Kaiserschnitt
Obwohl Kaiserschnitt oder Schnittentbindung genannt, hatte doch nichts mit dem ehemaligen gekrönten Häuptern zu tun. Die Bezeichnung Kaiserschnitt oder Sectio caesarea stammt vielmehr von dem lateinischen Wort caedere, was soviel wie schneiden bedeutet, dessen Ableitung uns bereits verrät, dass es sich bei diesem operativen Eingriff um eine Schnittentbindung handelt.
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Was ist ein Kaiserschnitt?
Die Geschichte der Schnittentbindung gezeigtes in das Mittelalter zurück. Angeblich war sie schon den alten Ägyptern bekannt. Auch im jüdischen Schrifttum wird von einem Wendeschnitt an der lebenden Frau berichtet. Und wie uns durch Justinian bekannt ist, ordnete der römische König Numa Pompilius (715-673 vor unserer Zeit) an, dass keine Frau, die unter der Geburt gestorben ist, beerdigt werden dürfe, ohne vor durch Schnitt entbunden zu sein. Bis ins Mittelalter hinein fehlten jede exakte Überlieferung. Erste Schnittentbindung in Deutschland wird im Wittenberger Chirurgen Jeremias Trautmann im Jahre 1610 zugeschrieben, wobei die Frau allerdings starb. Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts war der Kaiserschnitt ein sehr großes Wagnis mit einer hohen Sterblichkeit verbunden.
Wann wird ein Kaiserschnitt angewendet?
Ist ein Kaiserschnitt zu empfehlen?
Trotz Senkung der Sterblichkeit ist die Schnittentbindung auch heute noch die für die Mutter gefährlichster Operation. Deshalb sind die Geburtshelfer sehr zurückhaltend mit ihrer Anwendung.
Trotzdem hat sie aber - zusammen mit anderen Verbesserungen in der Geburtshilfe - entscheidend dazu beigetragen, dass die Sterblichkeit der Mütter und Kinder unter der Geburt in den letzten Jahrzehnten wesentlich herab gemindert werden konnte.
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