Klangmassage

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. September 2017
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Durch Klänge und Musik entstehen positive Wirkungen, die heilend und beruhigend auf Körper, Geist und Seele wirken. Bei der Klangmassage entsteht die positive Wirkung durch eine Kombination aus Klängen und Vibrationen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Klangmassage?

Die Klangmassage gehört zu den Klangtherapien. Das sind Therapieformen, bei denen Schallwellen und Töne gezielt zur Linderung von Beschwerden eingesetzt werden. Dafür können verschiedene Klanginstrumente benutzt werden. Bei einer Klangschalen-Massage sind es unterschiedlich große Schalen aus unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlichen Klangfrequenzen, die mit einem Klöppel angeschlagen werden, um einen Klang und eine Vibration zu erzeugen.

Für eine klassische Klangschalenmassage werden meistens Schalen aus einer Messinglegierung benutzt, die in Handarbeit gefertigt werden. Neben Klangschalen können bei einer Klangmassage auch Windspiele, Zimbeln und Gongs verwendet werden. Eine Klangmassage kombiniert ein angenehmes Körpergefühl durch wohltuende, auf den Körper wirkende Schwingungen, mit Klängen, die Geist und Seele beruhigen.

Funktion, Wirkung & Ziele

Das Prinzip der Klangmassage basiert auf uralten Kenntnissen der vedischen Heilkunst aus Indien. Auch Pythagoras wusste um die heilende Wirkung von Musik und setzte schon in der Antike Musik gegen Schwermut ein. Bei uns hat die heilende Arbeit mit Klängen seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert in der Musiktherapie. Wegen ihrer sanften Vorgehensweise ist sie sehr gut im pädagogischen Bereich, in der Pflege, in der Therapie und in der Heilkunde geeignet.

Besonders gut sprechen Kopfschmerzen, Schulter- und Nackenverspannungen, Atemprobleme, Verdauungsstörungen, Durchblutungsstörungen und Konzentrationsprobleme auf Klangmassagen an. In der pädagogischen und therapeutischen Arbeit mit Menschen mit Behinderungen ist sie eine gute Möglichkeit der nonverbalen Kommunikation. Auch Tinnitus lässt sich durch die angenehme Wirkung der Töne mit einer Klangmassage gut behandeln. Die Klangmassage kann auch gut mit verschiedenen Behandlungsverfahren kombiniert werden. Durch ihre tiefe Wirkung auf verschiedenen Ebenen kann sie Klienten bewusst machen, wo die möglichen Ursachen für ihre Symptome liegen können.

Schon Babys im Mutterleib reagieren auf Töne in ihrer Umwelt. Nach diesem Prinzip arbeitet auch die Klangmassage. Sie vertritt die These, dass Klänge auf das Bewusstsein einwirken und auf den Körper eine feinstoffliche, energetische Wirkung haben. Gezielt eingesetzte Klänge und Rhythmen sollen über das vegetative Nervensystem anregen oder beruhigen vergleichbar mit einem Stein, der ins Wasser geworfen wird und Kreise im Wasser bildet.

In fernöstlichen Kulturen sind Klänge schon seit jeher ein Begleiter von Heilverfahren, z. B. in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Es gibt verschiedene Formen von Klangmassagen:

Bei einer Klangschalen-Massage werden Schalen in unterschiedlichen Größen mit unterschiedlicher Klangfrequenz mit einem Klöppel angeschlagen zur Erzeugung von Klängen und Vibrationen. Die Zusammensetzung der Metalle, meistens Messinglegierungen, und die Größe der Schale entscheiden über den Klang. Die Schalen werden meistens in Handarbeit angefertigt. Für eine Klangschalen-Massage liegt der Klient auf einer Liege, entweder auf dem Bauch oder auf dem Rücken.

Die Klangmassage gehört zu den Klangtherapien. Das sind Therapieformen, bei denen Schallwellen und Töne gezielt zur Linderung von Beschwerden eingesetzt werden.

Auf unterschiedliche Körperstellen werden Klangschalen in verschiedenen Größen platziert und nacheinander immer wieder in einem Rhythmus mit dem Klöppel angeschlagen, so dass gleichmäßige Schwingungen mit beruhigenden Tönen auf Körper, Geist und Seele wirken. Durch die Klängen und Vibrationen soll eine Tiefenentspannung erreicht werden. In der westlichen Welt ist die Klangschalen-Massage nach Peter Hess am meisten verbreitet.

Bei einer Klangmassage werden neben Klangschalen auch andere Klanginstrumente wie tibetische Glocken, Zimbeln, Gongs und Windspiele verwendet, ggf. auch die Stimme. Durch die Vibrationen im Körper werden seelische Erinnerungen positiv beeinflusst. Sogar Veränderungen der Pulsfrequenz lassen sich nachweisen. Eine Klangmassage wirkt über die Sinne Hören und Fühlen. Die Wirkung ist umso intensiver, je mehr Klangquellen zum Einsatz kommen.

Weitere Formen der Klangmassage sind Klangliegen und Klangwiegen. Bei diesen Formen der Klangmassage liegt der Klient nicht auf einer normalen Massageliege, sondern auf einem hölzernen Resonanzkörper, bei dem gespannte Saiten, in der Regel Monochorde, in Schwingungen versetzt werden, die sich auf den Körper übertragen. Bei einer Klangwiege kommt es durch schwingende und wiegende Bewegungen zu einer noch tieferen Entspannung, die in der Traumatherapie zur Lösung von Blockaden im Körpergedächtnis genutzt wird. Auch der Klangrhythmus spielt eine Rolle wie bei schamanischen Ritualen.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Auch wenn eine Klangmassage sehr wohltuende und weitreichende Wirkungen haben kann, kann sie keine Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker ersetzen. Stärkere Rückenschmerzen und schwerere psychische Probleme können nicht unbedingt durch Klangmassagen geheilt werden. Bei psychischen Problemen kann es geradezu kontraproduktiv sein, in innere Gedankenwelten abzutauchen. Vor einer Klangmassage bei derartigen Problemen sollte sinnvollerweise immer eine Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Klangmassagen haben im allgemeinen eine positive Wirkung und helfen bei vielen Beschwerden, unter der Voraussetzung, dass der Behandelnde über die notwendigen Qualifikationen und die notwendige Erfahrung verfügt, um entsprechende Beschwerden behandeln zu können. Klangschalen-Massagen lassen sich leicht erlernen und praktizieren, was bei einer Wellness-Massage durchaus reichen kann. Aber bei wirklichen Beschwerden reichen derartige Minimalkenntnisse nicht aus. Dann könnte es z. B. bei Traumen zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, die bei fachkundigen Behandelnden nicht auftreten.

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Quellen

  • Ernst, E.: Praxis Naturheilverfahren. Springer, Berlin 2005
  • Federspiel, F., Herbst, V.: Die andere Medizin. Stiftung Warentest, Berlin 2005
  • Kraft, K., Stange, R. (Hrsg): Lehrbuch Naturheilverfahren. Hippokrates, Stuttgart 2010

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