Heizkissen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Ein Heizkissen dient dazu, elektrischen Strom in Wärme umzuwandeln. Es kann bei Kälte verwendet werden, um den menschlichen Körper mit angenehmer Wärme zu versorgen. Vorrangig wird jedoch die lindernde Wärmebehandlung bei Muskelverspannungen mit einem Heizkissen umgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Heizkissen?

Ein Heizkissen wird elektrisch betrieben und an eine Steckdose mit 220V angeschlossen. Seine äußere Hülle aus einem weichen Bezugsstoff vermittelt ein angenehmes Gefühl, wenn es auf den Körper aufgelegt wird. Die Regelung des Heizkissens ermöglicht eine gleichbleibende Wärmeversorgung.

Heizkissen gibt es in verschiedenen Bauformen. Sie gehören branchenspezifisch zu den elektrischen Haushaltgeräten, obwohl sich ihr Einsatzgebiet längst in Richtung der medizinischen Anwendung verlagert hat.

Als Elektrogerät unterliegt ein Heizkissen speziellen Sicherheitsvorschriften der Elektrotechnik. Es darf nicht vom Laien geöffnet und repariert werden und ein Heizkissen darf nicht mit spitzen Gegenständen in Berührung kommen.

Formen, Arten & Typen

Heizkissen gibt es in verschiedenen Formen und Aufbauvarianten. Ihre einfachste Form ist das Heizkissen in rechteckiger Form, welches in der Breite annähernd den Körpermaßen eines liegenden Menschen entspricht und dessen Höhe circa 30 Zentimeter beträgt. Ein solches Heizkissen dient der punktuellen Erwärmung einzelner Körperregionen. Seine feuchtigkeitsgeschützte Ausführung kann bei Inkontinenz verwendet werden.

Aus der Zeit schlecht regulierter Heizungsanlagen stammt das Matratzenheizkissen. Seine Maße ähneln den gängigen Bettengrößen und es diente in schlecht beheizbaren Schlafzimmern fast ausschließlich zu Wärmezwecken. Seine Verwendung ist heute nur noch gering verbreitet.

Die medizinische Anwendung punktueller Wärmeversorgung von Körperregionen hat zur Entwicklung von Rückenheizkissen und Nackenheizkissen geführt. Diese Heizkissen sind in ihren Konturen der betreffenden Körperregion nachempfunden und orientieren sich am Verlauf der Muskelstränge. Sie ermöglichen eine optimale und besonders zielgerichtete Wärmeversorgung.

Aufbau, Funktion & Wirkungsweise

Ein Heizkissen dient der punktuellen Erwärmung einzelner Körperregionen.

Jedes Heizkissen besteht in seinem Grundaufbau aus einem textilen Trägermaterial. Auf dieser tragenden Schicht befinden sich mehrere feindrähtige Heizspiralen, die in einem System miteinander verbunden sind.

Die Spiralen sind mit einer elektrisch isolierenden Schicht umhüllt, die vor elektrischen Stromschlägen bei der Verwendung schützt. Dieses gesamte System aus Trägerschicht, Heizspiralen und Isolierschicht ist in eine weitere textile Schutzhülle eingenäht, die nicht geöffnet werden darf. Über diesen gesamten Aufbau werden die verschiedensten Varianten von Bezügen übergezogen. Sie sind fast immer abnehmbar und waschbar.

Die Stromversorgung erfolgt über ein Kabel mit Stecker. Das Kabel führt zu einem Schalter, der das Heizkissen in ein bis fünf Stufen, entsprechend der Ausführung und der Qualität, einschaltet. Von diesem Schalter aus wird das Heizkissen über ein zweites Kabel mit Strom versorgt.

Beim Einschalten wird die erste der Heizspiralen mit Strom versorgt, die eine zunächst geringe Wärme erzeugt. Mit jeder weiteren Schalterstellung werden weitere Heizspiralen zugeschaltet und das Heizkissen erwärmt sich stärker. Sichere Heizkissen besitzen eine automatische Abschaltung nach 90 Minuten.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Muskelverspannungen sind eine der am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten. Die Wärmetherapie dient dazu, diese Beschwerden zu lindern. Sie ersetzt jedoch nicht die Aufklärung der Ursachen zu diesen Beschwerden.

Heizkissen dienen dazu, diese punktuelle und auf die betroffenen Körperregionen ausgerichtete Wärmetherapie zu ermöglichen. Behandelt werden können damit sowohl chronische als auch nicht chronische Erkrankungen. Unter Wärmeeinwirkung entspannen sich die betroffenen Muskelregionen und die Durchblutung verbessert sich in den betroffenen Körperzonen. Die Wärme erzeugt gleichzeitig einen psychologischen Effekt der Entspannung, welcher die Wärmewirkung zusätzlich unterstützt.

Muskelverspannungen stehen oftmals in Verbindung mit Gelenkerkrankungen. Bei der Wärmeanwendung mit einem Heizkissen muss der Patient deshalb auch die Nachwirkungen beobachten. Sie sind bei jedem Menschen unterschiedlich und deshalb kann Wärme- aber auch Kälteeinwirkung günstiger sein. Bei favorisierter Wärmeeinwirkung kann diese durch ein aufgelegtes, leicht feuchtes Leinentuch unterstützt werden.

Keinesfalls darf das Heizkissen jedoch auf offenen Wunden oder akuten Entzündungsherden verwendet werden. Bei den üblichen Muskelverspannungen oder Zerrungen erspart die punktuelle Wärmebehandlung mit einem Heizkissen oftmals den Gang zum Arzt oder zur Physiotherapie. Wenn die Beschwerden jedoch nach drei Tagen nicht abklingen, reicht das Heizkissen als alleinige Therapie nicht mehr aus.

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