Internetsucht
Die Internetsucht oder Internetabhängigkeit ist ein modernes und erst seit wenigen Jahren bekanntes Phänomen: Hierbei kann der Betroffene nicht davon lassen, sich Informationen aus dem Internet zu besorgen oder im virtuellen Raum mit anderen Personen in Kontakt zu stehen. Die Erkrankung ist stets heilbar und bis auf wenige Ausnahmen ist die Internetsucht auch nicht mit Komplikationen verbunden.
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Definition Internetsucht
Wie bei allen anderen Suchterkrankungen und Zwängen hat auch der von der Internetsucht Betroffene das Gefühl, ohne die Verbindung zur Online-Welt nicht existieren zu können. Wie fremdgesteuert öffnet er bereits morgens den virtuellen Raum und verlässt ihn erst abends – teilweise sogar erst nach einigen Tagen.
Die Internetsucht hindert den Erkrankten daher meist an einer geregelten beruflichen Tätigkeit und einem normalen Sozialleben. In einigen wenigen Fällen kann die Internetsucht jedoch gesundheitliche Schäden mit sich bringen.
Ursachen für Internetsucht
Damit ist jedoch unmerklich der Eintritt in die Krankheit bewältigt. Bei der Internetsucht handelt es sich somit um ein psychisches Leiden, das solche Personen trifft, die in der Regel ohnehin mental labil sind oder das Übermaß an Informationen nicht anders kanalisieren können.
Die Internetsucht basiert daher auch nicht auf Vorerkrankungen oder ähnlich gelagerte Fälle im familiären Umfeld. Ebenso wenig ist sie jahreszeitenabhängig. Die Internetsucht kann nur durch den Verkehr im Internet positiv oder negativ beeinflusst werden.
Weiterhin bilden Online Rollenspiele, sogenannte MMORPG - Massively Multiplayer Online Role-Playing Game, wie World of Warcraft oder Guildwars, eine extrem hohe Suchtgefahr auf ihre Spieler aus. Bei diesen Spielen hat der Spieler immer das Gefühl weiter aufsteigen zu müssen, um besser als die anderen zu sein. Diese Spiele haben zumeist kein klassisches Spielende, sondern bieten fast unendlich viele Möglichkeiten, seinen Spielcharakter weiter zu entwickeln. Ebenfalls kann eine Abhängigkeit hierbei entstehen, da häufig Freunde der Betroffenen mitspielen und diese eine gewisse soziale Bindung nicht abbrechen möchten.
Typische Symptome bei Internetsucht
- aggressives Verhalten bei Entzug des Mediums
- Verlust des Zeitgefühls, 1 Stunde online wirken wie 5 Minuten
- reale soziale Bindungen und Termine werden vergessen oder nicht mehr eingehalten
- Leugnung der Internet- oder Spielsucht
- bei schweren Fällen kann es zur Verwahrlosung kommen, sowohl bei der Körperhygiene, als auch im häuslichen Bereich
Diagnose und Verlauf bei Internetsucht
Oft verläuft die Internetsucht schleichend. Aus dem gewohnten Nutzen der Onlinetätigkeiten wird ein zwanghaftes Verhalten. Die einst wichtigen Informationen gehen bei der Internetsucht immer häufiger mit einem sinnlosen Zeitvertreib einher.
Soziale Kontakte brechen früher oder später weg. Der Lebensinhalt, des von der Internetsucht Betroffenen, spielt sich auf virtuellen Plattformen ab. Freunde – im realen Leben meist nicht vorhanden – werden hier kontaktiert. Auch dabei handelt es sich nicht selten um solche Nutzer, die der Internetsucht anheimgefallen sind.
Je stärker die Krankheit ausgeprägt ist, umso stärker wird sie auch von Begleitsüchten wie dem Alkohol- oder Drogenkonsum beeinflusst. Die Internetsucht, die sich vorwiegend im sprichwörtlich stillen Kämmerlein abspielt, wird von Familienmitgliedern oder Bekannten meist sehr spät wahrgenommen.
Behandlung von Internetsucht
In schwererwiegenden Fällen wird die Internetsucht bei der Behandlung medikamentös angegangen. Das ist oft in solchen Situationen der Fall, in denen der Betroffene sein zwanghaftes Verhalten in keiner Weise mehr beeinflussen kann. Ist die Internetsucht derart stark ausgeprägt, dass der Patient keinen Ausweg mehr sieht und sich in Alkohol, Drogen oder Selbstmordfantasien flüchtet, kann auch ein stationärer Aufenthalt in Betracht kommen.
Wichtig ist es bei alledem, den Leidenden sprichwörtlich in die reale Welt zurückzuholen und ihm die Illusion des virtuellen Raumes zu verdeutlichen. Er muss die erfreulichen wie traurigen Emotionen seines Lebens akzeptieren. Somit handelt es sich hierbei um eine therapierbare Krankheit, die oft nach wenigen Monaten starke Besserungen verzeichnet. Die Internetsucht ist damit heilbar.
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Vorbeugung von Internetsucht
Der Internetsucht lässt sich nur durch einen kontrollierten Gebrauch vorbeugen. Insbesondere die Eltern sollten hierbei auf ihre Kinder achten, damit aus dem anfangs geringen Umfang keine Internetsucht entsteht. Für alle anderen Personen kann nur Selbstdisziplin ein Schlüssel sein, der Krankheit zu entgehen. Wer den Computer häufiger ausgeschaltet lässt, kann eben von der Internetsucht nicht betroffen sein.
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