Künstliche Zahnkrone

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Die natürliche Zahnkrone eines Menschen ist der sichtbare Teil des Zahnes. Er tritt aus dem Zahnfleisch heraus und besteht zu einem großen Teil aus Zahnschmelz.

Ist die natürliche Zahnkrone durch Zahnkrankheiten weitgehend zerstört, so wird eine künstliche Zahnkrone für den Wiederaufbau des Zahnes benutzt.

Künstliche Zahnkronen bestehen aus einer Metalllegierung und Keramik.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine künstliche Zahnkrone?

Ein natürlicher Zahn besteht aus drei Elementen: einer Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel. Ist die natürliche Zahnkrone durch Karies oder Gewalteinwirkungen infolge eines Unfalls zerstört, so kann sie durch eine künstliche Zahnkrone ersetzt werden.

Um eine künstliche Zahnkrone aufsetzen zu können, müssen die verbliebenen Teile einer natürlichen Zahnkrone bis zum Zahnfleisch passend abgeschliffen werden. Weiterhin wird am Zahnhals eine Stufe angelegt. Mit einer speziellen Masse wird dann der Zahn in eine Form gepresst, die als Abformung dient. Mit solch einem Zahnmodell kann ein Zahntechniker dann eine speziell passgenaue Zahnkrone anfertigen, die schließlich auf den verbliebenen Zahnstumpf aufgesetzt werden kann.

Künstliche Zahnkronen können aus Titan, Goldlegierungen oder auch Nichtmetalllegierungen bestehen. Es gibt vollverblendete Kronen, teilverblendete Kronen oder auch unverblendete Vollgusskronen. Das Material zur Verblendung von Kronen kann aus Kunststoffverbindungen oder Keramik bestehen. Keramikverblendungen sind qualitativ hochwertiger, da sie eine höhere Farbstabilität besitzen und geringere Abnutzungserscheinungen aufweisen. Kronen auf Galvano-Gold-Basis werden aus 999 – Gold gefertigt und erhalten eine zahnfarbene Verblendung. Alternativ gibt es noch Vollkeramikkronen, die eine vergleichsweise geringere Wärmeleitfähigkeit besitzen.

Formen, Arten & Typen

Eine künstliche Zahnkrone wird immer dann notwendig, wenn der Zahnarzt andere Maßnahmen zum Erhalt der natürlichen Krone ausgeschöpft hat. Die künstliche Zahnkrone ist wie eine Kappe, die über den natürlichen Zahnstumpf gebaut wird.

Unter lokaler Betäubung schleift der Zahnarzt den Unterbau der Zahnkrone in eine haltbare Form. Diese Formgebung des natürlichen Zahnstumpfes wird Präparation genannt. Sie dient dazu, die Zahnkrone später gut verankern zu können. Bis zur Fertigstellung im Zahnlabor können ab der Präparation mehrere Wochen vergehen. Deshalb deckt der Zahnarzt den zurechtgeschliffenen Zahnstumpf als Übergangslösung mit einem Provisorium aus Metall oder Kunststoff ab.

Für eine Zahnkrone sind die richtige Größe, Form, perfekte Passgenauigkeit und ausgeübte Funktion beim Kauen wichtige Qualitätsmerkmale. Jede Zahnkrone wird individuell entworfen, hergestellt und angepasst. Zumeist ist der Unterbau der Zahnkrone aus Metall. Darauf werden vom Zahntechniker Verblendungen gesetzt. Die Verblendungen werden farblich an die umgebenden Zähne angepasst und bestehen aus Kunststoff oder Keramik. Es gibt auch Vollgusskronen aus Metall, die keine Verblendungen bekommen. Doch vor allem im vorderen Frontzahnbereich sind diese Kronen aufgrund der farblichen Auffälligkeit nicht oft erwünscht. Neben den vollverblendeten Kronen gibt es auch Zahnkronen mit einer Teilverblendung, die nur den von vorn sichtbaren Bereich bedecken. Zahnkronen, die vollständig aus Keramik bestehen, sind hingegen vom natürlichen Zahn kaum zu unterscheiden.

Aufbau & Funktionsweise

Um eine künstliche Zahnkrone aufsetzen zu können, müssen die verbliebenen Teile einer natürlichen Zahnkrone bis zum Zahnfleisch passend abgeschliffen werden.

Um die optimale Versorgung mit einer Zahnkrone zu gewährleisten, sind bei einem Zahnarzt mehrere Zahnabformungen nötig. Es muss sehr genau und sorgfältig gearbeitet werden, da sich schon kleinste Ungenauigkeiten bei der späteren Passform der Zahnkrone gravierend bemerkbar machen.

Ist die Zahnkrone individuell hergestellt, so muss der Zahnarzt sie mit großer Präzision in das Gebiss des Patienten einfügen. Bei der Anpassung der Zahnkrone können noch kleine Änderungen vorgenommen werden, die der Zahnarzt durch Abschleifungen erreichen kann.

Nach der Anpassung wird die Zahnkrone fest mit dem Zahnstumpf verbunden. Dazu verwendet der Zahnarzt Zement, welches die Krone fest aufsitzen lässt. Einzementierte Kronen gehen mit dem Unterbau eine feste Verbindung ein, dass sie kaum mehr abgelöst werden können. Ein manuelles Ablösen nach dem Einzementieren würde die Zahnkrone beschädigen.

Wenn die Zähne gut gepflegt werden, kann die Zahnkrone bis zu 25 Jahre halten. Verblendungen mit Kunststoff können sich jedoch schon weitaus eher abnutzen. Die Mindesthaltbarkeit beträgt auch für Zahnkronen aus Vollkeramik mindestens 10 Jahre.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Bei einem Überkronen von natürlichen Zähnen muss der Zahnarzt den verbliebenen Zahn abschleifen, so dass dabei oftmals auch noch gesundes Zahnmaterial entfernt wird. Natürlich kann dieser Vorgang langfristig auch Schäden an dem bearbeiteten Zahn hervorrufen, doch das Risiko, einen kranken Zahn nicht zu überkronen und ein unbehandeltes Gebiss zu belassen, ist meist risikoreicher. Es können sich dadurch gefährliche Zahnkrankheiten bilden, der restliche Zahn kann brechen oder die Wurzel vereitern.

Es ist in jedem Fall ratsam, ein lückenhaftes oder schadhaftes Gebiss zeitnah von einem Zahnarzt mit stabilem und qualitativ hochwertigem Zahnersatz versorgen zu lassen.

Zahnkronen steigern die Lebensqualität des Patienten deutlich. Er hat wieder die Möglichkeit, den betreffenden Zahn zu benutzen. Mit einem überkronten Zahn kann der Patient auch wieder richtig kauen. Der Zahn ist saniert und bereitet langfristig keine Beschwerden mehr.

Für viele Menschen sind Zahnkronen auch unter ästhetischen Gesichtspunkten besonders wichtig. Beschädigungen im Frontzahnbereich lassen sich durch Zahnkronen optisch nahezu perfekt ausgleichen. So ermöglichen Zahnkronen auch bei stark verfärbten, verformten oder abgesplitterten Zähnen wieder ein schönes Lächeln und tragen so zu mehr Selbstsicherheit bei.

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