Hautblutung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. Oktober 2017
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Viele Menschen leiden an Hautblutungen. Was das genau ist, was die Ursache dafür sein kann und wie man diese Blutungen behandeln kann, wird in dem folgenden Artikel näher erläutert.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Hautblutungen?

Unter Hautblutung versteht man, wie anhand des Namens vielleicht schon zu erkennen ist, Blutaustritt aus den Blutgefäßen in die Haut bzw. in die Schleimhäute. Diese Blutungen sind meist dunkelrot, können sich aber auch im Verlauf der Heilung rot-braun, grün oder gelb verfärben.

Sie haben häufig die Form eines Punktes, treten meist vereinzelt auf und haben in etwa die Größe eines Stecknadelkopfes, können aber auch vermehrt großflächig auftreten. Diese Hautblutungen treten meist an den Extremitäten, also Armen oder Beinen, auf oder im Brustbereich.

Die ausgeprägteste Form von Hautblutungen nennt man Hämatom oder auch besser bekannt als Bluterguss oder "blauer Fleck", woran schon fast jeder Mensch mindestens einmal litt.

Ursachen

Die Hautblutung ist unbedenklich und oftmals nur ein optisches Problem. Jedoch können diese Blutungen auch ein Symptom für eine schwerwiegendere Krankheit sein. Eine Krankheit, die möglicherweise die Ursache der Hautblutung sein könnte, ist die Entzündung der Blutgefäße.

Durch diese Erkrankung werden oft die Wände der Blutgefäße beschädigt, was zum Austritt des Blutes führt. Eine weitere Ursache könnten Gerinnungsstörungen des Blutes sein. Diese tritt häufig bei verschiedenen Blutkrankheiten auf. Auch ein Blutstau kann der Grund einer Hautblutung sein, denn dieser dazu führen, dass ein zu hoher Druck in die Blutgefäßen ist, weswegen diese beschädigt werden.

Außerdem werden Hautblutungen oft bei Menschen beobachtet, die an Blutplättchenmangel, zum Beispiel infolge einer Chemotherapie, leiden. Es gibt jedoch auch harmlosere Auslöser, die zu einer Hautblutung führen, dazu gehört unter Anderem eine einfache Verletzung (Sturz oder Schürfwunde).

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Diagnose & Verlauf

Die ausgeprägteste Form von Hautblutungen nennt man Hämatom oder auch besser bekannt als Bluterguss oder "blauer Fleck", woran schon fast jeder Mensch mindestens einmal litt.

Die Diagnose einer Hautblutung ist relativ einfach und dazu muss man kein Arzt sein. Man kann eine Hautblutung leicht erkennen und sie somit identifizieren. Dennoch sollte man, sofern man an ungewöhnlichen Hautblutungen leidet, unbedingt einen Arzt aufsuchen, damit dieser die Ursache der Hautblutung ausfindig machen kann.

Das ist deswegen so wichtig, weil diese Blutungen oft nur ein Symptom für eine schwerwiegendere Krankheit sind. Um diese zu diagnostizieren, benötigt man eben medizinische Kenntnisse und es müssen verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden. Sollte das nicht geschehen, so kann es dazu führen, dass der gesamte Organismus nachhaltig gefährdet ist.

Auch wenn die Diagnose ganz unterschiedlich sein kann, ist der Verlauf jedoch meistens gleich. Zunächst treten die roten Flecken oder Punkte, also die Hautblutung auf. Während der Heilung verfärben sich die roten Punkte unterschiedlich. Oftmals werden sie zunächst bläulich, bevor sie gelb oder grün werden, ehe sie zu letzt ganz verschwinden.

Komplikationen

Bei Hautblutungen treten in den meisten Fällen wenig besorgniserregende Komplikationen auf. Unbehandelt kann es zu einer Ausweitung der Hautblutung kommen. Die Einblutungen gehen tiefer in das Körperinnere oder die betroffene Fläche unterhalb der Haut vergrößert sich. Es entstehen blaue Flecken oder Blutergüsse.

Diese sind bei einer Druckausübung schmerzhaft und unangenehm. Die gleichen Symptome können auch beim Tragen enger Kleidung auftreten. Der Blutverlust ist verbunden mit einer erhöhten Herzaktivität. Bei einem andauernden Zustand führt dieser zu einer Belastung des Organismus. In seltenen Fällen treten Schwindelgefühle oder eine sogenannte Schwummerigkeit ein.

Die Erstversorgung durch Kühlung oder Ruhigstellung bei einer Hautblutung ist meist ohne weitere Komplikationen. Sofern es zum Einsatz von Salben kommt, sollte auf die individuellen Nebenwirkungen geachtet werden. Darüber hinaus kann je nach Präparat eine Unverträglichkeit auftreten. Sollte eine Infektion der Auslöser einer Hautblutung sein, werden meist Medikamente wie Antibiotika verwendet.

Diese können Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall verursachen. Wurde die Hautblutung durch einen zu hohen Blutdruck ausgelöst, müssen Maßnahmen einer Senkung getroffen werden. Dies kann je nach Ursache medikamentös, aber auch durch eine psychologische Betreuung erfolgen. In einigen Fällen basieren die Hautblutungen auf einer Blutgerinnungsstörung. Damit das Blut sich verdünnt und wieder besser fließen kann, werden Medikamente oder Naturheilmittel verabreicht.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Im Volksmund werden Hautblutungen als blauer Fleck oder Bluterguss bezeichnet. Ein weiterer fachärztlicher, aber geläufiger Begriff hierfür ist Hämatom. Ursächlich sind meistens vorherige Stöße der betroffenen Stellen einschließlich Stürzen, gelegentlich auch Kneifen oder Saugen. Für die meisten Menschen sind derartige Hautblutungen banal und kein Grund, extra deswegen zum Arzt zu gehen. In der Regel heilen Hautblutungen innerhalb weniger Tage von selbst ab. Es gibt jedoch ein paar Ausnahmen, wo das Aufsuchen eines Arztes bei einer Hautblutung dringend anzuraten ist.

Eine Ursache für krankhafte und daher behandlungsbedürftige Hautblutungen sind Gerinnungsstörungen des Blutes. Ebenfalls kann ein Blutstau eine Hautblutung auslösen, nachdem hoher Druck auf die Blutgefäße diese platzen ließ. Eine weitere Ursache bilden entzündete Blutgefäße. Hautblutungen treten obendrein bei Chemotherapien auf, wenn es dadurch zu einem Blutplättchenmangel kam.

Erste Anlaufstelle zum Abklären von Hautblutungen ist der Hausarzt. Je nach Ursachenverdacht kann er zu Fachärzten wie Internisten, Dermatologen oder Onkologen überweisen. Bei einer Hautblutung ist also auch die Einschätzung des Patienten gefragt, ob ein Arztbesuch erforderlich ist oder nicht. Tritt mehrmals ohne erkennbaren Grund eine Hautblutung auf, ist dies auf jeden Fall Grund genug, hierzu einen Arzt zu befragen.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung einer Hautblutung kann ganz unterschiedlich aussehen. Maßgebend hierfür ist natürlich die Diagnose der Ursache. Sollte zum Beispiel eine Gerinnungsstörung des Blutes und somit ein zu hoher Druck in den Blutgefäßen der Auslöser für die Hautblutung sein, so muss der Patient meist sogenannte "Blutverdünner" nehmen, damit das Blut wieder vernünftig fließen kann und es sich nicht staut.

Sollte aber eine Infektion bzw. eine Entzündung der Blutgefäße die Ursache sein, wird diese oft mit Antibiotika behandelt. Falls die Hautblutung durch eine Verletzung entstanden ist, hilft jedoch oft nur kühlen und abwarten.

Aussicht & Prognose

In vielen Fällen handelt es sich bei der Hautblutung um einen blauen Fleck oder einen Bluterguss. Solange dabei keine weiteren Beschwerden oder Probleme auftreten, ist eine Behandlung durch den Arzt nicht notwendig und die Hautblutung verschwindet von selbst. In den meisten Fällen ist die betroffene Stelle auf der Haut druckempfindlich und schmerzt bei Berührungen. Die Farbe der Hautblutung kann sich im Prozess der Heilung verändern und zwischen blau, grün und gelb schwanken. Dabei handelt es sich um ein gewöhnliches Symptom.

Falls die Hautblutung schwerwiegend ist, kann es zu einem höheren Blutverlust kommen. Dabei leidet der Betroffene teils an Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Auch Durchfall und Erbrechen können dabei auftreten. Die Hautblutung wird in diesem Falle mit Hilfe von Medikamenten behandelt.

Sollte die Hautblutung im Laufe einer Chemotherapie auftreten, so ist ebenso keine besondere Behandlung notwendig. Bei einem erhöhten Druck in den Blutgefäßen werden blutverdünnende Medikamente verabreicht, die das Blut wieder abfließen lassen. Hier kommt es zu keinen weiteren Beschwerden. Allerdings ist es ratsam, die Ursache für den erhöhten Blutdruck zu bestimmen und zu behandeln.

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Vorbeugung

Es gibt keine spezielle Methode, um Hautblutungen vorzubeugen. Natürlich gibt es einige Faktoren, die die Ursachen begünstigen, wie zum Beispiel Rauchen, die vermieden werden sollten, dennoch kann es trotzdem zu dieser Symptomatik kommen. Jedoch sollte man prinzipiell auf eine gesunde Lebensweise achten.

Dazu gehört, dass man ausreichend trinkt, sich gesund ernährt, regelmäßig Sport treibt und versucht, Verletzungen zu vermeiden. Auch wenn das keine Garantie ist, niemals an Hautblutungen zu leiden, so ist man dadurch grundsätzlich weniger gefährdet und hat dadurch ein stärkeres Immunsystem, wodurch viele Krankheiten vermieden werden können.

Das können Sie selbst tun

Einige Hautblutungen bestehen nur zeitweilig. Den Betroffenen ist deshalb zu raten, vorübergehende Anpassungen des Alltags vorzunehmen. Sofern die Blutungen dauerhaft sind, sollten langfristige Veränderungen vorgenommen werden. Diese können eine Therapie zwar nicht ersetzen. Allerdings erleichtern sie die Alltagsführung und können bestehende Behandlungsmaßnahmen ergänzen.

Wer unter Hautblutungen leidet, sollte sich vor Verletzungen schützen und verstärkt auf Warnzeichen einer bedrohlichen Blutung achten. Zur Prävention sollten kontaktintensive Sportarten vermieden werden. Darüber hinaus sollte die Haut so gut wie möglich bedeckt werden. Bei der täglichen Einkleidung ist darauf zu achten, dass die Haut zwar geschützt, nicht jedoch eingedrückt ist.

Zu den weiteren Maßnahmen der Selbsthilfe zählt ein Geschicklichkeitstraining. Dieses wird von verschiedenen Therapeuten angeboten. Sinn und Zweck dieser Schulung ist es, das allgemeine Verletzungsrisiko durch eine nachhaltige Verbesserung der Geschicklichkeit zu minimieren. Neben dieses präventiv ausgerichteten Unterrichts stehen die Therapeuten mit Rat und Tat zur Seite. Diese geben wertvolle Hinweise zur Bewältigung schwieriger Situationen. Hierdurch kann der Ernstfall erprobt werden.

Darüber hinaus kann auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe ratsam sein. Der Austausch mit anderen Betroffenen führt zu massiven Verbesserungen der psychischen Verfassung. Depressionen und vergleichbare negative Gemütslagen werden so verhindert. Das allgemeine Lebensgefühl wird verbessert, sodass Psychosomatosen, die die Alltagsführung erheblich erschweren können, gar nicht erst zur Entstehung gelangen.

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Quellen

  • Fritsch, P.: Dermatologie und Venerologie für das Studium. Springer, Heidelberg 2009
  • Herold, G.: Herold Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016.
  • Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage, De Gruyter, Berlin 2014

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