Italienische Strohblume

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 31. Januar 2017
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Die Immortelle ist auch als Italienische Strohblume bekannt. Der Currystrauch ist eine typische Heil- und Gewürzpflanze aus dem Mittelmeerraum. Die Pflanze ist zwar nicht in der beliebten Curry-Gewürzmischung enthalten, ihr leuchtend gelbes Aussehen brachte der Immortelle jedoch die Bezeichnung Currystrauch ein.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Immortelle

Die Immortelle gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae). Der bekannteste alternative Name lautet Italienische Strohblume. Der wissenschaftliche Name lautet Helichrysum italicum oder Helichrysum angustifolium. Dieser botanische Name macht bereits die Signatur einer sonnenverwöhnten Pflanze deutlich, denn im altgriechischen bedeutet „helios“ Sonne und „chyrsos“ Gold.

Aufgrund ihrer leuchtend gelben Farbe und dem strauchartigen Wachstum ist die Heil- und Gewürzpflanze auch als Currystrauch bekannt. Es handelt sich um eine Heckenpflanze und Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum mit einem schmalen Wurzelbestand. Die gelben Blüten und Blätter verströmen einen milden Geruch, der an Curry und Salbei erinnert. Er bevorzugt sonnige und trockene Plätze und wird daher auch als Sonnengold bezeichnet.

Der mehrjährige immergrüne Halbstrauch wächst 40 bis 100 Zentimeter in die Höhe und erreicht einen Durchmesser von 50 bis 120 Zentimeter. Die Immortelle wächst dicht mit silbrig-grauen, leicht klebrigen Blättern, die ungefähr zwei bis drei Zentimeter lang sind. Die gelben bis dunkelgelben Blütenköpfchen wachsen in der Zeit von Juni bis August. Der Gesamtblütenbestand steht in traubenartigen Dolden, der Teilblütenbestand ist körbchenförmig angeordnet. Der Currystrauch gehört zur Ordnung der Asternartigen.

Der bekannte Beiname Italienische Strohblume führt zu Irritationen, denn die sonnenverwöhnte mediterrane Pflanze kommt nicht ausschließlich in Italien vor, sondern blüht auch in Marokko, Tunesien, Algerien und weiteren Ländern Südeuropas. Die Curryblüten tragen ihre Samen bis in den Herbst hinein. Unter den richtigen Wachstumsbedingungen ohne Frost ist die Immortelle eine anpassungsfähige Pflanze. Der Boden muss sandig und ohne Staunässe sein. Hätte sie nicht die leuchtend gelben Blüten, würde diese Heilpflanze optisch kaum auffallen.

Wirkung & Anwendung

Die Immortelle ist eine vielseitige Heilpflanze, vorzugsweise wird Tee und Öl aus ihren Bestandteilen hergestellt. Als Inhaltsstoffe wirken Bitterstoffe, ätherische Öle, Beta-Pinen, Borneol, Limonen, Italidion, Nerol, Flavonoide und Nerylacetat. Sie wirkt abschwellend, ausgleichend, hautberuhigend, entzündungshemmend, pilzhemmend, fungizid, fungistatisch, pilztötend, insektenabwehrend, wundheilend und schmerzstillend. Hauptanwendungsgebiete sind Prellungen und Husten.

Des Weiteren wird die Italienische Strohblume bei Gelenkschmerzen, Blutergüssen, Äderchen, Krampfadern, Hautjucken, Hautunreinheiten, Sportverletzungen, Pilzbefall, Verstauchungen, Zerrungen und Lymphstau eingesetzt. Der Currystrauch ist Lieferant des wertvollen Immortellenöls, das auf Basis der in der Pflanze enthaltenden ätherischen Öle gewonnen wird.

Eine Selbstherstellung lohnt sich jedoch nicht, da die Wasserdestillation kompliziert ist und zwei Kilogramm Kraut für die Herstellung von ein Gramm Öl benötigt werden. Verwendet werden alle Pflanzenbestandteile. Das Öl darf jedoch nur äußerlich angewendet werden. Es eignet sich besonders gut in Form von Umschlägen gegen Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen und Sportverletzungen.

Die Immortelle ist auch als Italienische Strohblume bekannt. Der Currystrauch ist eine typische Heil- und Gewürzpflanze aus dem Mittelmeerraum.

Das ätherische Immortellenöl wirkt zudem noch schleimlösend (mukolytisch), zellregenerierend, auswurffördernd, epithelisierend und hemmend auf die Blutgerinnung (antikoagulierend). Es wird zur Wundbehandlung, bei Verbrennungen, Venenentzündung (Phlebitis), Polyarthritis, Muskelfaserriss und Brustamputation verwendet. Während einer Radiotherapie bietet das Immortellenöl einen guten Hautschutz.

Es wirkt sich stark auf das Lymphsystem aus, das ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems ist. Das Öl aktiviert und entstaut den Lymphfluss. Das ätherische Öl auf Pflanzenbasis wird unter dem Namen Bio-Helichrysum angeboten. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung ist Immortellenöl auch als Arnika bekannt. Immortellentee wird vorzugsweise aus den Blütenköpfchen hergestellt. Wer mag, kann auch das Kraut hinzugeben. 250 Milliliter Wasser werden mit einem Esslöffel Blüten aufgegossen. Nach fünf Minuten Ziehzeit ist der Tee fertig. Drei Mal täglich getrunken, wirkt Immortellentee gegen Husten und entgiftend.

Auch als Hautumschläge und Bäder eignet sich der Tee. Das Currykraut wird vor der Verwendung zu kleinen Sträußen gebunden und an einem schattigen und luftigen Ort getrocknet. Auch als Gewürzpflanze eignet sich das Sonnengold. Hierfür wird vorzugsweise das Kraut verwendet. Am intensivsten ist das Curryaroma kurz vor der Blüte, denn während oder nach der Blüte nimmt es merklich ab.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Immortelle gehört zu den nicht giftigen Heilpflanzen, weshalb ihre Verwendung unbedenklich ist. Aufgrund der enthaltenden ätherischen Öle kann ein unbedachter Verzehr der unverarbeiteten Pflanzenbestandteile jedoch zu Magenreizungen führen. Die getrockneten Blüten in Form eines Tees sind jedoch unbedenklich. Auch das ätherische Immortellenöl kann unbedenklich auf die Haut und sogar auf Wunden aufgetragen werden, da es eine hautfreundliche und entzündungshemmende Wirkung verzeichnet.

Damit unterscheidet sich das Immortellenöl von den meisten seiner „Kollegen“, denn normalerweise sind ätherische Öle in unverarbeiteter Form schädlich und eigenen sich nicht als Arzneimittel. Der Geruch der Immortelle hat auch eine positive Auswirkung auf die Seele. Menschen, die innerlich durchgefroren sind und sich nach Wärme und Geborgenheit sehnen, hilft das Aroma des Immortellenöls, das innere Gleichgewicht wieder zu finden.

Es ist behilflich, innere Knoten aufzulösen, die einem täglichen, ausgeglichenen Leben im Wege stehen. Es gibt wieder Zugang zu der eigenen seelischen Mitte und hilft, innere Verspannungen aufzulösen und sich auf Veränderungen einzulassen. Die Immortelle erdet Menschen, die zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind und den sprichwörtlichen „Boden unter den Füßen“ verloren haben. Das Currykraut erfreut sich auch in der Homöopathie einer großen Beliebtheit.

Die hochwirksamen Inhaltsstoffe können ohne besondere Kräuterkenntnisse angewendet werden. Die einfachste Verwendung besteht in Form von Salbe, Globuli und Tabletten. Die homöopathischen Arzneimittel werden unter dem botanischen Namen Helichrysum italicum vertrieben. Salben und Öl auf Immortellenbasis lassen Narben schnell verblassen und mildern schmerzhafte Sonnenbrände.

In der Aromatherapie ist das Currykraut eine wichtige Heilpflanze, die gegen chronische Beschwerden des Atemapparates wie Husten und Bronchitis vorgeht, sich jedoch auch positiv auf das komplette Wohlbefinden auswirkt.

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