Kornblume

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Körperliche Beschwerden lassen sich nicht nur durch Medikamente aus der Schulmedizin behandeln. Es existieren auch zahlreiche pflanzliche Mittel, die dazu in der Lage sind, Schmerzen und Erkrankungen bis auf einen bestimmten Grad abklingen zu lassen. Zu diesen gehört unter anderem die Kornblume.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Kornblume

Früher war die Kornblume als Unkraut auf Äckern bekannt geworden. Dementsprechend wurde sie wie ein Schädling behandelt und so lange bekämpft, bis sie unter Naturschutz fiel. Der Name Kornblume rührt daher, dass die Pflanze sich insbesondere auf Ländern verbreitet hatte, auf denen Korn angesät worden war. Heutzutage kann die Kornblume in normalen Gärten gefunden werden, weil zahlreiche Gartenbesitzer danach streben, das Aussterben der Pflanze zu verhindern.

Weil die Kornblume unter Naturschutz steht, ist das Sammeln der Blume zudem nicht erlaubt. Bereits Hippokrates kannte die Wirkung der Pflanze und setzte sie für bestimmte Zwecke ein. Der lateinische Name der Pflanze lautet Centaurea, eine Bezeichnung, die der griechische Arzt dem Gewächs verlieh. Die Blüten der Kornblume weisen einen hellen Blauton auf. Früher wurde angenommen, dass die Pflanze sich positiv auf die Sehkraft auswirkt, vor allem bei blauen Augen.

Im Laufe ihres Lebens kann sie etwa 30 bis 80 Zentimeter hoch werden. Die Stängel sind grau, mit weichen Haaren überzogen und schmalen Blättern. Weitere Züchtungen haben Arten ergeben, bei denen die Kornblume weiße oder rosa Blüten hervorbringt. Die Pflanze bevorzugt sandige und kalkarme Böden. Insgesamt kann die Kornblume in Europa gefunden werden. Sie blüht in der Zeit zwischen Mai und Oktober.

Wirkung & Anwendung

Ausschlaggebend für die heilende Wirkung der Kornblume sind ihre Inhaltsstoffe. Bei diesen handelt es sich um Anthocyane, Bitterstoffe, Blauer Farbstoff, Centaurocyanin, Flavonglykoside, Gerbstoff, Glykosid, Harz, Salizylsäure, Salze, Schleim, Succinylcanin und Wachs. Zum einen existieren Produkte, in denen einige der Inhaltsstoffe bereits enthalten sind, zum anderen kann aus den getrockneten Bestandteilen ein Tee gekocht werden.

Dabei sollten die Pflanzen nicht selbstständig gepflückt werden. Für einen Tee wird etwa ein Esslöffel der Blüten verwendet. Die geriebenen Bestandteile können mit etwa 250 Milliliter heißem Wasser übergossen werden. Anschließend muss die Flüssigkeit mindestens 10 Minuten ziehen, bevor die restlichen Blüten entfernt werden können. Um den Appetit sowie die Verdauung anzuregen, empfiehlt es sich, vor jeder Mahlzeit eine Tasse zu trinken. In den meisten Fällen wird die Kornblume Teemischungen jedoch nur hinzugefügt. Äußerlich kann die Kornblume in Form von Umschlägen und Bädern angewendet werden. Zunächst wird aus der Pflanze ein Tee zubereitet.

Weil die Kornblume unter Naturschutz steht, ist das Sammeln der Blume zudem nicht erlaubt.

Sitzbäder helfen bei juckender Haut und Irritationen sowie bei Ödemen im Bereich der Füße. Kompressen hingegen kommen vor allem bei geschwollenen Augen zum Einsatz. Der Tee sollte zunächst abgekühlt werden, bevor er mit der Haut in Berührung gerät. Weitere Anwendungsmöglichkeiten finden sich in Tinkturen, Wein, Gesichtswasser oder einem Brei. Für Mundwasser und zur Stärkung gegen Fieber wird eine Flasche Wein mit den Blüten der Kornblume aufgekocht.

Die Bestandteile können vor dem Trinken entfernt werden. Bei Salaten hingegen werden die Blüten teilweise mitgegessen. Hier sorgen sie nicht nur für eine zierliche Dekoration, sondern wirken gleichzeitig anregend auf die Verdauung. Zur Linderung von Wunden und Geschwüren können die frischen Blüten zu einem Brei verarbeitet werden. Dazu wird die Pflanze so lange zerstampft, bis sich eine dickflüssige Konsistenz ergibt. Die Paste lässt sich schließlich auf die betroffenen Hautareale auftragen.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Hauptanwendungen der Kornblume liegen bei Verdauungsbeschwerden, Augenkrankheiten und Problemen der Haut. Aufgrund der Bitterstoffe wird die Arbeit von Magen und Darm stimuliert. Auf diese Weise ist es möglich, Darmbeschwerden zu regulieren und den Appetit anzuregen. Des Weiteren eignet sich die Kornblume für Verstopfungen, Verdauungsstörungen und Beschwerden der Galle.

Augenentzündungen, Bindehautentzündungen sowie schlecht verheilende Wunden gehören ebenfalls ins Wirkungsspektrum der Pflanze. Äußerlich angewendet kommt sie bei Ödemen, Quetschungen, Juckreiz, Kopfschuppen oder Spinnenbissen zum Einsatz. Dabei können die Inhaltsstoffe der Kornblume zum einen behandelnd wirken, zum anderen präventiv. Hauptsächlich wird die Pflanze jedoch für therapeutische Maßnahmen eingesetzt.

Menschen, die vermehrt unter Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit leiden, können durch eine regelmäßige Einnahme die auftretenden Störungen jedoch regulieren, bevor sich Symptome äußern. Die Kornblume gilt allgemein als gut verträglich. Dennoch kann eine allergische Reaktion nicht ausgeschlossen werden, sie tritt jedoch in nur wenigen Fällen auf. Des Weiteren wird Schwangeren und stillenden Müttern davon abgeraten, die Wirkstoffe der Kornblume aufzunehmen.

Ansonsten konnten bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten festgestellt werden. Im Zweifelsfall ist es jedoch ratsam, die Behandlung zunächst mit einem Arzt oder Apotheker zu besprechen. Abseits von seltenen Überempfindlichkeitsreaktionen existieren keine weiteren Nebenwirkungen. Dementsprechend eignen sich die verschiedenen Bestandteile der Pflanze als ein mildes Mittel, um Darm und Verdauung in Schwung zu bringen, Hautirritationen zu beruhigen oder Erkrankungen der Augen zu mildern.

Während Medikamente der Schulmedizin häufig von unerwünschten Effekten begleitet werden oder sich nicht mit der Einnahme anderer Mittel vereinbaren lassen, kann die Kornblume hier profitieren. Wer die Pflanze in seinem Garten anbringen möchte, sollte zu Samen der blauen Art greifen. Kornblumen mit weißen oder rosa Blüten stellen oft nur Zierblumen ohne medizinische Wirkung dar. Frei wachsend ist das Sammeln der Pflanze untersagt.

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