Influenzavirus

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 7. August 2017
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Bei dem Influenzavirus handelt es sich um ein Virus, das sich durch einen Atemwegsinfekt äußert. Beim diesem Virus, (auch Grippevirus genannt) gibt es unterschiedliche Gattungen, die zu den Orthomyxoviren gehören. Je nach Gattung des Virus kann eine Influenza mild oder schwer verlaufen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Influenzavirus?

Die Influenza ist eine Infektionskrankheit. Typisch für das Grippevirus ist eine Ansteckung in den Wintermonaten. Im Sommer ist eine Infektion mit der Influenza selten. Das Influenzavirus unterteilt sich in drei verschiedene Gattungen. Zu diesen Gattungen zählen die Influenza C, Influenza B und Influenza A.

Neben den Gattungen gibt es auch unterschiedliche Subtypen. Die Subtypen entstehen durch die Wandlung vom Virus. Jedes Jahr verändert das Virus seine Oberfläche und erlangt so Immunität gegen bestimmte Impfstoffe. Aus diesem Grund gibt es gelegentlich Epidemien und selten Pandemien.

Eine Grippe kann eine starke Belastung für den Körper darstellen. Ältere und chronisch kranke Menschen sind deshalb häufiger von einer Influenza betroffen als gesunde und jüngere Personen. Selten endet eine Infektion mit der Grippe tödlich.

Vorkommen, Verbreitung & Eigenschaften

Das Influenzavirus kann sich auf der ganzen Welt ausbreiten. Vor nahezu 100 Jahren hat die Spanische Grippe Millionen von Menschen das Leben gekostet. Auch die Asiatische Grippe forderte viele Todesopfer. Weitere Pandemien hat es in Hongkong und Russland gegeben. Die letzte große Grippewelle hat es im Jahr 2009 gegeben. Nahezu 20.000 Menschen starben an den Folgen der Schweinegrippe.

Die Grippe verbreitet sich durch die Tröpfcheninfektion. Ein enger Kontakt zu vielen Menschen erhöht das Risiko eine Grippe zu bekommen. Nicht nur der direkte Kontakt führt zu einer Ansteckung mit dem Influenzavirus. Auch der indirekte Kontakt, der durch das Berühren derselben Gegenstände entsteht, kann das Virus übertragen.

Nachdem eine Ansteckung mit der Grippe erfolgte, dauert es meist nur wenige Tage bis die Infektionskrankheit ausbricht. Wer sich mit der Grippe angesteckt hat, ist ab dem Zeitpunkt der Ansteckung bereits selbst ansteckend. Daher ist es so leicht die Influenza zu verbreiten. In der Regel dauert eine Grippe eine Woche. Bei Kindern oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann die Bekämpfung der Influenza länger dauern.

Wenn ein Ansteckung mit dem Influenzavirus erfolgt ist, sind die Symptome immer ähnlich. Die erkrankte Person fühlt sich abgeschlagen und leidet an Fieber. Oftmals führt eine Ansteckung mit dem Virus auch zu Schüttelfrost. Charakteristisch für eine Infektion mit der Influenza ist eine Infektion der Atemwege. Die Betroffenen klagen daher über einen trockenen Husten und Probleme mit der Atmung. Gelegentlich passiert es, dass sich aus dem Atemwegsinfekt eine Lungenentzündung entwickelt.

Eine Grippe geht auch mit einem Schnupfen einher. In einzelnen Fällen kann es auch zu Problemen im Magen-Darm-Trakt kommen. Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall sind daher auch ein Hinweis auf das Influenzavirus. Viele Menschen klagen im Zusammenhang mit einer Grippe ebenfalls über Kopfschmerzen. Infizieren sich Kinder mit dem Grippevirus kann außerdem eine Entzündung der Ohren drohen.

Nachdem der Infekt überstanden ist, verschwinden auch die Symptome schnell.

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Krankheiten & Beschwerden

Eine Infektion mit dem Grippevirus ist für Kinder, ältere Menschen und immungeschwächte Personen gefährlich. Die genannten Personengruppen leiden meist an schwereren Symptomen und Folgeerkrankungen. Kommt es zum Infekt mit dem Influenzavirus, kann es zu einer Superinfektion kommen. Die durch einen Virus ausgelöste Influenza wird somit durch spezifische Bakterien symptomatisch verschlechtert. Eine Infektion mit Bakterien macht den Einsatz von Antibiotika meist notwendig, um schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden. Ein Anzeichen, das darauf hinweist, dass eine Superinfektion vorliegt, ist das Ansteigen von Schwäche und Fieber.

Besonders schwerwiegend ist eine Lungenentzündung die einen bakteriellen Ursprung hat. Die bakterielle Entzündung der Lunge führt unbehandelt gelegentlich zum tödlichen Verlauf der Influenza. Menschen mit einer chronischen Erkrankung der Lunge sind häufiger von einer bakteriellen Lungenentzündung betroffen als gesunde Personen.

In seltenen Fällen kann es zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) kommen. Eine Enzephalitis macht sich durch starke Kopfschmerzen, Übelkeit und die Steifigkeit des Nackens bemerkbar. Der Erkrankte klagt oftmals über Müdigkeit. Krampfanfälle sind ein weiteres Zeichen einer Gehirnentzündung. In der Regel leiden die Betroffenen auch an Verwirrtheit.

Wird die Grippe verschleppt, kommt es häufig zu einer Entzündung des Herzmuskels oder Herzbeutels. Zu Beginn der Entzündung des Herzens sind keine Symptome zu verzeichnen. Verschlimmert sich die Entzündung sind Kurzatmigkeit und Herzstechen die ersten Anzeichen eines Herzproblems. Ist das Herz betroffen, kommt es in seltenen Fällen zum plötzlichen Herzstillstand. Daher sollten sich die Betroffenen bei Beteiligung des Herzens schonen.

Ein Anzeichen, dass es sich bei der Infektion mit dem Grippevirus um einen komplizierten Verlauf handelt, ist der Anstieg des Fiebers. Üblicherweise fällt das Fieber nach spätestens vier Tagen ab. Kommt es nach dem Ablauf von wenigen Tagen zum deutlichen Anstieg von Fieber, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

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