Hautpflege

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. November 2017
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Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und sollte demnach eine wichtige Rolle bei der Körperpflege einnehmen. Spätestens im fortgeschrittenen Alter zeigt sich, inwieweit sie gepflegt und geschützt wurde. Als sehr empfindlicher Teil des menschlichen Organismus kann sie nicht nur gestresst sein, sondern auch immer wieder zu Irritationen neigen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Hautpflege?

Daher ist es wichtig, der Haut regelmäßig Aufmerksamkeit zu schenken und sie in die Pflege mit einzubeziehen. Als Teil der Körperpflege bezeichnet die Hautpflege im weitesten Sinne die Reinigung und den Schutz der Haut vor äußeren Einflüssen. Dazu gehört auch der Schutz vor Sonne und UV-Strahlung.

Die Gesundheit der Haut zu erhalten, ist ein erster Schritt, um das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Um sie angemessen pflegen zu können, ist es nicht nur wichtig, sich mit verschiedenen Pflegeprodukten und Möglichkeiten auseinanderzusetzen, sondern auch, diese auf die eigene Haut anzupassen. Verschiedene Hauttypen bedürfen einer unterschiedlichen Art der Pflege. Die menschliche Haut besteht aus mehreren Hautschichten, über der wiederum eine dünne Talg- und Wasserschicht liegt. Der natürliche Säureschutzmantel schützt die Haut vor äußeren Einflüssen. Sein pH-Wert liegt zwischen 4 und 6. Zudem ist er für die Bildung hautschützender Bakterien verantwortlich.

Der Hauttyp wird mitunter über die Elastizität der Haut bestimmt. Bekommt sie zu wenig Feuchtigkeit, wird sie spröde, rissig und neigt zum Schuppen. Trockene Haut neigt eher zu Entzündungen und kann Beschwerden auslösen. Ist die Haut gesund, gleicht sie die Hautfeuchte auf natürlichem Wege aus. Ist dies jedoch nicht der Fall, ist eine Unterstützung von außen vonnöten, um Erkrankungen und Beschwerden zu verhindern oder zu lindern.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Funktion des Einsatzes von Hautpflegeprodukten ist also der Ausgleich von Defiziten. Die Hautpflege gleicht Probleme der Haut aus und verhilft zu einem besseren Allgemeinbefinden. Hautbeschwerden ergeben sich meist durch falsche Ernährung, unzureichende Flüssigkeitsaufnahme und Umweltfaktoren.

Trockene Heizungsluft, starke Sommerhitze oder auch lange Kältephasen können die Haut stark beeinflussen und schädigen. Insbesondere lange Sonneneinstrahlung lässt die Haut schneller altern. Sonnenbrände und Sonnenallergie können die Folge sein. Ebenso schadet heiße Föhnluft der Kopfhaut und kann unter andrem Grund für Juckreiz und Schuppenbildung sein. In Industrieländern ist die menschliche Haut zudem verschiedensten Giftstoffen ausgesetzt. Hinzu kommt stressbedingtes Spannen und Juckreiz.

Allzu viele Faktoren bilden Risikofaktoren für Hautschädigungen. Daher bildet die Hautpflege einen wichtigen Bestandteil des Körperschutzes. Sie hilft dem Körper, den Eigenschutz aufrecht zu erhalten, kann Feuchtigkeit spenden und entfetten. Im Handel finden sich zahlreiche Pflegeprodukte, die trockene oder schnellfettende Haut wieder ausbalancieren. Aber auch gesunde Haut ist täglich Schadstoffen ausgesetzt, weshalb Experten zu einer unterstützende Pflege raten. So bieten Cremes, Tinkturen und Lotionen eine Bereicherung für die Haut und helfen, sie gesund zu halten. Doch nicht nur das: Alterungsprozesse können beispielsweise durch entsprechende Präparate verlangsamt werden. Zudem finden sich in Drogerien Pflegeprodukte, die Cellulite und Falten bekämpfen. Gesichtsmasken, Peelings und tägliche Pflegeprodukte bekämpfen unreine Haut oder bringen Entspannung. Auch die Haut kann vom Alltag gestresst sein.

Um die Haut angemessen pflegen zu können, ist es nicht nur wichtig, sich mit verschiedenen Pflegeprodukten und Möglichkeiten auseinanderzusetzen, sondern auch, diese auf die eigene Haut anzupassen.

Jeder Bereich des Körpers bedarf einer eigenen Art der Pflege. So finden sich für die Kopfhaut andere Präparate als für die Schleimhäute und den Intimbereich. Bei der großen Anzahl an erhältlichen Pflegeprodukten ist es daher immer sinnvoll, Experten zurate zu ziehen und sich beraten zu lassen. Was für den einen Hauttyp gut ist, kann bei anderen zusätzliche Beschwerden auslösen und die Probleme verschlimmern. Zudem neigen insbesondere Übermotivierte schnell zur Überpflege der Haut, was ebenfalls schädlich sein kann.

Neben Salben, Lotionen, Cremes, Seifen und anderen Pflegeprodukten spielt außerdem Bewegung, ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung eine Rolle. Häufig ist unreine Haut auf Mangelerscheinungen und übermäßige Einnahme von Fast Food oder Genussmittel zurückzuführen. Die menschliche Haut reagiert auf Fette und Zucker äußerst empfindlich. Daher raten Ärzte eher zu Tee- und Wasserkonsum als zu Kaffee und Softdrinks. Stressverminderung und bewusst eingeführte Ruhephasen können sich zusätzlich positiv auf die Haut auswirken.

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Besonderheiten

Das richtige Maß bestimmt, wie wirksam Hautpflege sein kann. Die falsche Pflege oder übermäßiger Gebrauch von Pflegeprodukten kann Beschwerden wie schuppende oder fettende Haut verursachen. Dies gibt insbesondere im Bereich der Kopfhaut. Falsche Shampoos, tägliches Haarewaschen und Stylingprodukte schädigen die Kopfhaut mehr als dass sie ihr helfen. Ähnlich negative Effekte haben scharfe Seifen oder Duschgels. Zu häufiges Waschen beschädigt den Säureschutzmantel der Haut und greift die hauteigenen Bakterien an. Dabei spielen sie eine wichtige Rolle für eine gesunde Hautflora.

Wurden die Bakterien zerstört, dringen schneller schädliche Organismen in die Haut ein und lösen dort Krankheiten wie Ekzeme oder Schuppenflechte aus. Auch Pilzinfektionen sind nicht selten die Ursache von überstrapazierter Haut. Daher ist es wichtig, sich die Pflegeprodukte genauer zu betrachten. Grundsätzlich sollten sie einen hautneutralen pH-Wert haben, um den Säureschutzmantel nicht anzugreifen. Zu häufiges Waschen reizt die Haut ebenso wie die falschen Pflegeprodukte.

Ähnlich sieht es auch mit Salben aus, die gegen Hauterkrankungen verschrieben werden. Hier sollte immer nach Packungsbeilage oder ärztlicher Verordnung gehandelt werden, um die Haut nicht unnötig zu reizen. Außerdem sollte auch bei Sonnenschutzprodukten auf den Schutzfaktor geachtet werden. Sehr hellhäutigen Hauttypen wird ein niedriger Lichtschutzfaktor beispielsweise nur wenig Schutz bieten.

Bücher über unreine Haut

Quellen

  • Bährle-Rapp, M.: Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege. Springer Medizin Verlag, Berlin 2011
  • Ellsässer, S.: Körperpflegekunde und Kosmetik. Springer Medizin Verlag, Berlin 2008
  • Jacobi, G., Bisaslski, H. K., Gola, U., Huber, J., Sommer, F.: Kursbuch Anti-Aging, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2005

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