Kieferorthopäde

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Innerhalb des weiten Behandlungsfeldes der Zahnheilkunde haben sich im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Fachbereiche ausgeprägt. Die einzelnen Fachgebiete, zu denen ebenso die Kieferorthopädie gehört, arbeiten sowohl selbstständig als auch fachübergreifend.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Kieferorthopäde?

Die Kieferorthopädie ist ein separates Behandlungsfeld innerhalb der Zahnmedizin, welches neben der allgemeinen Vorsorge, Diagnostik und Therapie innerhalb der Zahnmedizin ganz spezielle Aufgabenstellungen zu bewältigen hat. In der medizinischen Fachsprache wird die Kieferorthopädie auch als Dento-Maxilläre Orthopädie bezeichnet.

Die vorrangigen Zielsetzungen der kieferorthopädischen Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, Dysharmonien und sogenannte Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne festzustellen, diese effektiv zu beheben und den Betroffenen entweder eine Freiheit von Beschwerden oder eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen. Darüber hinaus kann die Kieferorthopädie auch präventiv tätig sein. Grundsätzlich werden im Rahmen der modernen kieferorthopädischen Möglichkeiten alle Altersgruppen behandelt.

Die Ausbildung des Kieferorthopäden umfasst zunächst ein umfangreiches, abgeschlossenes Studium in Human- und Zahnmedizin. Darauf baut sich eine theoretische und praktische Weiterbildung auf, die ebenfalls operative Techniken und die Prothesenversorgung neben anderen Themen beinhaltet. Die Teilgebiete der Kieferorthopädie werden als Funktionskieferorthopädie, dentofaziale Orthopädie, Orthodontie und kieferchirurgische Orthopädie bezeichnet.

Behandlungen

Die allgemeinen und speziellen Maßnahmen, die ein Kieferorthopäde nutzen kann, sind recht vielgestaltig und nehmen insbesondere auf die Versorgung mit herausnehmbaren oder festsitzenden kieferorthopädisch relevanten Vorrichtungen Bezug.

Geschulte und erfahrene Kieferorthopäden beschäftigen sich vorrangig mit der Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Zahnspangen zur Korrektur von Kiefer- und Zahnfehlstellungen. In der Regel arbeiten die Kieferchirurgen mit den Spezialisten aus anderen zahnmedizinischen Sachgebieten wie der Kiefer-, Mund- und Gesichtschirurgie oder der Implantologie zusammen.

Auch verschiedene prophylaktisch wirkende Eingriffe, die dazu dienen, das Entstehen von absehbaren Fehlbildungen zu vermeiden, gehören in den Aufgabenbereich eines Kieferorthopäden. Kieferorthopäden sind nicht nur auf die Fehlstellungen von Zähnen und der Kiefer, sondern gleichsam auf die Erkrankungen des Zahnapparates spezialisiert.

Dies betrifft insbesondere Veränderungen am Kiefer, die durch eine fortgeschrittene Parodontose hervorgerufen werden und mit dem Schwund von Zahnfleisch und Kieferknochen einhergehen können.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

Die vorrangigen Zielsetzungen der kieferorthopädischen Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, Dysharmonien und sogenannte Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne festzustellen und diese effektiv zu beheben.

Um Beeinträchtigungen der Zähne und der Kiefer aus kieferorthopädischer und zahnmedizinischer Sicht schnell und baldigst erkennen zu können, nutzt der Kieferorthopäde fundierte diagnostische Möglichkeiten. Der Kieferorthopäde setzt unterschiedliche Verfahren ein, die vielfach auf medizintechnischen Geräten basieren.

Zur Befunderhebung dienen zunächst die Begutachtung der Individual- und Familienanamnese sowie die eingehende Untersuchung der Patienten. In diesem Zusammenhang achtet der Kieferorthopäde auf Kiefer- oder Gesichtsasymmetrien, Störungen der Sprache oder der Respiration. Die entsprechenden Rückschlüsse werden durch das Anschauen der Patienten durch den Kieferorthopäden ermöglicht.

Darüber hinaus nutzt der Kieferorthopädie die Möglichkeiten der Kiefermessungen und der röntgenologischen Techniken. Auch die Magnetresonanztherapie sowie eine sogenannte Foto- und Funktionsdiagnostik sind wichtig für die Erkennung von vorliegenden Beeinträchtigungen und die Planung der Behandlungen durch den Kieferorthopäden. Die Erkenntnisse des Hals-Nasen-Ohrenarztes können ebenso zur Diagnostik hinzugezogen werden.

Zu den behandlungsrelevanten Maßnahmen eines Kieferorthopäden gehören der Einsatz festsitzender oder herausnehmbarer Korrekturapparate, zu denen sogenannte Molare-Aufrichtefelder, Invisalign Aligner oder Compound-Retraktionsbögen gehören. Die Brackets und Zahnspangen fallen ebenso in die Behandlungskonzepte der Kieferorthopäden. Nicht nur das Anpassen und Einsetzen dieser Hilfsmittel, sondern auch deren Kontrolle und eine erforderliche Nachjustierung gehören in das kieferorthopädische Behandlungsspektrum.

Neben diesen Therapiemaßnahmen realisiert der Kieferorthopäde solche Methoden, die als Lingual- und Segmentbodentechnik bekannt sind. Um die Erfolge einer Behandlung aufrechterhalten zu können, führt der Kieferorthopäde eine Stabilisierung der Resultate durch. Diese Phase wird als Retention bezeichnet und erfolgt auf der Grundlage der Retentionsklammern durch den Kieferorthopäden.

Neben den äußerlich sichtbaren Brackets werden im Zusammenhang mit der Lingualtechnik Brackets an der Innenseite der Zähne angebracht. Diese können eine Begradigung und einen Ausgleich von Fehlstellungen der Zähne begünstigen. Bei der Segmentbogentechnik geht es darum, die Zahnbewegungen durch den Kieferorthopäden optimal aufeinander abzustimmen und die dreidimensionale Anordnung der Gebisselemente zu verbessern.

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Worauf sollte der Patient achten?

Der Kieferorthopäde ist ein Zahnmediziner, der eine hohe Verantwortung besitzt. Um den möglichst perfekt arbeitenden Kieferorthopäden für sich selbst oder für die Kinder zu finden, ist es empfehlenswert, mehrere Arztpraxen miteinander zu vergleichen.

Wichtige Aspekte sind die Informationen über die möglichen kieferorthopädischen Techniken und Behandlungsmethoden sowie die Orientierung der Praxis. In diesem Bezug gibt es Kieferorthopäden, die auf ein Wissen bauen können, welches eine ganzheitliche Medizin umfasst. Darüber hinaus führen auch Gespräche mit bereits behandelten Patienten zu einer optimalen Bewertung.

Um sich beim Kieferorthopäden geborgen und angstfrei zu fühlen, ist es erforderlich, dass ein patientenfreundliches und verständnisvolles Team dort arbeitet. Dies ist gerade für Kinder unverzichtbar. Die Ausstattung der Praxis, Sichtschutz und Sauberkeit sind Faktoren, die einen ersten Eindruck ausmachen und wie die Professionalität des Kieferorthopäden die Auswahl begründen.

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