Homöopathie: Wie wirken Globuli

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Immer mehr Menschen vertrauen der Homöopathie. Doch wirken Globuli überhaupt? Die Wirksamkeit von Homöopathie ist längst bestätigt, auch wenn sie nur schwer zu glauben ist. Die Inhaltsstoffe der Globuli werden so stark verdünnt, man könnte ja glauben, dass die Wirkstoffe schon nicht mehr vorhanden sind. Doch weit gefehlt, die tägliche Praxis beweist, dass die Patienten sehr wohl auf die kleinen Zuckerpillen ansprechen.

Inhaltsverzeichnis

Behandlung nach dem Ähnlichkeitsprinzip

Die Homöopathie ist eine alternative Heilmethode, und hier wird Ähnliches mit Ähnlichem behandelt. Der Arzt Samuel Hahnemann war von der Wirkung der Homöopathie überzeugt. Er meinte damit, dass ein wirksames Medikament die gleichen Symptome hervorrufen könne, wie die Krankheit, die geheilt werden muss. Er machte zahlreiche Selbstversuche und die Globuli wirkten.

In der Homöopathie werden die Mittel ganz stark verdünnt, sodass von den Medikamenten eigentlich nichts zurückbleibt. Laut Hahnemann haben die Medikamente keine Nebenwirkungen mehr und die Wirkstoffe können sich so erst richtig entfalten. Durch die Gabe von Globuli können viele Krankheiten behandelt werden, ob Blasenentzündung, Blutarmut oder Hämorrhoiden. Es gibt kaum eine Krankheit, bei der Globuli nicht helfen.

Selbst das Verhalten kann geändert werden, etwa bei der Raucherentwöhnung oder bei Übergewicht. Dr. Samuel Hahnemann glaubte fest daran, dass es eine geisthafte Kraft gibt, die den gesamten Organismus steuert. Dieses Prinzip kennt auch die chinesische Medizin, hier wird es „Chi“ genannt. Auch in der Quantenphysik wurde nachgewiesen, dass die Energie, die Materie und die Informationen ineinander übergehen können. Das ist kein Hokuspokus, es wird täglich in jedem Computer und in jedem Handy angewendet.

Der Mensch als Ganzes im Fokus

Die Homöopathie sieht den Menschen als Ganzes, Körper, Seele und Geist werden bei den Behandlungen also einbezogen. Die Lebenskraft ist für das harmonische Zusammenwirken aller Organe verantwortlich. Es ist also die Lebenskraft, die dem Menschen Immunität verleiht und vor Krankheiten schützt.

Jede Krankheit sendet Alarmsignale aus, damit der Mensch erkennt, dass etwas nicht stimmt und dass Hilfe benötigt wird. Die Homöopathie setzt auf Globuli und dadurch werden auch die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Aber für eine Behandlung muss der komplette Zustand des Patienten analysiert werden, Körper, Geist und Seele werden einbezogen. Der Patient wird immer in die Behandlungs-Methode mit einbezogen, er muss aktiv an der Behandlung beteiligt sein. Die Mitarbeit des Patienten ist also sehr wichtig, sie entscheidet, ob die Behandlung Erfolg hat oder nicht.

Alles nur Placebo-Effekt?

Globuli haben nicht nur einen Placebo-Effekt, so einfach ist die Behandlung mit Globuli nicht einzustufen. Naturwissenschaftlich ausgebildete Ärzte geben der Homöopathie immer den Vorrang, also muss diese Methode eine deutliche Wirkung zeigen. Sie sind von der Wirkung der Globuli überzeugt, obwohl sie daran weitaus weniger verdienen, als an herkömmlichen Medikamenten. Die Globuli zeigen eine viel bessere Wirkung und haben deutlich weniger Nebenwirkungen.

Diese Methode ist nicht nur auf den Placebo-Effekt zurückzuführen. Die „Einbildung“ würde ja bei jeder Behandlung eintreten, auch bei der Schulmedizin. Der Effekt tritt aber erst ein, wenn das richtige Mittel gefunden ist, nicht etwa vorher oder bei der Gabe von Tabletten der Schulmedizin. Ärzte und Patienten wundern sich über die Wirksamkeit von Globuli, denn es wurden ja schon viele Versuche unternommen, die Krankheit zu heilen oder zumindest zu lindern.

Gegen den Placebo-Effekt steht auch, dass sich bei Kindern, Tieren und sogar bei Pflanzen eine Wirksamkeit der Globuli erkennen ließ. Kleine Kinder, Tiere und Pflanzen können sich die Heilerfolge nicht einbilden und nicht mit besonderen Erwartungen an die Behandlung herantreten.

Wie die Potenzen wirken

Die Homöopathie verfügt über mindestens 250 einzelner Wirkstoffe, die alle tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs sind. Je nach Anwendungsgebiet werden sie in verschiedenen Potenzen angewandt. Grundsätzlich wird zwischen niedrigen, mittleren und hohen Potenzen unterschieden.

Die niedrigen Potenzen liegen im Bereich D6 – D12, die mittleren Potenzen betragen D13 – D30 und die hohen Potenzen sind über D 30 anzusiedeln. Das bedeutet, dass der Verdünnungsgrad immer wieder anders gehandhabt wird. Ist die Potenz also mit D6 angegeben, so wird der Wirkstoff verdünnt und zwar in einem Verhältnis 1:1.000.000.

Niedrige Potenzen werden in der Homöopathie bei körperlichen Beschwerden eingesetzt. Sollen aber die Globuli auf Körper und Seele wirken, dann ist eine mittlere Potenz angesagt. Natürlich werden auch hohe Potenzen genutzt, aber hier braucht der Arzt sehr viel Fingerspitzengefühl, um die richtig Auswahl und Dosierung zu treffen.

Kritik an der Homöopathie

Die Kritik an der Homöopathie ist so alt, wie die Homöopathie selbst. Immer wieder wird diese Heilmethode kritisiert, am meisten von der Schulmedizin und von der Wissenschaft. Doch die Homöopathie hat einen Siegeszug angetreten und daran wird sich auch nichts ändern. Bekennende Homöopathen und Patienten glauben fest daran, dass die Globuli geholfen haben. Vielleicht wurden aber auch die körpereigenen Heilkräfte aktiviert? Egal was auch immer geholfen hat, schaden können die Globuli nicht.

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Was die Wirkung beeinflusst

Die meisten Fehler werden bei der Einnahme der Globuli gemacht. Die Spanne kann sehr weit reichen, bei manchen Erkrankungen ist eine einmalige Einnahme erforderlich, andere Mittel müssen jede Stunde genommen werden. Sie wirken bei vielen Krankheiten, etwa bei Schlafstörungen, Alkoholsucht oder bei verschiedenen Allergien. Auch seelische Erkrankungen werden so behandelt wie Angst und Nervosität, Depressionen und Panikattacken. Jedoch ist immer der Arzt zu befragen, eine Eigenbehandlung durch Homöopathie ist nicht zu empfehlen.

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