Katzenkralle

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Die Katzenkralle, Uña de Gato, ist eine Pflanze, die vor allem im Gebiet des Amazonas vorkommt. Das lianenartige Gewächs hat bei den Ureinwohnern von Peru eine lange Tradition als Heil- und Kulturpflanze.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Katzenkralle

Die Katzenkralle heißt in den lateinamerikanischen Ländern Uña de Gato, auf Englisch Cats Claw, eine Bezeichnung, die fast überall auf der Welt verstanden und mit dieser Heilpflanze in Zusammenhang gebracht wird. Durch die signifikanten Heilwirkungen war die Katzenkralle schon öfters Gegenstand botanischer und chemischer Forschungen und Studien. Die Heilwirkung gilt inzwischen als unbestritten.

Der botanische Name lautet Uncaria Tomentosa, es handelt sich um eine in den Tropen Südamerikas wachsende lianenartige Kletterpflanze. Die Heilpflanze besitzt krallenartige Dornenauswüchse, was ihr den Namen Katzenkralle verlieh. Die Tropenpflanze benötigt für ihr Wachstums das feucht-warme Klima Südamerikas. Pflanzenteile werden vor allem aus Peru nach Europa importiert, um daraus Zubereitungen und Arzneien zu therapeutischen Zwecken herzustellen.

Bei der importierten Katzenkralle handelt es sich ausschließlich um Wildwuchs. Um den Bestand nicht zu gefährden, dürfen nur bestimmten Mengen der Pflanze geerntet werden. Eine Anzucht der Katzenkralle ist bisher nicht erfolgt. Anzuchtversuche in großen Gewächshäusern einer Gruppe von Biologen der Universität Mailand blieben leider erfolglos.

Wirkung & Anwendung

Die Verwendung von Katzenkralle findet bei den Ureinwohnern Perus durch das Kauen von frischen Trieben und Blättern und durch die Zubereitung von Tee aus der Rinde statt. Katzenkralle ist ungiftig, der Geschmack durch die hohe Konzentration an Bitterstoffen jedoch recht unangenehm. Im Westen haben sich daher klassische Zubereitungsformen wie der Teeaufguss nicht durchgesetzt.

Wer die außerordentlich heilsamen Wirkungen der Katzenkralle zu gesundheitlichen Zwecken nutzen will, kann aber auf Extrakte zurückgreifen, die von einigen pharmazeutischen Herstellern in Kapselform angeboten und verkauft werden. Es sollten nur Zubereitungen in Kapselform eingenommen werden, die einen Pflanzengesamtextrakt enthalten und frei von Pestiziden oder anderen Rückständen sind.

In einer Langzeitstudie an der Universität Mailand konnte die Wirkung der Katzenkralle insbesondere als Powerpflanze für das Immunsystem bestätigt werden. Es konnte bei einem an Lungenkrebs erkrankten Patientenkollektiv gezeigt werden, dass die mutagene Aktivität im Urin von Rauchern bereits nach wenigen Tagen der Einnahme von Katzenkrallenextrakt signifikant nachließ. Die Mailänder Studie gilt daher bis heute als Basis für die vermutete antikarzinogene Wirkung der Katzenkralle.

Um den Bestand nicht zu gefährden, dürfen nur bestimmten Mengen der Pflanze geerntet werden.

Besonders heilsam scheint Katzenkralle auch auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes einzuwirken. Dieses empirische Volkswissen der Indios konnte somit durch die wissenschaftliche Medizin bestätigt werden. Der dahinter stehende immunologische Mechanismus geht davon aus, dass die Heilpflanze das Potenzial hat, den Darm gesund zu erhalten. Und ein gesunder Darm garantiert eine gesunde Immunabwehr, was viele Krankheiten erst gar nicht entstehen lässt.

So gesehen ist die Einnahme von Katzenkrallenextrakt auch aus prophylaktischer Sicht zu empfehlen. Doch auch Tumorpatienten können sich die immunstimulierenden Eigenschaften zunutze machen, indem sie beispielsweise Katzenkrallenextrakt in Ergänzung zur Chemotherapie einnehmen. Die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie konnten bei vielen Krebspatienten deutlich abgemildert werden.

Die Einnahme von Katzenkrallenextrakt wird außerordentlich gut vertragen, Risiken, Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind praktisch nicht bekannt. Auch gegen eine Langzeitanwendung spricht zunächst nichts, Tumorpatienten sollten dennoch den behandelnden Onkologen über die Einnahme informieren.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Katzenkralle besitzt aufgrund ihrer hochpotenten Heilwirkung eine außerordentlich hohe Bedeutung für Gesundheit. Die größte Volumenkonzentration an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen befindet sich in der inneren Rinde der Heilpflanze, aber auch alle anderen Pflanzenteile inklusive Wurzelwerk weisen Anteile der heilkräftigen Substanzen auf. Je nach Konzentration der Inhaltsstoffe werden die Kapseln bis zu fünfmal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen.

In einer Mailänder Studie konnten aus der Katzenkralle unter anderem Quinovinsäureglykoside, Sterole, Terpenoide, Flavonoide, sowie Triterpene extrahiert werden. Für die eigentliche gesundheitliche Wirkung wird von den Experten allerdings der hohe Gehalt an komplexen Alkaloiden verantwortlich gemacht. Phytosterine und sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe wirken vor allem entzündungshemmend und karzinoprotektiv.

Durch den immunstimulierenden Effekt ergibt sich die Heilwirkung der Katzenkralle bei einer Vielzahl von Krankheiten. Zellgifte und Stoffwechselprodukte können durch die Inhaltsstoffe der Katzenkralle neutralisiert werden. Auch Infektionen durch Viren, Bakterien oder Pilze sind einer Behandlung mit Katzenkrallenextrakt zugänglich.

Denn die bakteriostatische Wirkung wurde in der Mailänder Studie ebenfalls im in-vitro-Versuch nachgewiesen. Unklar bleibt bisher, wie diese Forschungsergebnisse direkt auf den Menschen übertragbar sind. Zusammenfassend kann jedoch davon ausgegangen werden, dass Arzneizubereitungen aus Katzenkralle zur Stärkung des Immunsystems, zur Unterstützung der Wundheilung, zur traditionellen Blutreinigung und Entgiftung sowie zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten dienen können.

Katzenkrallenextrakt stimuliert nicht nur die Selbstheilungskräfte des Körpers, sondern besitzt auch stark entzündungshemmende Eigenschaften. Auch bei Heuschnupfen und Asthma, chronischer Müdigkeit, Gastritis und Herpes lindern die Extrakte der Katzenkralle die Beschwerden dauerhaft. Die Wirkung als Immunstimulanz wurde noch eingehender untersucht.

Dabei konnte festgestellt werden, dass die in Katzenkrallenrinde enthaltenen Oxindolalkaloide direkt auf die Funktionsweise bestimmter weißer Blutkörperchen Einfluss nehmen. Die Phagozytosefähigkeit, also die Eigenschaft dieser Leukozyten Eindringlinge wie Bakterien oder Viren zu eliminieren, wird durch den Einfluss der Oxindolalkaloide um ein Vielfaches gesteigert. Dieser Prozess konnte unter dem Mikroskop genau beobachtet werden.

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