Herzmuskelentzündung
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Eine Herzmuskelentzündung oder Myokarditis ist eine Erkrankung des Herzens. Dabei kann diese Entzündung des Herzmuskels, sowohl chronisch als auch akut verlaufen. Eine Herzmuskelentzündung kann ohne Behandlung schwerwiegende körperliche Folgen haben und sollte daher unbedingt vom Arzt therapiert werden.
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Definition Herzmuskelentzündung
Die Herzmuskelentzündung führt zur Störung der Kontraktionsfähigkeit des Herzens. Dadurch kommt es zu einem Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit oder sogar zu einer Herzschwäche. Diese Entzündung ist auch, in manchen Fällen, als Ursache für den plötzlichen Herztod bekannt.
Ursachen für Herzmuskelentzündung
Insbesondere wenn die Erkrankung nicht ordentlich auskuriert wird und der Betroffene sich zu früh körperlich verausgabt, wie zum Beispiel beim Ausdauersport. Auch durch eine bakterielle Erkrankung kann es zu einer Herzmuskelentzündung kommen. Hier sind am häufigsten die Erkrankungen Diphtherie, Scharlach und Borreliose. Dies ist eine durch Zeckenbiss übertragene Erkrankung.
In seltenen Fällen kann sich der Herzmuskel auch nach einer Infektion mit Pilzen, Parasiten oder einzellige Organismen, wie Toxoplasmose, entzünden. Eine Herzmuskelentzündung aufgrund einer Autoimmunerkrankung, einer Strahlentherapie oder dem Genuss von Medikamenten oder Drogen ist seltener, aber durchaus möglich.
Typische Symptome bei Herzmuskelentzündung
- Herzrhythmusstörungen
- Herzrasen
- Brustschmerzen
- Gesichtsblässe
- Wassereinlagerungen
- Atemnot
- Geringe Belastbarkeit
- Allgemeine Schwäche
- Gewichtsabnahme
- Gliederschmerzen
- Kurzatmigkeit
Krankheitsverlauf Herzmuskelentzündung
Der Verlauf einer Myokarditis bzw. Herzmuskelentzündung kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt problemarme Verläufe der Herzmuskelentzündung mit nur sehr schwachen Symptomen, aber auch schwere Fälle. Diese können sogar tödlich enden. Zu Beginn bemerkt der Betroffene zunächst eine allgemeine Schwäche, die sich auch schon bei täglichen Tätigkeiten bemerkbar macht.
Dazu kann eine schnelle Ermüdungserscheinung, sowie Gewichtsverlust kommen. Auch Gliederschmerzen treten gelegentlich als Symptom für eine Herzmuskelentzündung auf. Des Weiteren kann es zu sogenannten Herzstolpern, Herzrasen oder Schmerzen im Brustbereich kommen. Je nach Schwere der Erkrankung führen bereits einfache körperliche Tätigkeiten zu einer Kurzatmigkeit oder sogar Atemnot.
Ist durch die Herzmuskelentzündung bereits die Funktion des Herzens eingeschränkt, bilden sich Wasseransammlungen in den Beinen oder der Lunge. Auch ein chronischer Verlauf ist möglich. Hierbei vergrößert sich der Herzmuskel, verliert jedoch seine Fähigkeit zur Kontraktion.
Behandlung von Herzmuskelentzündung
Hat die Herzmuskelentzündung bereits zu einer Herzschwäche geführt, wird diese aus einer Mischung aus harntreibenden Medikamenten, ACE-Hemmern und Beta-Blockern bekämpft. Bei einem großen Erguss wird dieser punktiert, das heißt die Flüssigkeit wird abgesaugt. Ist eine Autoimmunerkrankung der Grund für die Herzmuskelentzündung wird diese auch durch die Gabe von Kortison behandelt. Dadurch sollen die körpereigenen Abwehrkräfte unterdrückt werden.
Hat die Entzündung bereits zu einer starken und dauerhaften Schädigung des Herzens geführt, gibt es als letzte Alternative noch die Herztransplantation. Um eine Herzmuskelentzündung zu verhindern, sollte man sich bei Fieber besonders schonen. Selbst bei einer einfachen Erkältung sollte kein Sport betrieben werden.
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