Karotte

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Die Karotte ist eine der bekanntesten Gemüsearten, die heutzutage auf den Teller kommt. Nicht umsonst liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei durchschnittlich 6,5 Kilogramm. Die hervorragenden gesunden Eigenschaften und die gute Verträglichkeit sind nur zwei der positiven Merkmale.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Karotte wissen

Der wissenschaftliche Name der Karotte ist Daucus carota subsp. sativus. Darüber hinaus erfährt die Karotte eine so große Namensvielfalt. Neben Möhre, Mohrrübe, Gelbe Rübe und Rüebli gibt es noch zahlreiche andere regional geprägte Begriffe.

Erste Erwähnung fand die wilde Möhre um 60 n. Chr. als Arzneipflanze. Die Herkunft erfolgte aus verschiedenen Ursprüngen heraus - hauptsächlich aus dem Mittelmeergebiet, Afghanistan und Kleinasien. Das Gemüse gehört zur Familie der Doldenblütler. Genutzt wird ausschließlich die Rübe, welche je nach Sorte verschiedene Formen und Farben aufweist. Die Karotte ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr eine Blattrosette und eine Pfahlwurzel ausbildet. Im zweiten Jahr verlängert sich die Sprossachse und es entsteht ein blütetragender Spross.

Die Inhaltsstoffe der Karotte fördern zum einen die Blutbildung, zum anderen wirken sie sich positiv auf die Zahnbildung und die Widerstandskraft des Körpers gegenüber Infekten und Krankheiten aus.

Es gibt in Europa circa 300 verschiedene Arten der Karotte, die seit dem Jahr 1900 auch in der Zucht intensive Veränderungen erfährt. Karotten gedeihen am besten in gemäßigten Zonen, aber auch in subtropischen Gebieten. Hohe Erträge werden aber eher in Gebieten mit einer Durchschnittstemperatur von 16 bis 18 Grad erzielt. Eine Karotte besteht aus der Krone, der Rinde, der Korkschicht sowie aus Adventivwurzeln und dem Mark im Inneren. Je nach Sorte ist die Form der Rübe unterschiedlich. Lang bis kurz, rund und kegelförmig, um nur einige zu nennen. Das Gleiche gilt für die Farbe der Rübe. Am bekanntesten hierzulande ist die orangefarbene Karotte.

Aber auch die älteren violetten und weißen Sorten halten wieder mehr Einzug in die moderne Küche. Die unterschiedliche Färbung bestimmen unter anderem die Sorte, die Witterung und die vorhandenen Inhaltsstoffe wie Carotinoide, Anthocyane und Chlorophyll. Auch im Bezug auf die Saisonzeiten gibt es mehrere Anbauarten: frühe Sorten, Sommerkarotten und späte Wintermöhren. Die hohe Lagerfähigkeit und die fast ganzjährige Erntemöglichkeit haben der Karotte eine überaus große Bedeutung in der täglichen Ernährung eingebracht. Die Karotte ist mit ihrem milden und süßlichen Geschmack auch ein ideales Gemüse für Babys und Kleinkinder sowie in der Diätküche.

Bedeutung für die Gesundheit

Für die Gesundheit die größte Bedeutung haben die enthaltenden Stoffe Carotin, Vitamin C, Kalium und Eisen. Die Inhaltsstoffe der Karotte fördern zum einen die Blutbildung, zum anderen wirken sie sich positiv auf die Zahnbildung und die Widerstandskraft des Körpers gegenüber Infekten und Krankheiten aus.

Der Kaliumgehalt wirkt harntreibend. Wer Karottensaft trinkt, reguliert die Absonderung von Magensaft. Durch den Pektingehalt in dem Gemüse und durch die ätherischen Öle kann die Karotte sehr gut bei Verdauungsstörungen von Kleinkindern eingesetzt werden. Damit die antioxidative Wirkung des Beta-Carotins voll wirken kann, sollten Karotten immer in Verbindung mit Fetten oder Ölen gegessen werden. Damit kann der Körper diesen wichtigen Stoff besser verarbeiten, dem zugesprochen wird, dass er freie Radikale bindet. Außerdem wirkt er sich positiv auf das Sehvermögen aus und hilft bei der Zellerneuerung der Haut.

Um den Tagesbedarf an Vitamin A zu decken, reicht es, eine mittlere Karotte zu verzehren. Es gibt auch bereits Studien, welche darauf verweisen, dass das ebenfalls enthaltende Falcarinol vor Krebserkrankungen schützen soll.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 41 Fettgehalt 0,2 g
Cholesterin 0 mg Natrium 69 mg
Kalium 320 mg Kohlenhydrate 10 g
Eiweiß 0,9 g Vitamin C 5,9 mg

In der Karotte findet man die meisten wichtigen Inhaltsstoffe in der Rinde. Das Mark, welches an der helleren Farbe zu erkennen ist, weist einen geringeren Gehalt an Stoffen wie Carotin oder Saccharose auf. Der Nitratgehalt ist im Innersten der Karotte am höchsten. Auf 100 Gramm Karotten kommen 26 Kalorien.

Zu circa 88 Prozent besteht die Karotte aus Wasser, dazu kommen 0,98 Gramm Eiweiß und nur 0,2 Gramm Fett. Enthaltene Vitamine: B1, B2, B6, C, E. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind Calcium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalium und Zink. Von großer Bedeutung ist der sekundäre Pflanzenstoffe Carotin. Er sorgt für die Färbung der Karotte. Für den Geschmack sind neben dem enthaltenen Zucker die ätherischen Öle und Fruchtsäuren verantwortlich. (zum Beispiel Apfelsäure oder Zitronensäure)

Unverträglichkeiten & Allergien

Gekochte Karotten werden meist gut vertragen, da die Hitze bestehende Allergene zerstört. Für rohe Möhren gilt das leider nicht. Hier kommen Nahrungsmittelallergien recht häufig vor. Beschwerden treten zumeist unmittelbar nach dem Genuss auf.

So sprechen zum Beispiel Asthma, Atemnot, Jucken, Schnupfen, Schwellungen, Verdauungsprobleme oder auch Neurodermitis für eine Allergie. Ebenfalls möglich sind sogenannte Kreuzallergien in Verbindung mit Birkenpollen, Sellerie und Beifuss. Als Therapiemöglichkeit gilt die Vermeidung der Lebensmittel, die die Allergie auslösen. Hilfreich sind auch Akupunktur oder homöopathische Mittel, die eingesetzt werden, um Unverträglichkeiten zu minimieren.

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Einkaufs- & Küchentipps

Wer seine Karotten nicht selber anbauen kann oder möchte, achtet beim Kauf von Karotten auf eine dünnere längliche Form. Je weniger ausgeprägt der innere Kern der Karotte ist, desto mehr wichtige und gesunde Inhaltsstoffe sind erhalten.

Bundmöhren, die mit Grün gekauft werden, sollten schnell und direkt verzehrt werden. Das Grüne wird entfernt, da es den Rüben Wasser entzieht. Frische Karotten halten sich so vorbereitet bis maximal zehn Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes. Vor dem Verzehr werden diese gründlich gewaschen und abgebürstet. Ein Schälen der Karotten ist nicht notwendig, damit werden viele gute Inhaltsstoffe entfernt. Möhren verfügen über eine hervorragende Lagerfähigkeit. Spät geerntete Wintermöhren halten sich bei optimalen Lagerbedingungen (am besten in feuchtem Sand und gut belüftet) im Keller bis ins nächste Frühjahr hinein.

Verpackte Karotten, sogenannte Waschmöhren, bleiben über mehrere Monate genießbar. Allerdings weisen diese weniger Zucker auf und verlieren mit der Zeit immer mehr von ihren kostbaren Inhaltsstoffen. Eine andere Möglichkeit der Konservierung ist das Gefrieren. Möhren lassen sich kurz blanchiert sehr gut viele Monate im Gefrierfach aufbewahren. Sie verlieren zwar teilweise etwas an Geschmack, aber nichts von ihrer Qualität. Weitere Varianten sind das Einlegen von Karotten in Essig, Wasser und Gewürzen und das Entsaften des Gemüses.

Zubereitungstipps

Für die Karotte gibt es so viele verschiedene Zubereitungsarten wie kaum bei einer anderen Gemüseart. Roh im Salat in Verbindung mit Äpfeln sowie anderem Obst oder gekocht bzw. gedünstet als Gemüsebeilage, passt sie zu vielen verschiedenen Gerichten.

Die Garzeit von Karotten liegt bei 12 bis 18 Minuten. Wobei auf eine nicht zu hohe Temperatur geachtet werden sollte, damit möglichst viele Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Auch beliebt ist Karottensaft, dem eine Vielzahl von positiven gesundheitsfördernden Aspekten zugeschrieben werden. Kurz gedünstet und püriert wird die Karotte als eines der ersten Lebensmittel im Breialter für Babys und Kleinkinder gern verwendet.

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