Kieferorthopädie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. September 2017
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Die Kieferorthopädie ist ein Spezialgebiet der Zahnmedizin, das sich der Erforschung und Behandlung von Zahnfehlstellungen widmet. Eine kieferorthopädische Behandlung kann helfen, die Zähne behandlungsbedürftiger Patienten zu fixieren und sie möglichst nachhaltig in die richtige Stellung zu bringen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Kieferorthopädie?

Der deutsche Begriff Kieferorthopädie ist eine Ableitung der Fachbezeichnung des griechischen Orthodontia (von orthos "gerade oder richtig“ und odous "Zahn").

Sie beschäftigt sich mit der Prävention und Behandlung von Problemen des Gebisses, die eine Folge von unregelmäßigem Zahnwuchs, Erkrankungen oder Fehlstellungen der Kiefer sein können. Eine Behandlung im Rahmen der Kieferorthopädie kann sich sowohl auf punktuelle, rein zahnmedizinische Verfahren konzentrieren oder mit der Kontrolle und Anpassung des Schädelwachstums einhergehen.

Auch zahntechnische Eingriffe aus ästhetischen Gründen im Hinblick auf die Verbesserung der allgemeinen äußeren Erscheinung eines Patienten fallen in das Gebiet der Kieferorthopädie. Diesbezüglich haben sich einige Kieferorthopäden auf die Rekonstruktion des gesamten Kieferbereiches spezialisiert.

Behandlungen & Therapien

Die Kieferorthopädie ist das Teilgebiet der Zahnmedizin, das auf Patienten mit einer falschen Positionierung der Zähne (Anomalien) spezialisiert ist.

Die Behandlung und Manipulation verschiedener Aspekte des Gesichtswachstums (dentofaziale Kieferorthopädie) sowie der Form und Entwicklung des Kiefers gehören ebenfalls zur Kieferorthopädie. Ein Kieferorthopäde nutzt eine Reihe zahnmedizinischer Hilfsmittel, einschließlich Bögen, Platten oder Klammern, um folgende Fehlstellungen zu beeinflussen:

  • breite Lücken zwischen den Zähnen
  • unterschiedliche Ausrichtung der Zahnspitzen
  • schiefe Zähne
  • vorstehende Frontzähne

Damit sollen Oralfunktionen wie Sprache oder Ernährung optimiert, die langfristige Gesundheit von Zahnfleisch und Zähne verbessert oder langfristig eine übermäßige Abnutzung der Zähne verhindert werden.

Eine Behandlung von Gebissanomalien in der Kieferorthopädie bezieht sich auf eine Störung der Interaktion zwischen dem unteren und dem oberen Zahnbogen infolge von Verletzungen, häufigem Daumenlutschen oder angeborenen Anomalien. Daumen- oder Fingerlutschen kann zu einer örtlichen Verformung der Zähne und Stützknochen führen, die im Rahmen der Kieferorthopädie eingedämmt werden.

Kieferorthopädie beschäftigt sich mit der Prävention und Behandlung von Problemen des Gebisses, die eine Folge von unregelmäßigem Zahnwuchs, Erkrankungen oder Fehlstellungen der Kiefer sein können.

Ist der Kiefer eines Patienten zu schmal, kann nicht genug Platz für alle Zähne vorhanden sein. Durch die Entfernung eines oder mehrerer Zähne kann Platz für die andere geschaffen werden. Behandlungen der Kieferorthopädie umfassen ebenfalls:

  • einen offenen Biss
  • Überbiss
  • Unterbiss
  • Kreuzbiss

Generell haben die mit der Kieferorthopädie zu behandelnden Zahnfehlstellungen keinen Einfluss auf die körperliche Gesundheit und gelten nicht als Krankheit. Wirken sich die Fehlstellungen jedoch massiv auf die Form des Gesichtes und das Aussehen aus, können Peinlichkeiten und individuelle Schamgefühle zu einem Mangel an Selbstvertrauen und sogar zu Depressionen führen.

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Diagnose & Untersuchungsmethoden

Im Rahmen von Diagnose und Behandlungsplanung der Kieferorthopädie muss der behandelnde Kieferorthopäde die verschiedenen Eigenschaften einer Anomalie oder dentofazialen Missbildung erkennen und die Art des Problems definieren.

Um die Vorgehensweise optimal planen zu können, gehört ebenso eine gründliche Erfassung möglicher Gründe für die Fehlbildungen zur Diagnose der Kieferorthopädie (Ätiologie). Ziel ist der Entwurf eines Behandlungskonzeptes, das die individuellen Bedürfnisse und Wünsche des Patienten einschließt. Dies erfordert vom Arzt nicht zuletzt eine ausführliche Erläuterung der Behandlungsstrategie in einer Weise, die es dem Patienten ermöglicht, die Tragweite notwendiger Eingriffe der Kieferorthopädie zu erfassen.

Um den Zustand der Zähne des Patienten zu beurteilen und eine Prognose über eine wahrscheinliche Entwicklung des Gebisses ohne Behandlung zu erstellen, werden die folgenden Diagnoseverfahren angewandt:

  • Erfassung des vollständigen bisherigen medizinischen und zahnmedizinischen Gesundheitsverlaufes
  • klinische Prüfung
  • Röntgenuntersuchungen der Zähne und des Kiefers (Orthopantomogramm)
  • Herstellung von Gipsabdrücken der Zähne
  • Erfassung der Lage des Unterkiefers zum Oberkiefer (Kieferrelation)

Zur Diagnose gehören dentoalveolären Befunde, die die Zahnbewegungen in den Vertiefungen der Kieferknochen beschreiben sowie eine Beschreibung des Sachstandes des Zahndurchbruchs (Dentitionsstadium). In der Kieferorthopädie wird ebenfalls ein Befund über die Mund- und Gesichtsmuskulatur erstellt, der Erkenntnisse über Mundschluss, Atmung und Zungenruhelage darlegt.

Für einen effektiven Einsatz der Kieferorthopädie ist eine frühzeitige Diagnose maßgeblich, da Behandlungsdauer und Behandlungsumfang eng von einem rechtzeitigen Beginn notwendiger Eingriffe abhängig sind. Dies ist in der Kieferorthopädie in der Regel das Kindesalter.

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Quellen

  • Gängler, P., et al.: Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Hausamen, J.-E., et al.: Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Springer, Heidelberg 2012
  • Kruse Gujer, A., Jacobsen, C., Grätz, K.W.: Facharztwissen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Springer, Heidelberg 2013

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