielt eine angenehme und lindernde Wirkung auf den Körper. Bei Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), das heißt, dass das Klebereiweiß Gluten nicht im Körper verträglich ist, hilft eine Langzeittherapie mit der Kornelkirsche.

Die Kornelkirsche gehört zur Pflanzengattung der Hartriegel. Hartriegel sind vor allem Sträucher und kleine Bäume.

Täglich sollen mehrere Portionen der Frucht in jedem möglichen Zustand zu sich genommen werden. Ein endgültiger Therapieerfolg ist noch nicht bewiesen. Mit dieser Therapie werden vorwiegend die durch Zöliakie entstehenden Durchfälle behandelt. Die Blätter wirken blutstillend. Aus Kornelkirschen hergestellter Saft wird bei Fastenkuren getrunken und er hilft beim Spülen der Nieren. Bei Inkontinenz wird die Blase gestärkt und der Saft hat eine unterstützende Wirkung auf die männliche Prostata.

Gegen Fieber und Kopfschmerzen wird ein Tee oder ein Fruchtsaft, die aus der Rinde des Strauches hergestellt werden, getrunken. Das enthaltene Anthocyan, ein zu den sekundären Pflanzenstoffen zählender Inhaltsstoff, ist nicht nur für die Farbgebung der Früchte verantwortlich. Es wirkt wie die Antioxidantien und schützen daher die Fette in unserem Körper vor dauerhaften Schäden.

Innerlich angewendet soll ein aus dem Holz destilliertes Öl gegen Krebs vorbeugen. Eine eindeutige Wirkung ist nicht nachgewiesen. Aber nicht nur in der Heilmedizin wird die Herlitze verwendet. Das Kornelkirschenwasser ist seit jeher in der Herstellung bekannt. Vor allem in Österreich hat die Tradition der Herstellung eine große Bedeutung. Bekannt ist der Obstbrand unter dem Namen Dirndlbrand.

Aber nicht nur als alkoholisches Getränk findet die Herlitze Einsatz in der Küche. Frische und auch getrocknete Früchte der Kornelkirsche werden für Suppen und Desserts verwendet. Als Beilagen zu Gerichten mit Lammfleisch oder Reis harmoniert die Kornelkirsche und als Marmelade zubereitet, findet sie heute den größten Absatz.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Auch wenn die Kornelkirsche nicht mit einer harmlosen Sauerkirsche verglichen werden kann, so ist eine Verwechslung mit dem roten Hartriegel sehr gefährlich. Die Früchte des roten Hartriegels sind ungenießbar und giftig. Sie können Beschwerden im Magen- und Darmtrakt hervorrufen. Erkennbar ist der rote Hartriegel an den weißen Blüten und den blauschwarzen Früchten. Bei echten Kennern der Kornelkirsche ist eine Verwechslung eher gering, aber nicht auszuschließen.

Durch den hohen Vitamingehalt in den Früchten wird die Kornelkirsche auch vorbeugend eingenommen. Sie ist auch Bestandteil einiger Fruchttees. Die Herlitze gewinnt aufs Neue wieder an Bedeutung in der heutigen Gesellschaft. Nicht nur die Sträucher, sondern auch Marmeladen und die frisch geernteten Früchte sind in dementsprechenden Märkten frei verkäuflich. Da die Früchte auch in ihrem rohen Zustand gegessen werden können, ist sie eine sehr vielfältige Pflanze.

Bei unklaren Beschwerden, oder solchen, die nicht abklingen, ist eine Beratung durch einen erfahrenen Apotheker oder einen Arzt nicht umgänglich. Vor einem Verzehr sollten Sie außerdem sicher sein, dass es sich ausschließlich um die Früchte der Kornelkirsche handelt.

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