Hyaluronsäure

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Die Hyaluronsäure hat sich in den letzten Jahren zunehmend ein Image als Wirkstoff gegen die Hautalterung erworben. Tatsächlich aber kommt das Heilmittel häufiger bei Gelenkbeschwerden und Arthrose zum Einsatz.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Hyaluronsäure?

Bei der Hyaluronsäure handelt es sich um kettenförmig angeordnete Mehrfachzucker – die sogenannten Polysaccharide. Sie werden auf natürliche Weise im menschlichen und tierischen Organismus hergestellt. Die Verteilung davon gestaltet sich unterschiedlich.

Vornehmlich in der Gelenkflüssigkeit, an den Bandscheiben sowie im Glaskörper des Auges liegt eine besonders große Menge davon vor. Allerdings lässt die Fähigkeit zur Eigenproduktion der Säure mit zunehmendem Alter nach. Betroffene klagen dann über Gelenkbeschwerden, eine verminderte Sicht oder eine faltige Haut.

In diesen Fällen kann die Hyaluronsäure von außen zu medizinischen und kosmetischen Zwecken eingesetzt werden. Als Tablette, Kapsel, Creme oder sogar in flüssiger Aufbereitung für die Spritze ist das Mittel in unterschiedlicher Form anwendbar. Besserungen stellen sich indes oft erst nach längerer Behandlung ein.

Pharmakologische Wirkung

Die Hyaluronsäure gelangt nach der Anwendung binnen Stunden an ihren Bestimmungsort. Dieser kann in den einzelnen Hautschichten, in der Nähe aller Gelenke oder im Auge liegen.

Genutzt wird dabei der Umstand, dass der Wirkstoff eine umfangreiche Menge an Flüssigkeit in sich aufnimmt. Pro Gramm der Säure werden rund sechs Liter Wasser gebunden. Diese Eigenschaft kann etwa in der Haut eine höhere Elastizität hervorrufen oder im Rahmen einer Wundheilung zur Anwendung kommen. In den Gelenken der Gliedmaßen wirkt die Hyaluronsäure hingegen eher als Schmierstoff. Sie beugt entweder als Bestandteil der Knorpel zwischen den Knochen einer Abnutzung der Gelenke vor. Oder sie legt sich als schützende Schicht zwischen das Knochengerüst und erzielt dort einen ähnlichen Effekt.

Positiv gestaltet sich zudem die schmerzlindernde Eigenschaft des Präparats. So kann zwar insbesondere der Aufbau der Gelenkflüssigkeit oder der Knorpel im Regelfall einige Wochen betragen. Die akut wahrgenommenen Beschwerden werden jedoch innerhalb weniger Tage beseitigt. In welcher Form und wie oft die Hyaluronsäure zum Einsatz kommt, muss allerdings im Einzelfall entschieden werden.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Hyaluronsäure hat sich zunehmend ein Image als Wirkstoff gegen Hautalterung erworben. Tatsächlich aber kommt es häufiger bei Gelenkbeschwerden und Arthrose zum Einsatz.

Insbesondere in der Therapie akuter oder chronischer Leiden der Gelenke wurde die Hyaluronsäure in den letzten Jahrzehnten besonders häufig verwendet. Sie kann entweder einem bereits begonnenen Krankheitsprozess wie der Arthrose entgegenwirken oder diesem präventiv vorbeugen. Ebenso ist die Behandlung einer diagnostizierten Augentrockenheit damit üblich. Hier würde das Präparat in Form von Tropfen direkt in die Augen geträufelt.

Eine Anwendung ist darüber hinaus bei einer Fehlfunktion der Schleimhäute im Bereich der Nase, des Mundes und des Rachenraums möglich. Erst seit rund drei Jahrzehnten hat sich die Hyaluronsäure aber ebenso als Bestandteil der ästhetischen Medizin einen Ruf erworben. Dank der Fähigkeit der Wasserbindung wird der Prozess der Wundheilung verbessert.

Auch bei der Nachsorge von Operationsnarben kommt der Wirkstoff daher zur Verwendung. Personen, die über unfall- oder krankheitsbedingte Deformationen im Bereich des Gesichts leiden, können zudem auf ein Aufspritzen der Lippen, Hautflächen und Augenlider hoffen. Der hierbei eintretende Effekt vitaler Konturen wird zugleich immer häufiger in der Kosmetik genutzt.

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Risiken & Nebenwirkungen

Die Anwendung der Hyaluronsäure gestaltet sich nur in seltenen Fällen mit unerwünschten Begleiterscheinungen. So können sich etwa Unverträglichen und allergische Schockreaktionen bei der oralen Einnahme ergeben. Wird das Mittel auf die Haut aufgetragen, in die Augen getropft oder in den Gelenkbereich gespritzt, so sind Juckreiz, Rötungen, Blasenbildung und eine Schmerzempfindlichkeit der betroffenen Stelle nicht auszuschließen.

Bei schwerwiegenden Erscheinungsbildern treten sogar Muskelkrämpfe auf und es kann zu kleineren Beulen um den Injektionspunkt herum kommen. Allgemein stellen sich darüber hinaus häufig temporäre Nachwirkungen im Zuge der Anwendung an den Gelenken ein. So kann jener Bereich, in den die Säure gespritzt wurde, für wenige Minuten ein Gefühl gedämpfter Wahrnehmung und leichter Taubheit aufweisen.

Dennoch lösen sich nahezu alle Symptome binnen wenigen Minuten oder Stunden von selbst auf. Lediglich bei länger anhaltenden Beschwerden sowie bei akuten Schockzuständen muss umgehend ein Mediziner verständigt werden.

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