Indische Kermesbeere

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Die Indische Kermesbeere ist eine Giftpflanze aus Südostasien. Dort blickt das Gewächs wegen der darin enthaltenen Serpentine auf eine lange Tradition in der Heilmedizin zurück. Noch heute wird die Pflanze zu Heilzwecken eingesetzt und findet zum Beispiel als natürliches Antibiotikum, zur Krebsprävention oder Entzündungshemmung Verwendung.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der indische Kermesbeere

Die Indische Kermesbeere, auch Asiatische Kermesbeere genannt, ist eine psychoaktive Giftpflanze aus Südostasien. Sie ist neben Indien sowohl in China und Japan, als auch Nord- und Südkorea verbreitet. Auch in Bhutan, Myanmar und Vietnam kommt sie vor. Mittlerweile findet sie sich als Zierpflanze auch in Europa wieder, wo Vögel ihre Samen verbreiten.

Ihre aufrechten Blüten unterscheiden sie von der Amerikanischen Kermesbeere, die noch deutlich giftiger ist. Die indische Kermesbeere wächst an sonnigen Standorten vor allem auf lockeren und feuchten Böden. Ihre Samen und Wurzeln gelten als giftigster Bestandteil, da sich die psychoaktive Substanz Triterpen-Saponin Phytolaccagenin vor allem auf diese Bereiche konzentriert.

Junge Blätter und Triebe der Kermesbeere enthalten nur geringe Giftmengen und werden in Asien oftmals als Salat zubereitet, da sie viele wichtige Proteine liefern und einen spargelähnlichen Geschmack bieten. Je älter die Kermesbeere ist, desto giftiger sind ihre Samen und Wurzelteile. Das Fruchtfleisch der Beeren verliert mit zunehmendem Alter dagegen an Giftigkeit.

Wirkung & Anwendung

Die indische Kermesbeere wird vor allem zu Heilzwecken eingesetzt. Sie wird zu Präparaten verarbeitet, die innerhalb der Homöopathie Verwendung finden. Die heilende Wirkung der Substanz ist in erster Linie auf die enthaltenen Saponine zurückzuführen, die antibakterielle sowie entzündungshemmende Effekte herbeiführen. Auch eine Stärkung des Immunsystems kann durch Saponine erreicht werden.

Präparate mit Bestandteilen der Kermesbeere werden deshalb vor allem zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen und Drüsenerkrankungen eingesetzt. Die Behandlung von Entzündungen mithilfe der Kermesbeere hat lange Tradition, denn vor Jahrhunderten legte man die Wurzel der Pflanze in Alkohol ein und verwendete diese Mixtur zum Beispiel bei der Behandlung von bakteriellen Infektionen der weiblichen Brustdrüse.

Ihre aufrechten Blüten unterscheiden sie von der Amerikanischen Kermesbeere, die noch deutlich giftiger ist.

Auch die harntreibende und schleimlösende Wirkung der Kermesbeere macht sich die heutige Homöopathie zunutze. Zusätzlich unterstützen die Saponine der Pflanze die Aufnahme bestimmter Inhaltsstoffe aus dem Darm und wirken cholesterinbindend. Tierversuche konnten außerdem eine präventive Wirkung gegen Darmkrebs bestätigen, da die regelmäßige Einnahme die Zellteilung im Darm hemmen kann.

In Maßen wirken Saponine zudem antibiotisch. Der Wirkstoff hemmt so die Bildung von Pilzen und die Replikation verschiedener Viren. Höhere Dosen der Substanz können allerdings zu leichten Vergiftungserscheinungen führen. Symptomatisch dokumentiert sind in dieser Hinsicht zum Beispiel Schwindel, Erbrechen und Krampferscheinungen im Magen-Darm-Trakt.

Die homöopathisch eingesetzten Präparate der indischen Kermesbeere enthalten allerdings geringe Dosen der Giftstoffe, die keine Vergiftungserscheinungen erwarten lassen. Abgesehen von der Herstellung homöopathischer Produkte findet die indische Kermesbeere teilweise auch als Gemüseersatz Verwendung. Dazu werden junge Blätter der Pflanze gekocht und mit Soße gereicht.

Vergiftungserscheinungen treten auch dabei nicht auf, da das Gift der Pflanze vorrangig in Wurzeln und Samen steckt. Neben der Homöopathie und der Essensdarreichung findet die indische Kermesbeere in einem dritten Einsatzbereich Verwendung. So finden die blassrosanen bis pechschwarzen Beeren teilweise als Färbemittel Anwendung. Auch die Zierfunktion der Pflanze ist nicht zu unterschätzen. In Europa ziert die Beere so oft zu rein optischen Zwecken den hauseigenen Garten.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Indische Kermesbeeren wurden in China schon 1000 vor Christus gegessen. Damals ersetzten sie die Tollkirsche. Die Einnahme junger Blätter sollte den Konsumenten vor allem eine Rauscherfahrung erleben lassen, aber auch in der Heilmedizin fand die Kermesbeere schon damals Anwendung. In China sowie Tibet sollte sie Schmerzen lindern, Ödeme heilen und Krebs vorbeugen.

Die in der indischen Kermesbeere enthaltenen Saponine, eine Untergruppe der Glykoside, sind der therapeutisch wirksamste Bestandteil der Pflanze. Sie besitzen viele biologisch-pharmazeutische Eigenschaften. Versuche bestätigen eine Senkung der Proliferationsrate von Dickdarmzellen, was den bedeutsamen Wert der Kermesbeere innerhalb der Krebsvorsorge bestätigt.

Die kontrollierte Einnahme hemmt das Wachstum sowie die DNA-Synthese von Tumorzellarten, da die Saponine mit der Zellmembran interagieren. Durch die Stimulation des Immunsystems werden desweiteren natürliche Killerzellen und zytotoxischen T-Lymphozyten angeregt, die Tumore im Entstehen angreifen. Da die Inhaltsstoffe der Kermesbeere zudem antibiotisch wirken, lässt sich die südostasiatische Pflanze außerdem zur Behandlung von Pilz-, Entzündungs- sowie Viruserkrankungen einsetzen.

Gerade die antibiotische Wirkung der Kermesbeere ist nicht zu unterschätzen. Vor allem im westlichen Kulturkreis ist die Immunität gegen konventionelles Antibiotikum zu einer Volkskrankheit geworden, was antibiotisch wirkende Natursubstanzen umso gefragter macht. Die indische Kermesbeere ist weniger giftig als die Amerikanische Kermesbeere, was den Einsatz zu Heilzwecken verglichen mit diesem Artverwandten noch leichter macht.

Allerdings nutzt man auch die Amerikanische Kermesbeere in der Homöopathie. In beiden Fällen ist die richtige Dosis der Schlüssel zum Erfolg. Auch abgesehen von der heilenden Wirkung der Inhaltsstoffe lässt sich die indische Kermesbeere für die Gesundheit einsetzen. Die in den Blättern enthaltenen Proteine können das Gewächs zum Beispiel zu einem äußerst gesunden Nahrungsbestandteil machen, wobei auch in dieser Hinsicht stets auf eine angemessene Dosierung zu achten ist.

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