Hibiskus

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Hibiskustee gehört in den meisten Haushalten dazu. Oft kommt er in Kombination mit Hagebutten vor. Dabei lässt sich die Pflanze nicht nur zu einem schmackhaften Tee verarbeiten. Ihre Inhaltsstoffe verleihen ihr zudem medizinische Eigenschaften.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des Hibiskus

Der Hibiskus gehört zur Familie der Malven. Ursprünglich stammt er aus wärmeren Regionen, insbesondere aus Asien und tropischen sowie subtropischen Gebieten. Es existieren insgesamt ungefähr 275 bis 600 unterschiedliche Arten des Hibiskus. Hibiskuspflanzen differenzieren sich in ihrem äußerlichen Erscheinungsbild. So können sie krautige sowie baumartige Formen annehmen oder als Strauch vorkommen.

Alle Arten weisen jedoch Blüten auf. Diese sind zwittrig und in der Regel fünfzählig. Während die Kelchblätter oft an Glocken erinnern, können die Kronblüten in verschiedenste Farben getaucht sein. Gewöhnlich sind weiße, rosa, rote, blaue oder violette Blüten. Heutzutage können Unterarten des Hibiskus in zahlreichen Gärten gefunden werden. Damit die Pflanze aufblüht, benötigt sie jedoch oftmals warme Temperaturen.

So zeigt sie sich erst im Sommer von ihre schönsten Seite, bei etwa 27 bis 28 Grad. Im Winter kann der Hibiskus als Topfpflanze in der Wohnung überleben. Sobald es wärmer wird, sollte er jedoch an die frische Luft gestellt werden. Temperaturen von über 28 Grad verträgt der Hibiskus nicht. Dementsprechend gilt er in seinen Heimatregionen als „Wintergewächs“, erreicht das Thermometer dort noch höhere Temperaturen. Gesammelt wird der Hibiskus während seiner Blütezeit.

Wirkung & Anwendung

Obwohl der Hibiskus hierzulande nur als Teebeigabe bekannt ist, kann er einige Beschwerden lindern und zu einem verbesserten Wohlbefinden beitragen. Im Gegensatz zu vielen Medikamenten aus der Schulmedizin gelten die Blätter der Pflanze als gut verträglich. Ausschlaggebend für seine heilenden Eigenschaften sind die Inhaltsstoffe des Hibiskus. Zu diesen gehören vor allem Fruchtsäuren, Apfelsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Anthocyane, Flavonoide, Phytosterole, Schleim und Pektin.

Seine Fähigkeiten werden als durstlöschend, abführend, harntreibend, gallentreibend, antibakteriell und krampflösend beschrieben. Dementsprechend eignet er sich für verschiedene Erkrankungen, in denen eine solche Wirkung von Nutzen sein kann. Am häufigsten wird Hibiskus als Tee konsumiert. Dafür lassen sich die getrockneten Blüten mit heißem Wasser übergießen. Nach etwa 7 Minuten sollten die restlichen Bestandteile entfernt werden.

Es existieren insgesamt ungefähr 275 bis 600 unterschiedliche Arten des Hibiskus.

Für einen medizinischen Effekt empfiehlt sich insbesondere die Verwendung von organischem Tee. Die enthaltenen Flavonoide leisten einen bedeutsamen Beitrag für die heilenden Eigenschaften des Hibiskus. Gleichzeitig stellen sie den pflanzeneigenen Abwehrmechanismus gegen Insekten und Konkurrenzpflanzen dar. Bei einem nicht biologischen Anbau werden Insektizide und Pestizide verwendet. Weil der Hibiskus seine Flavonoide nicht mehr benötigt, können sie nach einigen Generationen in der Monokultur nicht mehr in den Bestandteilen der Pflanze gefunden werden.

Der gewonnene Tee lässt sich warm oder kalt trinken. Von der innerlichen Anwendung abgesehen, kann mithilfe von Stoffresten zudem ein Umschlag angefertigt werden. Bei großflächigen äußerlichen Beschwerden sollten die Blüten des Hibiskus ins Badewasser gegeben werden. Möglich ist zudem ein Sitzbad. In der Apotheke erhältliche Tinkturen weisen eine noch stärkere Konzentration der Wirkstoffe auf. Insgesamt werden für medizinische Zwecke lediglich die Blüten des Hibiskus verwendet. Diese verleihen den meisten Teemischungen ebenfalls ihre rote Farbe.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Hibiskus kann eine zentrale Rolle im Erhalt der Gesundheit spielen. So beinhalten die Blüten beispielsweise eine hohe Menge an Vitamin C. Vitamin C stärkt das Immunsystem und kann auf diese Weise die Anfälligkeit für Krankheiten reduzieren. Im Rahmen der Prävention sollte der Tee mehrmals täglich getrunken werden. Die enthaltenen Flavonoide schützen Zellen und Gefäße vor Freien Radikalen. Freie Radikale sind wiederum für zahlreiche degenerative Erkrankungen verantwortlich.

Auf diese Weise kann Hibiskus zum Beispiel zur Alzheimer- Prävention beitragen. Gleichzeitig gehen die Inhaltsstoffe gegen Bakterien vor. Somit eignet sich Hibiskustee als Getränk während einer Erkältungskrankheit. Ein bakterieller Ausschlag kann teilweise durch einen Umschlag gemildert werden. Der verwendete Tee sollte hierfür jedoch bereits abgekühlt sein, um Verbrennungen zu vermeiden.

Darüber hinaus soll Hibiskus schleimlösend sein. Mit dieser Eigenschaft kommt er ebenfalls bei Husten und Schnupfen zum Einsatz. Die entwässernde Wirkung kann im Rahmen einer Entwässerungskur genutzt werden. Diese sollte jedoch unter der Aufsicht eines Arztes erfolgen. Bei einigen Beschwerden können harntreibende Mittel vorteilhaft sein, wie beispielsweise bei Nierenleiden oder einer Blasenentzündung.

Liegt eine Infektion der Harnwege vor, sollten die verantwortlichen Erreger ausgespült werden, damit sich zügig eine Heilung einstellen kann. Der häufige Harndrang kann dabei unterstützend wirken, die Blase regelmäßig zu leeren. Insgesamt kann der Hibiskus sowohl für behandelnde als auch präventive Maßnahmen zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich jedoch um Eigenschaften, die bisher nur der Volksmedizin zugeschrieben wurden.

Aufgrund mangelnder Untersuchungen ist die Wirkung der Pflanze offiziell noch nicht anerkannt. Nebenwirkungen treten nur selten ein und äußern sich häufig nach einem sehr hohen Konsum an Hibiskus. So kann zum Beispiel das Auftreten von Verdauungsbeschwerden wie Durchfall nicht ausgeschlossen werden. Im Rahmen von bestehenden Verstopfungen wird der Hibiskus manchmal als Therapie angewendet.

Generell handelt es sich nicht um einen bedrohlichen Zustand. Betroffene sollten jedoch darauf achten, genügend Flüssigkeit aufzunehmen, um den Verlust ausgleichen zu können. Schwangere sollten vor der erstmaligen Einnahme einen Arzt konsultieren. Eine Behandlung von Kindern mit Hibiskus ist in der Regel problemlos.

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