Hilfe und Behandlung bei Schweißfüßen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 5. Dezember 2017
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Eine unheilbare Krankheit sind Schweißfüße nicht, aber ein Übel für den Betroffenen und für seine Umgebung. Es ist ein Ammenmärchen, wenn heute noch behauptet wird, man dürfe Schweißfüße nicht vertreiben, da sonst sekundäre gesundheitliche Schäden zu erwarten seien. Dem sei erwidert: Menschen mit gesunden, trockenen Füßen sind nicht weniger gesund als diejenigen mit Schweißfüßen.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für Schweißfüße

Bei Schweißfüßen sollte man soviel es geht, die Füße unbekleidet der Luft und der Sonne aussetzen.

Wenn der Mensch schwitzen will, so braucht er dazu nicht unbedingt die Hautventile der Füße, sondern dazu hat er Schweißporen an der gesamtem Körperoberfläche.

Zudem sind Schweißfüße nicht angeboren, sondern vielmehr erworben. Sie entstehen meistens durch schlecht ventilierendes Schuhwerk, vor allen Dingen in Gummistiefeln, bei Schuhen mit Gummisohlen und in zu warmen Räumen.

Zu warme Strümpfe und zu geringer Strumpfwechsel tragen ebenso dazu bei wie zu wenig Licht, Luft und Sonne an den Füßen.

Der Schweißfuß, der nicht selten eine wunde und perforierte Haut an den Fußsohlen und zwischen den Zehen aufweist, ist besonders anfällig für Fußpilzerkrankungen.

Im Winter besteht durch den feuchten Fuß bedingt eine erhöhte Erkältungsgefahr. Was läßt sich praktisch tun, um den Schweißfuß zu beseitigen, damit dr Fuß in seiner Hautfunktion wieder normal und gesund reagiert?

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Behandlung

  • Leichtes, luftdurchlässiges Schuhwerk tragen, möglichst keine Gummistiefel und Gummisohlen. Täglicher Schuh- und Strumpfwechsel. Im Sommer möglichst Sandalen tragen oder barfuß laufen.
  • Morgens und abends Füße kalt mit Wasser und Seife waschen und mit Franzbranntwein abreiben. Desodorierendes Fußspray verwenden.
  • Soviel es geht, Füße unbekleidet der Luft und der Sonne aussetzen, der Fuß muss atmen können. Im Sommer, wenn möglich, am Meer oder in Bächen, sonst in der mit kaltem Wasser gefüllten Badewanne Wassertreten. Das Wasser sollte bis etwa zur Hälfte der Wade gehen. Knie jeweils heben, dass die Füße das Wasser verlassen, und dann auf der Stelle gehen. Dauer einige Minuten. Man darf nicht dabei frieren.
  • Als therapeutisches Mittel mit schneller Wirkung empfiehlt sich ein einfaches, aber bewährtes Mittel: Täglich nehme man ein lauwarmes Fußbad mit Zusatz von essigsaurer Tonerde (2 Eßlöffel auf 1 Liter Wasser). 10 Minuten Füße baden und dann an der Luft trocknen lassen, nicht abtrocknen. 14 Tage lang, dann eine Woche Pause und dasselbe noch einmal 14 Tage lang. Danach erfreut man sich in den meisten Fällen eines gesunden, trockenen Fußes.

  • In ganz schwierigen Fällen hilft immer Formalinspiritus, mit dem man die Füße zweimal täglich einpinselt. Dieses Mittel gerbt die Haut und konserviert sie. Dies sei aber nur angewandt, wenn essigsaure Tonerde einmal nicht zum vollen Erfolg führen sollte.

Selbstverständlich muss man für die Zukunft die vorsorglichen Maßnahmen beachten und darf nicht in die alten auslösenden Fehler verfallen. Man denke immer daran: Trockenen Fußes geht es sich besser; zudem ist es angenehmer und gesünder.

Bücher über Schweißfüße

Quellen

  • Altmeyer, P.: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer Medizin Verlag, Berlin Heidelberg 2005
  • Herrmann, K., Trinkkeller, U.: Dermatologie und medizinische Kosmetik. Springer, Berlin Heidelberg 2015
  • Sterry, W. (Hrsg.): Kurzlehrbuch Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2011

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