Kliniktasche für die Geburt

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Etwa 90 Prozent aller in Deutschland geborenen Babys werden in einer Klinik entbunden; etwa zwei Drittel der Frauen verbringen im Anschluss an die Geburt mehr als zwei Tage in der Klinik. Bei Kaiserschnittgeburten ist die Verweildauer etwas höher und liegt bei etwa fünf bis sieben Tagen. Der Aufenthalt in der Klinik muss daher gut vorbereitet sein, daher kann es nicht schaden, rechtzeitig die Kliniktasche für die Geburt zu packen.

Inhaltsverzeichnis

Bald ist es soweit – Vorbereitungen treffen

Neben der Auswahl der Entbindungsklinik ist das intelligente Packen der Kliniktasche für die Geburt eine der wichtigsten Vorbereitungen auf die erste Zeit nach der Entbindung. Um die wichtigsten Dinge tatsächlich dabei zu haben, müssen daher umfangreiche Vorbereitungen getroffen werden.

Je nach Aufenthaltsdauer von Mutter und Kind unterscheiden sich die Dinge, die Mutter und Kind für die ersten Tagen benötigen, nur im Umfang - Unterlagen für die Klinik, ein Transportgefäß für das Baby für die Fahrt nach Hause und Wechselkleidung für Mutter und Kind wird in jedem Fall benötigt.

Das benötigt die Mutter (Checkliste)

Je nachdem, welche Form der Entbindung (Spontangeburt oder Kaiserschnittgeburt) und je nach geplanter Aufenthaltsdauer sind die Anforderungen an die Dinge, die in die Kliniktasche gehört, relativ gleich; sie unterscheiden sich im Wesentlichen nur im Umfang.

Bei einer ambulanten Geburt, das heißt die Mutter verlässt nach der Geburt und der Erstversorgung des Babys zeitnah die Klinik, benötigt die Mutter vornehmlich frische Kleidung. Unterwäsche, weites T-Shirt und eine bequem sitzende Hose sind ausreichend.

Beträgt die Aufenthaltsdauer nach der Geburt mehrere Tage, werden neben Wechselkleidung und Toilettenutensilien weitere Artikel des täglichen Bedarfs benötigt. Hausschuhe und ein bequem sitzender Schalfanzug und/oder ein Hausanzug sind unabdingbar. Ebenso ein oder mehrere Still-BHs und -einlagen und eventuell ein Stillkissen.

Erfolgt die Entbindung per Kaiserschnitt, so sollte die Mutter unbedingt daran denken, dass sie im unmittelbaren Anschluss keine Hosen mit Gummizug tragen kann. Nachthemden oder weit geschnittene, möglichst hüftig getragenen Hosen gehören unbedingt in die Kliniktasche!

In vielen Kliniken wird zur Benutzung von Dusche oder Kaffeeautomat Kleingeld benötigt. Und nicht zuletzt sollte die Mutter zu ihrer eigenen Entspannung je nach Vorliebe an Bücher oder anderes Entertainment denken.

Hier eine kurze Checkliste:

  • Wechselkleidung
  • Toilettenutensilien
  • Stillutensilien (BH, Einlagen, Stillkissen)
  • Kleingeld

Das benötigt das Kind (Checkliste)

Entbindungskliniken haben die Dinge zur Erstversorgung des Neugeborenen vorrätig; so bekommt das Baby unmittelbar Kleidung, eine Mütze und Windeln von der Klinik gestellt. Ebenso stellt die Klinik in der Regel Nahrung und Trinkflaschen sowie einen Flaschenwärmer zur Verfügung.

Trotzdem sollten einige Dinge für das Baby eingepackt werden: Wechselkleidung - hier ist auch wichtig, zum Beispiel an Kleidung zu denken, die das Baby auf den ersten Fotos tragen soll - in ausreichender Anzahl. Vorbereitungen müssen unbedingt für den Transport des Babys nach Hause getroffen werden.

Warme Kleidung - insbesondere eine Mütze - werden ebenso dringend benötigt ebenso wie ein Kindersitz fürs Auto beziehungsweise Tragetuch oder Kinderwagen bei einem Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln/zu Fuß.

Wurde das Baby schon im Mutterleib an die Musik einer Spieluhr oder ähnlichem gewöhnt, kann es ratsam sein, die Spieluhr ebenfalls einzupacken. Hier eine kurze Checkliste:

  • Wechselkleidung; Kleidung für erste Fotos
  • warme Kleidung für Babys ersten Ausflug; wichtig ist eine Mütze
  • Transportgefäß für den Weg nach Hause (Autositz, Tragetuch)
  • Spieluhr

Wichtige Unterlagen für die Klinik

Die werdende Mutter muss darüber hinaus noch an einige Unterlagen denken. Wichtig ist der Mutterpass. Die Ärzte und Hebammen entnehmen dem Mutterpass Informationen, die für die Geburt oder für die Erstversorgung des Neugeborenen wichtig sein können.

Viele Kliniken bieten die Möglichkeit, die Anmeldung des Babys direkt vor Ort vornehmen zu können, so dass die frisch entbundene Mutter nicht zum Standesamt fahren muss. Hierfür wird das Familienstammbuch benötigt. Wichtig ist außerdem die Krankenkassenkarte, eventuell eine Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse bei Nutzung eines Einzelzimmers und dergleichen.

Selbstverständlich sollen auch alle Befunde, die bei verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen erstellt wurden (etwa beim „großen Organscreening“) mit gebracht werden. Ist die Aufnahme der werdenden Mutter vor der Geburt erfolgt - etwa bei einem geplanten Kaiserschnitt - müssen die Aufnahmebögen selbstverständlich auch im Gepäck sein.

Hier eine kurze Checkliste:

  • Mutterpass
  • Familienstammbuch
  • Krankenkassenkarte; Kostenübernahmebestätigung
  • weitere Befunde
  • Aufnahmebogen

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Packen Sie rechtzeitig

Je besser die Vorbereitung auf den Klinikaufenthalt, desto entspannter können Mutter und Kind die erste gemeinsame Zeit verbringen. Es empfiehlt sich daher, möglichst frühzeitig mit dem Packen der Kliniktasche zu beginnen. Einplanen sollte die werdende Mutter auch eine gewisse „Karenzzeit“: Zwar können Entbindungstermine Tag genau bestimmt werden, dennoch finden sie häufig ein- oder zwei Wochen vor dem errechneten Termin statt.

Es gilt daher die Faustregel: Besser zwei Wochen vor dem Termin auf einer gepackten Tasche sitzen - das erspart mitunter eine Menge Stress. Aufgrund der Vielzahl der Dinge, an die die Mutter denken muss, sollte nicht nur rechtzeitig mit dem Packen begonnen werden, es sollte auch mehrmals geprüft werden - möglichst anhand einer Checkliste - dass tatsächlich alle benötigten Dinge in ausreichender Menge eingepackt wurden.

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