Kontaktlinsenreiniger

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Kontaktlinsenreinger wird, wie der Name es bereits andeutet, zur Reinigung und Pflege von Kontaktlinsen verwendet.

Da es verschiedenste Arten von Kontaktlinsen gibt, gibt es mittlerweile auch zahlreiche unterschiedliche Reinigungsarten, bei denen Linse und Reiniger aufeinander abgestimmt sind.

Zudem gibt es den Reiniger heute in vielen verschiedenen Füllgrößen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Kontaktlinsenreiniger?

Kontaktlinsenreiniger wird zur Reinigung und zur Pflege von Kontaktlinsen benötigt. Da es Kontaktlinsen heute in den unterschiedlichsten Variationen gibt, ist auch die Auswahl an unterschiedlichen Reinigertypen mittlerweile recht groß.

Die richtige Reinigungslösung sorgt dafür, dass die Kontaktlinsen vor und nach jedem Tragen gründlich von Bakterien, Schmutz und Ablagerungen befreit werden; und beugen so unter anderem Entzündungen, Reizungen und Erkrankungen der Augen vor.

Da der Kontaktlinsenreiniger je nach Zusammensetzung mit der Zeit allerdings seine Wirkungsintensität verlieren kann, raten die meisten Hersteller dazu, diesen nach dem Anbrechen der Verpackung binnen sechs Wochen aufzubrauchen oder spätestens dann zu ersetzen. Ausnahmen stellen Pflegesysteme in Tablettenform dar – auch diese werden aber in der Regel mit Reinigungs- und Pflegelösungen gemeinsam genutzt.

Formen, Arten & Typen

Da es heute nicht mehr nur weiche und harte Linsen, sondern auch Tageslinsen, Monatslinsen, Jahreslinsen und Dauerlinsen gibt, ist auch die Auswahl an angebotenen Reinigungslösungen mittlerweile groß. Es gibt spezielle Oberflächenreiniger für harte Kontaktlinsen, Reinigungslösungen für weiche Linsen und darüber hinaus unter anderem komfortable All-in-One-Systeme, reine Aufbewahrungslösungen (etwa Kochsalzlösung) und spezielle Enzymreiniger. All-in-One-Lösungen kommen heute beispielsweise bevorzugt bei Monats- oder Jahreslinsen zum Einsatz – wobei bei Jahres- und Dauerlinsen regelmäßig eine Enzymreinigung durchgeführt werden muss.

Hersteller empfehlen, dass diese gründliche Reinigung durchschnittlich einmal in der Woche vorgenommen werden sollte. Denn: Gewöhnliche Reinigungslösungen und All-in-One-Lösungen lösen zwar einen großen Teil der Ablagerungen und Bakterien von den Linsen, aber nicht alle. Sofern die Linsen nur einen kurzen Zeitraum getragen und dann ersetzt werden, stellt dies kein gesundheitliches Risiko dar. Bei Jahres- oder Dauerlinsen muss daher jedoch sorgfältig mit den Linsen umgegangen werden. Zudem beeinträchtigen hartnäckige Ablagerungen, wie sie in der Regel nach einer längeren Tragedauer entstehen würden, den Tragekomfort.

Aufbau & Funktionsweise

Die Reinigungslösungen sorgen dafür, dass die Kontaktlinsen vor und nach jedem Tragen gründlich von Bakterien, Schmutz und Ablagerungen befreit werden.

Während des Tragens der Kontaktlinsen bilden sich auf deren Oberfläche, unter anderem durch äußere Einflüsse, aber auch durch den Körper, verschiedenste Ablagerungen – etwa durch Schmutz, Staub, Schminke, Tränenflüssigkeit und Bakterien. Deshalb sollten die Linsen mindestens einmal täglich, aber auch vor jedem neuen Einsetzen, gereinigt werden.

Je nach vorliegender Lösung müssen die Linsen dazu kurz abgespült oder mehrere Stunden im Kontaktlinsenbehälter in diese eingelegt werden. Während dieser Zeit wirkt eine Zusammensetzung, die auf die Ansprüche der vorliegenden Kontaktlinse abgestimmt ist, gezielt auf möglichen Ablagerungen ein, indem sie sie löst, entfernt und Bakterien abtötet.

Zudem pflegen die Inhaltsstoffe der Reiniger auch die Oberfläche und das Material der Linse, sodass diese länger erhalten und angenehm zu tragen bleibt. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, auf das richtige Reinigungssystem zu setzen.

Weiche Linsen sind anders zusammengesetzt als harte Linsen. Demnach kann und darf ein Reiniger, der für weiche Linsen gedacht ist, nicht bei harten Linsen genutzt werden. Zudem muss beim Reiniger auch beachtet werden, ob dieser reizend für die Augen ist oder nicht. Ersteres ist vor allem bei sehr gründlichen und aggressiven Reinigern und Desinfektionssystemen der Fall. Wirklich starke Lösungen, wie sie etwa nach Entzündungen und Erkrankungen der Augen verwendet werden sollten, sind im Fachhandel beispielsweise gar nicht frei erhältlich. Entsprechende Reinigungen können demnach nur beim Optiker durchgeführt werden und nehmen mindestens einen Tag in Anspruch.

Im Handel erhältliche Lösungen reizen im schlechtesten Fall die Augen, wenn sie mit diesen in Berührung kommen. Das kann verhindert werden, indem die Lösung nach der Reinigung durch spezielle Tabletten neutralisiert wird. Eine andere Möglichkeit ist die, die Linsen vor dem Einsetzen mit einem Neutralisator oder einer anderen Lösung (etwa Kochsalzlösung) gründlich abzuspülen. Auch hier kommt es allerdings auf den Reiniger an: Manche Lösungen müssen neutralisiert werden, bei anderen genügt es, die Linse vor dem Einsetzen mit Kochsalzlösung abzuspülen.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Kontaktlinsenreiniger entfernen Ablagerungen und vermeiden so, dass sich Bakterien und Keime auf den Oberflächen der Linsen ausbreiten können – und so beim Einsetzen an das Auge gelangen. Monatslinsen oder teilweise auch Jahreslinsen sollten komplett ersetzt werden, wenn sich auf diesen Bakterien gebildet oder gesammelt haben.

Ein weiterer Nutzen der Reinigung der Linsen ist der Erhalt des Tragekomforts und der freien Sicht. Ablagerungen, wie sie im Laufe des Tragens entstehen, würden bereits nach wenigen Tagen mehr und mehr die Sicht und das Tragegefühl beeinträchtigen. Und: Ablagerungen können auf Dauer die Oberfläche des Auges reizen oder sogar beschädigen. Auch deshalb ist eine regelmäßige Reinigung oder ein Ersetzen der Linse, falls diese zu stark verschmutzt oder beschädigt ist, unerlässlich.

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