Hypertensive Herzkrankheit

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. September 2017
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Wenn das Herz erkrankt, kann dies zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen. Darüber hinaus sind Krankheiten einzelner Bestandteile des Herzens, welche durch eine hypertensive Herzkrankheit (HHK) geschädigt sind, der Auslöser für verschiedene Funktionsstörungen anderer Organe.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine hypertensive Herzkrankheit?

Die hypertensive Herzkrankheit betrifft den "Motor" unseres Körpers und bezieht sich auf den kompletten Herzmuskel. Das Herz ist ein einheitlicher Muskel, welcher durch spezielle Öffnungen seiner Funktion nachkommen kann.

Lässt die Fähigkeit des Herzmuskels des Zusammenziehens und des Entspannens durch eine hypertensive Herzkrankheit nach, kann ein Funktionsverlust dieses zentralen Organs die Folge sein.

Eine hypertensive Herzkrankheit kann in diesem Zusammenhang einer Herzinsuffizienz Vorschub leisten. Aus diesem Grund gehört die Erkrankung zu den organischen Auffälligkeiten, die mit hohen Risiken und einer umfangreichen Behandlung verbunden sind.

Ursachen

Die Ursachen für eine hypertensive Herzkrankheit ähneln derer, welche eine Arterielle Hypertonie begünstigen. Bei den meisten Patientinnen und Patienten, bei denen eine diese Form der Herzkrankheit diagnostiziert wurde, treten insbesondere Defizite in der hormonellen Steuerung des Blutdruckes sowie Schädigungen der Nieren im Vorfeld zutage.

Eine bereits bestehende Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems endet meist ebenfalls meist in einer hypertensiven Herzkrankheit. Trotz der enormen Muskelstärke und der erstaunlichen Belastbarkeit des Herzmuskels ist nach längeren ungünstigen Faktoren eine HHK nicht mehr abzuwenden.

Sind die Arterien durch Ablagerungen im Zusammenhang mit einer Arteriosklerose teilweise verschlossen, tritt ebenfalls eine hypertensive Herzkrankheit auf.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Bei der anatomischen Darstellung eines Herzens, bei dem eine hypertensive Herzkrankheit diagnostiziert wurde, zeigen sich deutliche Größenabweichungen zu einem normalen, gesunden Herzen. Eine HHK bringt eine Verdickung und damit einen Elastizitätsverlust des Herzmuskels mit sich.

Die Pumpfähigkeit des Herzens lässt nach. Dies drückt sich in einer Funktionsschwäche des Muskels aus. Die Patientinnen und Patienten weisen messbare Störungen des gleichmäßigen Herzrhythmus, Herzstolpern und im fortgeschrittenen Stadium ein Vorhofflimmern auf. Kurzatmigkeit, anhaltende Übelkeit, Schwindelgefühle und Müdigkeit sowie ein zu hoher Blutdruck sind typisch für eine hypertensive Herzkrankheit.

Bevor das letzte Stadium der HHK erreicht ist, werden einzelne Stufen wie die sogenannten Relaxionsstörungen, die Pseudonormalisierung und die als Restriktion bezeichneten Verläufe festgestellt. Im Mittelpunkt der diagnostischen Erhebungen bei einem Verdacht auf eine hypertensive Herkrankheit stehen die klinischen Symptome, welche von den Betroffenen berichtet werden. Im Vordergrund der technischen Diagnostik der HHK steht die Echokardiografie des Herzens sowie die Messung des Blutdruckes.

Komplikationen

In der Regel stellen Beschwerden am Herzen immer eine starke Komplikation dar, die im schlimmsten Falle auch zum Tode des Patienten führen kann. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung bei diesen Krankheiten unerlässlich, damit es nicht zu Folgeschäden kommt, die in der Regel irreversibel sind und nicht behandelt werden können. Der Betroffene leidet dabei an einer Herzinsuffizienz und kann einen plötzlichen Herztod erleiden.

Ebenso kommt es zu Herzrhythmusstörungen und zu einer starken Verringerung der Belastbarkeit des Patienten. Gewöhnliche Tätigkeiten und sportliche Betätigungen sind für den Patienten in der Regel nicht mehr möglich, sodass der Alltag eingeschränkt wird. Durch die Herzkrankheiten werden die Lebensqualität und die Lebenserwartung des Patienten verringert. Es kann weiterhin zu Schmerzen in der Brust und ebenso zu einem Herzinfarkt kommen, welcher mit schwerwiegenden Komplikationen verbunden ist.

Weiterhin können sich die Beschwerden am Herzen auch auf andere Organe negativ auswirken. In der Regel können Herzbeschwerden mit Hilfe von Medikamenten oder operativen Eingriffen behandelt werden. Ebenso muss sich der Betroffene um eine gesunde Lebensweise bemühen, um das Risiko von Herzerkrankungen zu minimieren. Weiterhin kann auch ein Bypass gelegt oder ein Herzschrittmacher installiert werden, um Notfällen zu vermeiden.

Behandlung & Therapie

Mit den gegenwärtig gegebenen medizinischen Möglichkeiten ist bei einer hypertensiven Herzkrankheit eine gute Behandlungschance in Sicht.

Bei einer HHK wird zunächst ein normaler Blutdruck angestrebt. Eine sinnvolle Änderung der Lebensgewohnheiten der Betroffenen kann für das Erreichen dieser Zielsetzung unumgänglich sein. Eine medikamentengestützte Therapie ist bei einer hypertensiven Herzkrankheit angezeigt. Die Arzneistoffe, welche bei der HHK verordnet werden, entstammen den Gruppen der ACE-Hemmer, der Kalziumantagonisten oder der Betablocker. Diese pharmazeutischen Präparate führen nicht in jedem Fall als Einzeldosierungen zum Erfolg.

Vielfach erfolgt eine sinnvolle Kombination aller Wirkstoffe. In diese Therapie gegen eine HHK werden zudem sogenannte entwässernde, die Urinausscheidung erhöhende Medikamente einbezogen. Das Einpflanzen eines Herzschrittmachers gegen ein Vorhofflimmern, das Integrieren eines Stents oder das Implantieren eines Herz-Bypasses sind bei einer fortgeschrittenen hypertensiven Herzkrankheit ebenfalls relevant.

Durch diese Methoden kann die Lebensdauer bei einer HHK verlängert und die Lebensqualität auf einem bestimmten Niveau gehalten werden.

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Vorbeugung

Die Prophylaxe gegen eine hypertensive Herzkrankheit basiert auf einem gleichmäßigen Wechsel zwischen Stress- und Erholungsphasen, regelmäßiger körperlicher Bewegung, einer Senkung der Cholesterin- und Blutzuckerwerte sowie einem Aufgeben des Rauchens.

Eine fettreduzierte Ernährungsweise, Nahrungsmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, und vitaminhaltige Produkte können einer HHK vorbeugen. Im Zusammenhang mit der Verarbeitung von negativem Stress können spezielle Methoden und Entspannungstechniken hilfreich sein, um gegen eine hypertensive Herzkrankheit bewusst vorzugehen.

Besondere Risikofaktoren wie körperliches Übergewicht, Medikamente, welche einen hohen Blutdruck bedingen, und ein ausgeglichener Schlaf sind ebenfalls als Vorbeugung gegen eine HHK zu erwähnen.

Das können Sie selbst tun

Wer an der hypertensiven Herzkrankheit erkrankt ist, sollte wichtige Selbsthilfe-Maßnahmen in Betracht ziehen. Schließlich ist das Herz der Motor des Körpers und die hypertensive Herzkrankheit betrifft den gesamten Herzmuskel.

Da das Symptom auch den Funktionsverlauf anderer Organe beeinträchtigt, ist es für den Betroffenen ratsam auf Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum sowie fettreiches Essen zu verzichten. All diese Komponenten belasten das Herz-Kreislauf-System unnötig. Zudem werden dem Druck- und Engegefühl in Brust und Hals, Zustände des Frierens, der Erschöpfung sowie dem Gefühl schwerer Glieder entgegengewirkt. Für den Alltag bedeutet es Stress und extrem körperlicher Belastung aus dem Wege zu gehen und sich ausreichend Erholungsphasen zu gönnen. Selbsthilfegruppen und Therapeuten wirken unterstützend den Alltag mit hypertensiver Herzkrankheit zu meistern, insbesondere wenn gleichzeitig diätetische Maßnahmen eingeleitet wurden.

Des Weiteren können Betroffene ihre Cholesterin- und Blutzuckerwerte selbst regelmäßig prüfen und auf eine vitaminreiche sowie Omega-3-Fettsäure haltige Kost umsteigen. Sanfter Sport wie Yoga, Schwimmen oder Wandern hält den Körper fit. Wer von dem Symptom oder einer Herzinsuffizienz betroffen ist, sollte seine Lebensgewohnheiten sinnvoll anpassen, sonst drohen Angina Pectoris oder plötzlicher Herztod.

Treten dennoch unerwartet Kreislauf- und Herzrhythmus-Störungen sowie unerklärbare Unruhezustände auf, muss als Selbsthilfe-Maßnahme eine Ruheposition eingenommen und die unverzügliche Abklärung durch den ärztlichen Notdienst erfolgen.

Bücher über Angina pectoris & Herzkrankheiten

Quellen

  • Erdmann, E.: Klinische Kardiologie. Springer, Heidelberg 2011
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Roskamm, H., et al.: Herzkrankheiten. Springer, Heidelberg 2004

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