Hypoallergene Pflaster

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Allergische Reaktionen bei Pflastern sind häufig und äußern sich in Juckreiz sowie geröteter Haut und Pusteln. Selbst Entzündungen an den betroffenen Stellen sind nicht selten zu beobachten. Besonders betroffen sind Kinder und Senioren. Hypoallergene Pflaster vermindern das Risiko nahezu völlig. Eine Garantie kann trotz jahrelanger Forschung allerdings nicht gegeben werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind hypoallergene Pflaster?

Während in üblichen Wundverbänden auch allergieauslösende Stoffe vorhanden sind, kommen die speziellen hypoallergenen Pflaster ohne diese aus. Lange Versuchsreihen und das Erforschen von allergieauslösenden Inhaltsstoffen waren dazu notwendig. Mittlerweile gibt es ein umfangreiches Angebot an Pflastern mit wenig Potenzial für Allergien.

In der Regel besteht das Trägermaterial aus dünnem Viskose-Vlies und die Klebemasse aus Polyacrylat. Beide Stoffe zeichnen sich durch ihre gute Hautverträglichkeit aus. Eine 100%ige Sicherheit ist hier jedoch immer noch nicht gegeben. Häufig wissen Verbraucher nichts über die allergischen Reaktionen ihrer Haut und selbst hypoallergene Produkte können daher lästige Reaktionen auf der Haut hervorrufen.

Besonders ältere Menschen leiden, wenn sie über einen längeren Zeitraum ein Pflaster tragen müssen. Ihre Haut ist dünn und nicht mehr so gut durchblutet, wie bei jungen Menschen. Das gilt auch für Babys und Kleinkinder. Sie verfügen nicht über die Abwehrstoffe eines Erwachsenen und die Haut reagiert sehr oft allergisch gegenüber der Pflaster. Viele Allergien sind nicht erforscht genug und in jedem Jahr kommen neue dazu. Das macht es den Experten schwer, jederzeit ein probates Mittel zur Hand zu haben.

Formen, Arten & Typen

Dank ausgiebiger Forschung gibt es mittlerweile ein umfassendes Sortiment an hypoallergenen Pflastern. Sowohl für den privaten Haushalt als auch für Kliniken gibt es spezielle Artikel für die optimale Wundversorgung. Etliche von ihnen sind steril verpackt und werden als Auflage nach Operationen benutzt.

Neben den Produkten, welche in kleinen Streifen angeboten und zur Versorgung kleiner Wunden produziert werden, gibt es die Pflasterstreifen. Sie finden Verwendung, wenn Mullauflagen auf einer Wunde zu fixieren sind.

Menschen, die in ihren Bewegungen dauerhaft eingeschränkt sind und im Bett liegen müssen, benötigen einen besonderen Wundschutz. Spezielle Dekubitus-Pflaster bieten in dem Fall eine gute Unterstützung. Ein Dekubitus zeigt sich zunächst in Form von Rötungen. Mangelnde Pflege führt unweigerlich zum Absterben des Gewebes. Hier sind Pflegepersonal und Ärzte besonders gefragt, wenn es um den Einsatz von hyperallergenem Pflaster geht.

Eine wichtige Unterscheidung der hypoallergenen Pflaster liegt darin, ob sie wasserfest oder -durchlässig sind. Spezielle Kinderpflaster aus hypoallergenem Material sind mit bunten Bildern bedruckt und sollen den Kleinen das Tragen des Wundschutzes erleichtern.

Aufbau & Funktionsweise

Hypoallergene Pflaster vermindern das Risiko von allergischen Reaktionen bei Pflastern nahezu völlig.

Sowohl hyper- als auch hypoallergene Produkte haben in etwa den gleichen Aufbau. Je nach Verwendungszweck befindet sich in der Mitte oder am Rand ein Polster aus weichem Material. Dieses lässt sich durch Klebestreifen auf der Haut fixieren. Häufig ist es mit einer antiseptischen Flüssigkeit oder einer heilenden Salbe angereichert. Das ist nicht nur bei größeren Wunden wichtig. Die Maßnahme verhindert, dass sich das Vlies mit der nässenden Wunde verbindet und beim Verbandwechsel die vorhandene Kruste zerstört wird.

Produkte in Form von Heftstreifen haben kein Polster. Sie sind glatt und komplett mit Klebstoff bestückt. Spezielle Blasenpflaster für die Füße verhindern ein Wundlaufen und beugen Blasenbildung vor. Bei Verbrennungen ist eine Infektionsgefahr der Wunde sehr groß. Zu diesem Zweck wurden spezielle Pflaster entwickelt. Die Haut um den Verbrennungsherd ist zudem sehr empfindlich und der Einsatz hypoallergener Pflaster hier normal. Auf diese Weise wird das Leiden der Betroffenen zumindest ein wenig gelindert. Dann spielt es auch keine Rolle, ob der Patient von einer Pflasterallergie betroffen ist. Selbst bei bester Beschaffenheit der Haut, in solchen Krisensituationen gibt es kaum eine Alternative für hyperallergenes Wundmaterial.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Der medizinische Nutzen dieser speziellen Pflaster liegt in erster Linie darin, dass eine Wundheilung problemlos verläuft. Werden sie in der Intensivmedizin zur Fixierung einer Braunüle genutzt, dürfen sie selbst nach tagelangem Tragen keine allergischen Reaktionen zeigen.

Im privaten Bereich liegt ihre Aufgabe nicht ausschließlich darin, dass sie kleine Wunden gut abdecken. Menschen mit einem künstlichen Darmausgang etwa müssen dauerhaft mit den Pflastern zurechtkommen. Das gilt ebenfalls für Patienten, die eine Prothese tragen. In vielen Fällen muss der Stumpf abgepolstert und dieses Polster mit einem Pflaster fixiert werden. Selbst wenn der Betroffene in der Regel nicht über allergische Reaktionen klagt. Hier spielt eine Rolle, dass das Heftpflaster tagelang am selben Hautabschnitt bleibt.

Hypoallergene Pflaster sind also nicht nur dann unverzichtbar, wenn es um die Versorgung von Patienten mit Allergien geht. Sie erfüllen ihren Zweck ebenfalls dort, wo eine dauerhafte Fixierung von Verbänden notwendig ist.

Es steht aber fest, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen einen hohen Nutzen von hypoallergenen Pflastern haben. Die Versorgung ihrer Wunden ist weitaus weniger schmerzhaft. Sowohl Pflegepersonal als auch Angehörige haben es dann viel einfacher, ihre Patienten zu versorgen. Mobile Menschen schätzen, dass diese Produkte auch im Wasser getragen werden können. Nach einem Aufenthalt im Bad ist kein Verbandswechsel erforderlich, da die wasserfeste Auflage die Wunde vor Nässe schützt.

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