Kahles Bruchkraut

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Vor allem Frauen leiden vermehrt unter Infektionen der Harnwege, ist ihre Harnröhre weitaus kürzer als die von Männern. Das Kahle Bruchkraut kann auf eine natürliche Weise zu einer Linderung der Beschwerden führen. Darüber hinaus ist die Pflanze dazu in der Lage, weitere Symptome positiv zu beeinflussen.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des Kahlen Bruchkrauts

Das Kahle Bruchkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse. Es ist unter zahlreichen weiteren Namen bekannt wie zum Beispiel Harnkraut, Jungfernkraut und Kuckucksseife. Das Gewächs ist krautartig und wächst in der Regel ein oder zweijährig. Die Farbe der Blätter weist einen grünen bis gelblich grünen Ton auf. Insgesamt misst der Stängel eine Länge zwischen fünf und fünfzehn Zentimetern. Einige der Pflanzen können jedoch durchaus eine Länge von 30 Zentimetern erreichen. Blätter sowie Stängel sind kahl.

Die Nebenblätter des Kahlen Bruchkrauts sind dreieckig und etwa 0,5 bis 1,5 Millimeter lang. Während die Kelchblätter grün sind, weisen die Kronblätter eine weiße Farbe auf. Das Kahle Bruchkraut erhebt sich normalerweise nicht vom Boden, sondern wächst in starker Nähe zu ihrem Untergrund. Werden die Bestandteile der Pflanze getrocknet, so erinnert ihr Geruch an den des Waldmeisters.

Gefunden werden kann das Kahle Bruchkraut vor allem in europäischen und westasiatischen Breitengraden. Es bevorzugt insbesondere Heiden und Sandtrockenrasen. So lässt es sich zum Beispiel auf Verkehrsinseln lokalisieren. Die medizinischen Eigenschaften wurden bereits vor vielen Jahren genutzt.

Wirkung & Anwendung

Die medizinische Wirkung des Kahlen Bruchkrauts gehört der Volksmedizin an. In der Allgemeinmedizin gilt es aufgrund einer geringer Menge der Inhaltsstoffe nicht als ein wirksames Medikament. Erfahrungen zufolge soll das Kahle Bruchkraut jedoch bei einigen Beschwerden helfen. Neben dem Kahlen Bruchkraut existiert ebenfalls das Behaarte Bruchkraut. Beide Pflanzen sind sich in ihren Wirkstoffen weitestgehend sehr ähnlich.

Ausschlaggebend für die heilenden Eigenschaften des Kahlen Bruchkrauts sind seine Inhaltsstoffe. Zu diesen gehören Saponine mit einem Anteil von drei bis neun Prozent, 1,2 Prozent Flavonoide, Cumarine sowie kleinere Mengen von Gerbstoffen. Für die medizinische Anwendung kommt vor allem ein Tee in Frage. Heutzutage weisen jedoch die wenigsten Teemischungen Anteile vom Kahlen Bruchkraut auf. Wer sich die Eigenschaften der Pflanze zunutze machen möchte, kann einen Tee jedoch eigenständig zubereiten.

Das Kahle Bruchkraut erhebt sich normalerweise nicht vom Boden, sondern wächst in starker Nähe zu ihrem Untergrund.

Dafür werden 1,5 Gramm des Krauts in kleine Teile zerschnitten. Ein Teelöffel umfasst ungefähr 1,4 Gramm. Das Kraut wird in kaltes Wasser gegeben und in diesem aufgekocht. Nach ungefähr fünf Minuten kann der Tee durch ein Sieb gegossen werden. Weiterhin empfiehlt sich die Verwendung eines Teeeis. In den meisten Fällen soll der Konsum vom Kahlen Bruchkraut durch seine harntreibenden Eigenschaften einen medizinischen Vorteil bringen.

Dieser basiert vor allem auf den Saponinen und Flavonoiden. Um diesen gewährleisten zu können, sollten täglich zwei bis drei Tassen von dem Tee getrunken werden. Bisher konnten keinerlei Nebenwirkungen aufgrund der Verwendung des Kahlen Bruchkrauts festgestellt werden. Seine medizinische Wirkung beruht insbesondere auf seinen harntreibenden Inhaltsstoffen. Weiterhin wurde das Kraut jedoch noch nicht durch die Kommission E zugelassen. Für einen langfristigen Erhalt eignet sich eine dunkle, trockene Lagerung des Kahlen Bruchkrauts.

In einigen Onlineläden oder Apotheken ist zudem eine Tinktur zu erhalten, die aus den Blättern des Kahlen Bruchkrauts gewonnen wird. Die genaue Anwendung wird der Packungsbeilage entnommen. Generell kommen für medizinische Zwecke in der Regel die Blätter der Pflanze zum Einsatz. Diese können selber gepflückt und getrocknet oder bereits im trockenen Zustand erworben werden. Bei dem eigenhändigen Sammeln empfiehlt sich die Aneignung von ausreichendem Wissen zur Differenzierung verschiedener Pflanzen.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Das Kahle Bruchkraut kann eine Rolle im Erhalt sowie der Wiederherstellung der Gesundheit spielen. Es soll sich insbesondere auf Niere und Blase auswirken. Ein erhöhter Harndrang führt dazu, dass die Harnwege häufig ausgespült werden. Bakterien und andere Erreger dringen schneller nach außen, wodurch eine eventuelle Entzündung abklingen kann. Dabei sollte von der alleinigen Verwendung des Kahlen Bruchkrauts Abstand gehalten werden.

Vor allem, wenn sich die Beschwerden das erste Mal bemerkbar machen, empfiehlt sich ein Gang zum Arzt, um die Symptome abklären zu lassen. Das Kahle Bruchkraut wird auf diese Weise zur Vorbeugung und Behandlung von [[Harnblasenentzündung|Blasen- und Harnröhrenentzündungen genutzt. In der Volksmedizin kommt es insbesondere bei einem chronischen Verlauf der Beschwerden zum Einsatz. Ebenfalls soll es Schmerzen beim Harndrang reduzieren.

Weil die genannten Symptome auf eine zugrunde liegende Erkrankung hindeuten können, ist von der Selbsttherapie abzuraten. Vor langer Zeit war die Annahme bekannt, dass Kahles Bruchkraut Eingeweidebrüche heilen könne. Dementsprechend wurde der Pflanze ihr lateinischer Name gegeben, welcher auf diese Vermutung hindeutet. In der Volksmedizin gilt das Kahle Bruchkraut zudem als ein Mittel gegen verschiedene Erkrankungen der Atemwege, Rheuma, Gicht, Arthritis und Nervenentzündungen.

Die besagte Wirkung konnte wissenschaftlich nicht nachhaltig belegt werden, wird jedoch in zahlreichen Erfahrungen erwähnt. Das Kahle Bruchkraut gilt somit nicht als zugelassenes pflanzliches Heilmittel. Wissenschaftlern zufolge soll die Konzentration der Wirkstoffe nicht hoch genug sein. Dennoch verursacht das Kahle Bruchkraut weder unangenehme Begleiterscheinungen oder Nebenwirkungen, noch konnten bisher Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten festgestellt werden. Bei Interesse an der Anwendung des Kahlen Bruchkrauts empfiehlt sich eine vorherige Absprache mit dem behandelndem Arzt oder Apotheker.

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