Kleiner Wiesenknopf

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Der kleine Wiesenknopf mit der lateinischen Bezeichnung Sanguisorba minor stellt eine weit verbreitete Pflanze aus der Gattung der Rosengewächse dar und ist oftmals in heimischen Gärten als Zierpflanze zu finden. Diese Pflanzenart ist ausdauernd, also mehrjährig, sehr robust und erzielt eine Wuchshöhe bis zu einem Meter. Die Stengel weisen rosettenartig angeordnete Laubblätter auf.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des kleine Wiesenknopfs

Die Blattstände des kleinen Wiesenknopfes weisen mehrere Paare mit eiförmig bis elliptisch gefiederten Blättern auf. Diese erreichen oft eine Größe von etwa zwei Zentimetern und verfügen über maximal neun Zacken. Die Blüten der Pflanze haben die Form eines kugeligen Kopfes, der eine Größe von bis zu drei Zentimetern im Durchmesser erreichen kann und einen grün- bis rotfarbigen Kelch aufweisen. Am Kopf der Pflanze befinden sich die rötlichen pinselartigen Narben mit den darunterliegenden zwittrigen Blütenständen.

Ganz unten befinden sich die zum Schluss reif werdenden männlichen Blütenstände, die über lange gestielte und hängende Staubbeutel verfügen. Der sogenannte Fruchtbecher, die Cupula, weist die Form eines runzeligen Netzes auf und verfügt weiterhin über gezackte Leisten. Der kleine Wiesenknopf ist eine submediterrane Pflanze und in seinem Ursprung hauptsächlich in Mittel- und Südeuropa beheimatet. Die Pflanze verbreitet sich mittlerweile allerdings vom nördlichen Skandinavien bis ins südliche Nordafrika und den asiatischen Raum.

Der kleine Wiesenknopf besiedelt alle Höhenlagen des Tieflandes ebenso wie Gebirge bis zu einer Höhe von über 1000 Metern. Diese Pflanzenart gedeiht besonders gut in sonnigen und trockenen Bereichen und bevorzugt Kalk- und Lehmböden. Der kleine Wiesenknopf liebt die Wärme und erweist sich als äußerst robust gegenüber sämtlichen Umwelteinflüssen. Aber auch kühlere Bedingungen machen der anpassungsfähigen Pflanze nicht zu schaffen.

Wirkung & Anwendung

Der kleine Wiesenknopf wird schon sehr lange als Heilpflanze verwendet. Die Pflanze verspricht Heilung und Linderung bei Wundheilung und Blutung. Sie gehört zu den Rosengewächsen und findet heutzutage ausschließlich noch im Hinblick der Alternativ- und Naturmedizin Beachtung. Da der kleine Wiesenknopf sehr weit verbreitet ist, ist er auch in heimischen Gärten als Zierpflanze sehr beliebt. Die Wirkung der Pflanze erfolgt auf unterschiedliche Weise.

Die Substanzen des kleinen Wiesenknopfes weisen hauptsächlich eine entzündungshemmende, antioxidative, harntreibende, blutstillende und adstringierende Wirkung auf. Wegen dieser Eigenschaften wird der kleine Wiesenknopf in der Alternativmedizin als Wundheilungsmittel, Entzündungshemmer und Blutstiller angewendet. Weiterhin kann die Pflanze gegen Durchfall, Blähungen und Frühjahrsmüdigkeit eingesetzt werden. Den Wiesenknopf kannten bereits die Menschen der Antike und des Mittelalter.

Der kleine Wiesenknopf besiedelt alle Höhenlagen des Tieflandes ebenso wie Gebirge bis zu einer Höhe von über 1000 Metern.

Sie findet sich in zahlreichen alten Kräuterbüchern wieder. Allerdings ist nie gänzlich geklärt worden, um welche der vielen Unterarten es sich gehandelt hat. Der italienische Arzt und Botaniker Matthioli verfasste im 16. Jahrhundert ein Kräuterbuch, in dem er den Wiesenknopf als „Herrgottsbärtlen“ betitelte. Bereits während dieser Zeit war die blutstillende und heilende Wirkung bei Wunden jeder Art bekannt. In abgelegenen Provinzen Russlands und Südchinas wird die Pflanze noch heute auf diese Art angewendet.

Der kleine Wiesenknopf kann zu Tee verarbeitet oder pur verabreicht werden. Letzteres wird hauptsächlich zum Blutstillen eingesetzt, manchmal auch in Zusammenwirkung mit anderen Heilpflanzen. Die frischen Blätter der Pflanze versprechen ebenfalls eine lindernde Wirkung bei Sodbrennen. Der Kräutertee kommt bei Hals- und Rachenentzündungen zum Einsatz. Dabei wird allerdings nur das Kraut an sich verwendet. Der kleine Wiesenknopf zählt unter anderem auch zu den Heilmitteln der traditionellen chinesischen Medizin.

Hier wird die Pflanze zum Beispiel bei Blutungen von Hämorrhoiden oder bei blutigem Durchfall eingesetzt. Als Bezug zu den menschlichen Organen wird in der traditionellen chinesischen Medizin die Verbindung zwischen Dickdarm und Leber angesehen. Manche medizinische Studien analysieren positive Effekte bei bösartigen Tumoren, wobei es hier noch keinen endgültigen Nachweis gibt. In Laborversuchen konnte allerdings bereits erwiesen werden, dass die Wurzelextrakte des kleinen Wiesenknopfes über Substanzen verfügen, welche Krebszellen absterben lassen. Bei diesen Substanzen handelt es sich um die sogenannten Polysaccharide.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Der kleine Wiesenknopf wird in manchen großen Gartenfachmärkten hin und wieder als Zierpflanze angeboten. Aufgrund seiner filigranen Schlichtheit und der zeitlosen Anmut ist er bei Hobbygärtnern sehr beliebt. Außerdem ist er als frisches Kraut in Regionalmärkten wie beispielsweise im Bundesland Hessen zu finden. Der Bezug gilt hier der dort sehr beliebten „Frankfurter grünen Soße“, für die der kleine Wiesenknopf als Kraut verwendet wird.

Allerdings ist es nicht notwendig, ganz bis nach Hessen zu reisen, um an den kleinen Wiesenknopf als Kraut heranzukommen. Der Onlinehandel bietet zahlreiche Möglichkeiten, diese besondere Zutat einzukaufen. Hier gibt es dann hauptsächlich Jungpflanzen, die sich leicht im Garten oder auch im Topf weiter kultivieren lassen. Preislich sind die Pflanzen dann zwischen zwei und vier Euro pro Stück angesiedelt. Zur Verwendung als Heilpflanze gibt es aber auch getrocknete und geschnittene Ware zu erwerben.

Die Heilwirkung des kleinen Wiesenknopfes ist schon beachtlich und sollte in der alternativen Medizin auch heute noch Anklang finden. Aber auch zum Einsatz im Küchen- und Lebensmittelbereich oder als Zierpflanze für den eigenen Garten ist der kleine Wiesenknopf bestens geeignet. Zu finden ist er übrigens oftmals unter der Bezeichnung „Pimpinelle“.

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