Kohlrabi

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Kohlrabi ist ein auch unter den Namen Rübkohl oder Oberkohlrabi bekanntes Gemüse. Er gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eine zweijährige Pflanze. Erst im zweiten Jahr entwickelt sich die Knolle, die über dem Boden wächst und bis zu einer Größe von 20 Zentimetern wachsen kann.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Kohlrabi wissen

Vom Kohlrabi werden hauptsächlich die weißlich-grünlichen Knollen zum Verkauf angeboten. Es gibt aber auch bläuliche bis dunkelviolett farbige Sorten. In Bioläden oder bei besonders gut sortierten Gemüsegärtnern findet man ab und zu die farbigen Knollen.

Durch die Farbstoffe enthalten sie Anthocyane, das ist ein Farbstoff, der krebsvorbeugend wirken kann und auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senken kann. Von Mai bis Oktober hat inländischer Kohlrabi Saison. Kohlrabi wird hauptsächlich in Mitteleuropa angebaut und auch fast nur hier gegessen. Er ist nicht, wie andere Kohlsorten, ein typisches Wintergemüse, sondern eher eine der ersten Gemüsesorten, die im Frühling erhältlich sind und die Lust auf frisches, saftiges, knackiges Gemüse wecken. Kohlrabi ist vom Geschmack her etwas milder als andere Kohlsorten. Die zarten, frischen Knollen eignen sich besonders gut für Rohkost.

Durch die enthaltenen Senföle weist der Kohlrabi eine leichte aber immer angenehme Schärfe auf. Kohlrabi enthält mehr als 90 Prozent Wasser und hat daher wenige Kalorien. Bei 100 Gramm sind es nur 23 Kalorien, und wenn man bei der Zubereitung mit Fett sparsam ist, ist Kohlrabi ein ideales Gemüse, wenn man abnehmen oder Kalorien sparen möchte.

Bedeutung für die Gesundheit

Kohlrabi ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Vitamin A, das für die Sehkraft und auch für die Haut sehr wichtig ist, liefert Kohlrabi in ausreichendem Maß. Wie alle anderen Kohlsorten bietet Kohlrabi auch viel Vitamin C. Es schützt und stärkt das Immunsystem und hilft mit, Erkältungen zu verhindern.

Die Vitamine B1 und B2 haben unter anderem eine positive Wirkung auf die Nerven. Niacin, das Vitamin B3, ist ebenfalls gut für die Nervenstärke, hilft bei Reizbarkeit. Calcium und Magnesium gehören ebenfalls zu den Inhaltsstoffen. Da sie gemeinsam vorkommen, schafft es der Körper leichter, sie aufzunehmen. Calcium ist für Zähne und Knochenaufbau notwendig, Magnesium schützt die Muskeln und ist gegen Krämpfe wirksam. Auch Eisen ist in der knackigen Knolle enthalten. Eisen ist für die Blutbildung wichtig. Ein Zeichen für Eisenmangel sind starke Müdigkeit und Leistungsabfall. Selen, ein zellschützendes Spurenelement, und Phosphor, das ebenfalls für jede Zelle unverzichtbar ist, sind weitere Inhaltsstoffe.

Durch die enthaltenen Senföle weist der Kohlrabi eine leichte aber immer angenehme Schärfe auf. Kohlrabi enthält mehr als 90 Prozent Wasser und hat daher wenige Kalorien.

Folsäure ist ebenfalls enthalten, was besonders während einer Schwangerschaft für die gesunde Entwicklung des Kindes wichtig ist. So gesund die Inhaltsstoffe in der Kohlrabi-Knolle sind, ist ganz wichtig zu wissen, dass in den Blättern ein noch höherer Vitamin- und Mineralstoffgehalt gemessen wird, als im Kohlrabi selbst. Die Verwendung von Kohlrabiblättern ist daher wirklich zu empfehlen. Die Blätter enthalten eine hundertfache Menge an Vitamin A als die Knolle und die doppelte Menge an Vitamin C. Die Mineralstoffe Calcium und Eisen sind ebenfalls in viel höherer Dosierung in den Blättern zu finden. Frische Blätter eignen sich zum Beimischen für Salate.

Sie können klein geschnitten auch Suppen und anderen Gemüsegerichten zugefügt werden. Der Geschmack der Blätter ist ebenfalls leicht scharf. Kohlrabi enthält viele Ballaststoffe, die gut sättigen und für die Verdauung hilfreich sein können.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 27 Fettgehalt 0,1 g
Cholesterin 0 mg Natrium 20 mg
Kalium 350 mg Kohlenhydrate 6 g
Eiweiß 1,7 g Ballaststoffe 3,6 g

Kohlrabi kann viel für die Gesundheit und das Wohlbefinden tun. Wer regelmäßig von diesem Gemüse isst, kann sich damit gegen Arteriosklerose und verschiedene Krebserkrankungen schützen. Durch den hohen Gehalt an Magnesium und Calcium ist Kohlrabi ein ideales Nahrungsmittel für Sportler, die damit Muskelkrämpfen und Muskelkater vorbeugen können.

Veganer müssen besonders darauf achten, genügend Calcium zu sich zu nehmen. Kohlrabi sollten besonders bei Vegetariern und Veganern oft auf dem Speiseplan stehen, da sie mehr Calcium als viele andere Gemüsesorten enthalten. Die enthaltenen Senföle sind stickstoff- und schwefelhältige chemische Verbindungen aus Aminosäuren, wie sie auch in Meerrettich, Kresse und Rettich enthalten sind.

Die Senföle sind für die leichte Schärfe verantwortlich. Sie haben eine antibakterielle Wirkung und sind unter anderem gut für die gesamten Harnwege. Sie helfen bei Entzündungen und wirken wie pflanzliche Antibiotika. Bei Durchfall und Magenverstimmung hilft der Verzehr von Kohlrabi. Kohlrabisaft dagegen gilt als Hausmittel bei Verstopfung.

Unverträglichkeiten & Allergien

So gesund und voller wertvoller Vitamine, Spurenelemente und sekundärer Pflanzenstoffe Kohlrabi auch ist, kann es natürlich auch bei diesem Gemüse sein, dass eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegt. Auch Histaminunverträglichkeit kann ein Grund sein, warum jemand auf Kohlrabi verzichten sollte.

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Einkaufs- & Küchentipps

Beim Einkauf zeigen schon die Blätter, ob der Kohlrabi frisch geerntet ist oder schon längere Zeit auf einen Käufer wartet. Die Blätter müssen schön grün, frisch und nicht gelb, welk und schlapp sein. Kohlrabi schmeckt besser, je jünger die Knolle ist.

An der Stelle, an der die Blätter wachsen, ist der Kohlrabi manchmal sogar noch so weich, dass man ihn hier mit einem Fingernagel leicht eindrücken kann. Sehr großer oder überreifer Kohlrabi kann holzig werden. Diese Teile sind nicht genießbar, wenn die holzigen Stellen ausgeschnitten werden, ist der Kohlrabi trotzdem verwendbar. Die Blätter entziehen der Knolle Feuchtigkeit. Wenn der Kohlrabi daher nicht rasch nach dem Einkauf oder der Ernte verwendet werden kann, ist es gut, die Blätter zu entfernen und extra aufzubewahren. Zum Wegwerfen sind die Blätter viel zu schade.

Im Kühlschrank hält sich Kohlrabi etwa eine Woche lang frisch, wenn er in feuchtes Küchenpapier eingeschlagen wird. Spätere Sorten lassen sich ohne Probleme einige Wochen in einem Keller lagern.

Zubereitungstipps

Vor dem Verzehr, egal ob roh oder gekocht, müssen Kohlrabi geschält werden. Eventuell sind auch die holzigen Stellen wegzuschneiden. Kohlrabi schmecken als Rohkost wunderbar erfrischend und können gemeinsam mit anderen Gemüsestiften zu einem Joghurtdressing zu einer gesunden und beliebten Knabberei vor dem Fernseher werden. Als Salat bringt Kohlrabi Abwechslung in den Salatalltag. Kohlrabi eignet sich sehr gut zum Füllen, zum Überbacken. Er kann in Scheiben geschnitten gebacken werden.

Kohlrabi eignet sich für Suppen, Aufläufe und vieles mehr. Er schmeckt auch in Kombination mit Erbsen oder Karotten sehr gut. Mit wenig Butter oder Öl gedünstet, ist Kohlrabi eine ideale Beilage zu Fleischspeisen jeder Art oder auch zu Fisch. Natürlich muss kein Fleisch dazu serviert werden. Mit ein paar Bratkartoffeln dazu ergibt Kohlrabi eine wunderbare Gemüsemahlzeit. Kohlrabi ist ein Gemüse, mit dem Kinder zu Gemüseessern werden können. Die so besonders gesunden und vitaminreichen Blätter des Kohlrabi passen ideal zu den so beliebten grünen Smoothies.

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