Ivermectin

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Bei dem Ivermectin handelt es sich um ein Heilmittel, das gegen den innerlichen und äußerlichen Befall von Parasiten eingesetzt wird. Es blockiert die Mobilität von Läusen, Würmern oder Zecken und führt auf diese Weise zu deren Tod.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Ivermectin?

Als Ivermectin wird ein sogenanntes Antiparasitikum bezeichnet. Ein Heilmittel also, das gegen die parasitäre Ausbreitung bei Menschen und Tieren zum Einsatz kommt.

Grundlegend handelt es sich dabei um ein weißliches bis hellgelbes Pulver, das sich nicht in Wasser lösen lässt, zur besseren Verabreichung aber vornehmlich mit anderen Trägerflüssigkeiten vermischt wird. War das Ivermectin lange Zeit in der Humanmedizin gebräuchlich, so schwindet sein Stellenwert dort mittlerweile. Demgegenüber ist das Präparat in der Veterinärheilkunde nach wie vor weit verbreitet.

Es kommt zur Anwendung, wenn Mensch und Tier äußerlich von Parasiten, Läusen, Zecken und Milben befallen sind. Ebenso können aber auch Würmer im Organismus unschädlich gemacht werden. Das Ivermectin führt zu einem Absterben des unerwünschten Befalls und leitet auf diese Weise den nachfolgenden Genesungsprozess ein.

Pharmakologische Wirkung

Allgemein kann das Ivermectin bei der Verabreichung gut vom menschlichen und tierischen Organismus aufgenommen werden. Bereits kurz nach der Einnahme ist es bereits im Fettgewebe sowie der Leber nachweisbar. Von dort aus ist es in der Lage, die Chloridkanäle der Parasiten zu orten.

Ein solcher Kanal gilt als Transportweg für Ionen und führt seinerseits erst zur Mobilität der wirbellosen Lebewesen. Jene Kanäle werden durch das Ivermectin jedoch in ihrer Funktionalität gehemmt. Es ist keine Ausleitung der Ionen aus dem Lebewesen mehr möglich. Der Fluss wird vielmehr in die Milbe, Zecke oder Laus zurückgeführt, wodurch sich in dem Lebewesen ein Überschuss an Chlorid-Ionen bildet. Eine Entlastung über den Chloridkanal ist aufgrund des blockierenden Ivermectin nicht mehr möglich. Es folgt zunächst eine Lähmung des Parasiten.

Er weist eine Störung der Mobilität auf, kann sich nicht mehr bewegen und seinem Schicksal ebenso wenig entfliehen. Zudem wird er auf den menschlichen Organismus nicht mehr zugreifen und daher weder Blut saugen, noch schädigende Stoffe verbreiten. In diesem Zustand ist er dem Tode geweiht und muss an seiner Lähmung letztlich verenden. Das Ivermectin beseitigt den Befall meist nach einem bis zwei Tagen.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Zum Einsatz gelangt das Ivermectin bei vielen Arten des parasitären Befalls. Es blockiert die Mobilität von Läusen, Würmern oder Zecken und führt auf diese Weise zu deren Tod.

Zum Einsatz gelangt das Ivermectin bei vielen Arten des parasitären Befalls. Dieser kann sich im Organismus ausbreiten und hier etwa in der Form der Fadenwürmer den Darm besiedeln.

Ebenso sind Hakenwürmer dazu geeignet, einen Zugang zum menschlichen Körper zu finden, indem sie sich in diesem durch die Hautporen einnisten. In derartigen Fällen soll das Ivermectin dazu führen, dass die Würmer einerseits ihren schädigenden Einfluss nicht ausüben können, andererseits aber auch bereits abgelegte Eier keine weiteren Krankheitsbilder auslösen. Handelt es sich demgegenüber um einen Befall auf der Haut, so wird das Ivermectin auf gleiche Weise helfen.

Hier wäre etwa an Läuse, Zecken und Milben zu denken, die das menschliche Blut saugen oder sich in den Haaren ausbreiten. In allen genannten Fällen darf eine Verabreichung des Präparats innerlich sowie äußerlich erfolgen. Die Dosierung richtet sich nicht nach der Stärke des Befalls, sondern nach der körperlichen Konstitution des Patienten.

Er kann das Ivermectin im Abstand weiterer sechs bis 12 Monate zudem zur Vorbeugung einnehmen, um einen weiteren Ausbruch zu vermeiden, der insbesondere aus den abgelegten Eiern der Parasiten herrühren könnte.

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Risiken & Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen des Ivermectin führten dazu, dass das Mittel in der Humanmedizin zuletzt etwas seltener angewendet wurde. Zu nennen sind dabei vorrangig Kopfschmerzen, Übelkeit und Anfälle der Nervosität.

Ebenso kann ein leichtes Fieber auftreten. Wird das Ivermectin direkt auf der Haut verabreicht, dort also als Creme oder Lotion verwendet, kann es zu Rötungen, Juckreiz und Ödemen kommen. Risikopatienten, die bereits über chronische Krankheiten klagen, reagieren zudem nicht selten mit asthmatischen Anfällen.

Entscheidend ist es darüber hinaus, dass auch bei der erfolgreichen Behandlung mit Ivermectin stets eine ärztliche Nachuntersuchung stattfinden sollte, in der zu klären ist, ob die Parasiten umfänglich aus dem Körper ausgeschieden wurden. Ist dem nicht so, kann im Laufe der anschließenden Wochen eine Schwächung des Immunsystems entstehen. Das Ivermectin sollte daher stets unter medizinischer Aufsicht eingesetzt werden.

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