Kalte Extremitäten

Mit dem Begriff kalte Extremitäten sind vor allem kalte Füße und kalte Beine sowie kalte Hände, Finger und Arme gemeint. Kalte Füße und Hände treten besonders im Winter und in den kalten Jahreszeiten Herbst und Frühling besonders auf. Meist klagen Frauen über besonders starke kalte Extremitäten, aber auch Männer können über sogenannte Eisbeine, Eisfüße, Eisfinger oder Gletscherfüße ihr Leid äußern.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für kalte Füße und Hände

Wie bereits angemerkt ist der Hauptgrund für kalte Füße und Hände, Finger und Beine die kalte Jahreszeit. Die Hauptursache bei diesem Vorkommen der kalten Extremitäten ist hierbei die kalten Temperaturen und ein erhöhter Bewegungsmangel des gesamten Körpers.

Während man sich normalerweise im Sommer viel an der frischen Luft, in der Natur oder im Garten bewegt, ist der Bewegungsmangel im Winter oft durch das kalte und "schlechte" Wetter vorherbestimmt. Dabei verengen sich dann die Blutgefäße in den Füßen und Händen, um die Wärme an den lebenswichtigen Organen zu erhalten. Dieser Schutzmechanismus des Körpers ist eine Folge eines komplexen Wärmeregulationssystems. Sinn dieses Systems, ist das Überleben des Menschen in der Kälte. Die Durchschnittstemperatur des Körperinneren liegt bei 20°C Lufttemperatur in etwa 36-37°C. Die Oberflächentemperatur der Hände und Füße, also der Extremitäten, liegt zwischen 28 °C und 33 °C. Somit wird die Temperatur der Hände und Füße sowohl von der Durchblutung, also auch von der Außentemperatur beeinflusst.

Daher kommt es, dass diese Temperaturen stärker schwanken können, als unsere innere Körpertemperatur. Dennoch versucht der Körper einen Ausgleich mittels Wärmeregulation herzustellen. Diese Wärmeregulation wird an den Gliedmaßen bzw. Extremitäten von sogenannten Thermorezeptoren gemessen und im Zentralen Nervensystem und im Hypothalamus (im Gehirn) ausgewertet. Im umgedrehten Fall, also bei großer Hitze, können so die Gliedmaßen (Arme, Beine), durch ihre große Oberfläche, den gesamten Körper abkühlen, falls er zu stark erhitzt werden sollte. Dabei werden die Blutgefäße erweitert und stärker durchblutet. Da das Blut durch den gesamten Körper wandert, kühlt es dann auch andere Bereiche ab. Somit ist auch erklärt, warum wir bei kalten Extremitäten nicht nur an den Füßen frieren, sondern recht schnell auch am gesamten Körper.

Wer jedoch auch bei viel Bewegung und auch im Sommer über ständig kalte Füße oder Hände klagt, sollte diese Symptome untersuchen lassen, da hierbei auch Krankheiten als Ursache bestehen können. Meist sind dies Durchblutungsstörungen und Herz-Kreislauferkankungen. Seltener ist die Ursache auch der Mineralienmangel, wie zum Beispiel Eisenmangel. Weitere 40 Krankheiten können zusätzlich mit kalten Extremitäten in Verbindung stehen. Erwähnt werden sollten hierbei das Raynaud-Syndrom (anfallsartige Schockkälte, meist and den Händen und Fingern), dass aber auch im Zusammenhang mit anderen Krankheiten auftreten kann. Zum Beispiel rheumatische Erkrankungen wie Sklerodermie, Traumas, Stress und bestimmte Medikamente.

Es ist daher nicht verwunderlich, wenn besonders ältere Menschen an kalten Extremitäten leiden, denn sie sind oft betroffen durch Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Somit werden besonders bei diesen Patienten, die Füße und Hände weniger durchblutet, was zu einem ausgeprägten Kältegefühl führt. Weiterhin ist auch der Bewegungsanrieb bei älteren Menschen viel geringer, als bei jungen.

Krankheiten mit kalten Füßen und Händen

Behandlung von kalten Extremitäten und Gliedmaßen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Frieren der Füße und Hände zu diagnostizieren. Üblich sind vor allem die Diagnostik der Nerven, der Haut und der Gefäße. Besonders häufig treten Durchblutungsstörungen als Ursache auf. Somit sollte auch immer die Gefäßdiagnostik im Zentrum einer jeden Behandlung stehen.

Ultraschall und Röntgenaufnahmen können Aufschluss über Gefäßverkalkung und Gefäßverengung geben. Bestätigt sich der Verdacht, wird der Arzt eine Angiografie durchführen. Ist die Ursache eher nervlich bedingt, ist eine weitere Untersuchung beim Neurologen gegeben.

Weitere Grunderkrankungen, die Ursache für kalte Hände und Füße sind, sollten als erstes behandelt werden. Zu nennen sind hierbei beispielhaft: Diabetes, Herzfehler, Schilddrüsenerkrankungen und ein niedriger Blutdruck.

Auch hormonelle Veränderungen, Mineralienmangel, psychische Probleme, Stress, Bewegungsmangel gelten ja, wie bereits angemerkt, als Ursachen. Daher solten diese Ursachen beseitigt werden. Bei älteren Menschen ist auch oft starker Flüssigkeitsmangel mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu behandeln, denn ohne genügend Wasser kann das Blut nicht richtig zurkulieren und wird zähflüssig.

Dadurch kann wiederum die Wärmeregulation nicht optimal funktionieren. Last but not least sind Raucher und starke Kaffeetrinker schnell anfällig auf kalte Exremitäten, da Nikotin und Koffein gefäßverengend wirken.

Rezeptfreie Medikamente gegen kalte Füße und Hände

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Kalte Füße und Hände vorbeugen

Beherzigt man alle Behandlungsmaßnahmen, die weiter oben beschrieben wurden, kann ein gesundes und bewegungsreiches Leben für wohlige Wärme an und in den Gliedmaßen sorgen. Vermeiden sie das Rauchen, das fette Essen, wenig Bewegung. Trinken sie ausreichend und machen sie viel Sport. Kalte und warme Wechselbäder, sowie Sauna wirken unterstützend und vorbeugend.

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Weitere Infos

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

hans H. kommentierte am 18.09.2011 um 13:19 Uhr

Beim Auto- oder Radfahren zeigt sich schon nach kurzer Zeit ein Kribbeln in den Fingerspitzen, so, als waren die Finger "eingeschlafen". Die entstehende Unsicherheit zwingt zum Anhalten und zu Schleuderübungen der Arme. Ich habe das Empfinden von mangelhafter Durchblutung.

Was kann dagegen getan werden?

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