Indischer Spinat

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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In der westlichen Küche gilt Indischer Spinat noch als Geheimtipp. Dabei ist er nicht nur eine sehr dekorative Pflanze, sondern lässt sich in der Küche auch ganz wunderbar zu exotisch angehauchten Speisen verarbeiten. Sein hoher Vitamin- und Nährstoffgehalt macht das grüne Blattgemüse darüber hinaus auch für gesundheitsbewusste Genießer äußerst interessant.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Indischen Spinat wissen

Der indische Spinat, der auch Malabarspinat oder Ceylonspinat genannt wird, gehört der Pflanzenfamilie der Schlingmeldengewächse an. Angebaut wird er in den gesamten Tropen, wobei sein Ursprung am wahrscheinlichsten in Afrika oder Südostasien liegt. Im alten China wurde der dunkelrote Saft seiner Früchte auch als Tinte und Lebensmittelfarbe genutzt.

Bei uns ist die hübsche Kletterpflanze mit ihren roten Ranken, den saftig grün-roten Blättern und den violett-schwarzen Beeren bisher weitgehend als attraktive Zimmerpflanze bekannt. Der Malabarspinat hat feste, kräftig grün glänzende Blätter, von denen die jungen Blätter und Triebe seit jeher in der indischen und asiatischen Küche Verwendung finden. Aber auch als Arznei- und Heilpflanze wird sie dort hoch geschätzt. Sie nur als hübsche Zimmerpflanze anzusehen, wird ihr daher bei Weitem nicht gerecht. In nichttropischem Klima, wie in Europa, wird der indische Spinat in Gewächshäusern, Wintergärten, Glashäusern oder in Folientunneln gezogen.

Die tropische Rankpflanze ist sehr gesund und versorgt unseren Körper mit einer Vielzahl an wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen.

Unter diesen Bedingungen kann man ihn ganzjährig ernten. Er gehört zu den schnell wachsenden Pflanzensorten und wächst entlang seiner Rankenhilfen zu einer stattlichen Größe heran. Die Triebe können eine Länge von bis zu sechs Metern erreichen, die Blätter sind rund bzw. oval und fleischig. Für den Import eignet sich das Gemüse aber weniger, da es schnell verdirbt. Der Geschmack ähnelt dem von jungen Maiskolben, mild würzig bis leicht säuerlich, was ihn besonders für raffinierte Gerichte sehr interessant macht.

Er zählt nicht umsonst zu den Klassikern der indischen Küche. Aber nicht nur indischen Gerichten gibt dieser schmackhafte Salat das gewisse Etwas. Es gibt unzählige Verwendungsmöglichkeiten und Zubereitungsarten, um sich dieser so wertvollen Pflanze kulinarisch zu nähern.

Bedeutung für die Gesundheit

Grünes Blattgemüse und grüne Blattsalate sind in besonderem Maße gesundheitsfördernd. Daher sollten sie auf dem täglichen Speiseplan keinesfalls fehlen. In ihnen ist eine Vielzahl reinigender Inhaltsstoffe enthalten, die die Fähigkeit haben, Schwermetalle zu neutralisieren sowie Pestizide und Herbizide aus dem Körper auszuleiten.

Zudem haben sie einen sehr positiven Einfluss auf jegliche Körpersäfte, wie beispielsweise die Gallenflüssigkeit. Gerade auch für die Versorgung des Körpers mit dem Spurenelement Eisen ist kaum ein Lebensmittel so gut geeignet, wie grünes Blattgemüse. Die Blätter des indischen Spinats sind sehr vielseitig einsetzbar. So werden sie auch oft bei gesundheitlichen Beschwerden wie Erkältungen, Verbrennungen, Schwellungen, Akne oder Abszessen eingesetzt. Sie eignen sich ausgesprochen gut für diverse Umschläge sowie für die innere Einnahme in Form von Presssäften oder gemischt mit Butter. Grünes Gemüse beugt degenerativen Krankheiten vor. Es schützt auf natürliche Art vor Herz- und Kreislaufbeschwerden, Demenz oder Alzheimer.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 23 Fettgehalt 0,8 g
Cholesterin 0 mg Natrium 55 mg
Kalium 256 mg Kohlenhydrate 2,7 g
Ballaststoffe 2,1 g Eiweiß 3 g

Indischer Spinat ist also mehr als gesund! Die tropische Rankpflanze versorgt unseren Körper mit einer Vielzahl an wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Die verwendeten Blätter und Triebe enthalten Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Kohlenhydrate sowie in hohem Maße die Vitamine A und C.

Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Zusammenhang auch das Chlorophyll, das sogenannte flüssige Sonnenlicht. Die im Chlorophyll enthaltenen Biophotonen energetisieren die Zellen und geben viel Kraft und Energie. Zusätzlich verlangsamen sie den Alterungsprozess, wirken harmonisierend und bauen Stress ab. Und mit den in größeren Mengen vorhandenen Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin beugt dieser grüne Spinat sogar Augenkrankheiten vor. Aufgrund dieser vielen guten Argumente erfreut sich der indische Spinat auch hierzulande einer immer größer werdenden Beliebtheit.

Unverträglichkeiten & Allergien

Menschen, die an einer Histaminunverträglichkeit leiden, sollten den indischen Spinat etwas vorsichtiger probieren und ihre eigene individuelle Toleranzgrenze austesten. Denn wie die meisten Gemüsesorten enthält auch der indische Spinat Histamin. Auch von einer Verwendung in der Säuglingsnahrung wird abgeraten. Ansonsten ist gegen den regelmäßigen und vermehrten Verzehr dieses schmackhaften und gesunden Blattgemüses nichts einzuwenden.

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Einkaufs- & Küchentipps

Zu bekommen ist der leckere Malabarspinat in jedem indischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäft und in ausgewählten Delikatessläden. Er ist entweder in der Tiefkühltheke oder in der Gemüseabteilung zu finden. Samen für den Eigenanbau sind auch über das Internet erhältlich.

Da bei dieser Spinatsorte bevorzugt die jungen, fleischigen Blätter und Triebe verwendet werden und diese dazu neigen, besonders schnell welk zu werden, sollte man den Spinat frisch verarbeiten und schnell verzehren. Außerdem gehen mit der Zeit viele wichtige Nährstoffe verloren. Auch im Kühlschrank (in ein feuchtes Tuch gewickelt) sollte der Spinat nicht länger als 1-2 Tage aufbewahrt werden. Wenn man ihn einfrieren möchte, kann man dies jedoch bedenkenlos tun. Dazu entfernt man die Blätter von den harten Stielen und wäscht sie einmal sanft durch.

Die schöne grüne Farbe lässt sich erhalten, indem man den Spinat vor dem Einfrieren blanchiert. Da das Kochwasser danach viel von dem im Spinat vorkommenden Nitrat sowie der Oxalsäure enthält, wird es nicht weiterverwendet, sondern weggeschüttet. Nach dem Blanchieren werden die Blätter trockengeschleudert und können problemlos eingefroren werden. Wie bei Spinat generell üblich, ist es auch beim Malabarspinat nicht empfehlenswert, ihn lange warmzuhalten. Besser ist es, ihn wieder schnell abzukühlen und erst dann erneut zu erwärmen. Mehr als zweimal sollte dies aber nicht geschehen.

Zubereitungstipps

Mit indischem Spinat lassen sich viele leckere Gerichte zaubern oder verfeinern. Er ist so vielseitig verwendbar, wie es Rezeptideen gibt. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Er schmeckt als täglicher grüner Smoothie genauso gut, wie zu Strudel mit Schafskäse. Dabei ist der Malabarspinat ebenso leicht und schnell zuzubereiten, wie herkömmlicher Spinat oder Portulak.

Er passt gut in gemischte Salate, Suppen oder Eintöpfe. Er schmeckt wunderbar frisch und roh als Vorspeise oder als Beilage zu Fisch oder Fleisch. Auch gedünstete Wokgerichte lassen sich mit diesem feinen Blattgemüse raffiniert ergänzen. Die gekochten Blätter eignen sich auch sehr gut zum Andicken von Soßen. Im Unterschied zum normalen Spinat bekommen die Blätter beim Kochen jedoch eine feuchte, leicht glitschige Oberfläche. Eine weitere Verwendung findet der dunkle Saft der Beeren dieser bemerkenswerten Schlingpflanze. Dieser wird nämlich auch recht oft zum Färben von Lebensmitteln, wie zum Beispiel Gebäck, verwendet.

Es gibt viele Möglichkeiten, dieses gesunde und interessante Blattgemüse zu nutzen und zu genießen. Das Probieren und Experimentieren mit Malabarspinat lohnt sich auf jeden Fall. Im Internet sind bereits viele sehr lohnende Rezeptideen und Zubereitungstipps nachzulesen, die einen ersten Versuch etwas erleichtern.

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