Hausmittel gegen eingeklemmte Nerven

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Eingeklemmte Nerven zeigen sich durch einen plötzlich auftretenden Schmerz in der seitlichen Brustregion. Die betroffenen Nerven treten jeweils zwischen den Wirbeln aus dem Rückenmarkskanal aus und verlaufen dicht unterhalb der Rippen gemeinsam mit je einer Arterie und einer Vene. Häufig handelt es sich bei der Empfindung „eingeklemmte Nerven“ jedoch nicht tatsächlich um eine Einklemmung, sondern lediglich um eine Nervenreizung, die im Verlauf des Nerven stattfindet.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft bei eingeklemmten Nerven?

Gegen eingeklemmte Nerven gibt es präventive, also vorbeugende Maßnahmen, und zum Anderen benötigt es ein paar Tricks, um den Schmerz, einmal aufgetreten, schnell verschwinden zu lassen.

Vorbeugend ist zu sagen, dass regelmäßige Bewegung der Wirbelsäule in alle Bewegungsrichtungen (also vor/zurück, seitwärts und Drehungen um die Achse) der Einklemmung von Nerven vorbeugen kann. Außerdem sollten Sie auch bei Rückenschmerzen weiterhin die Wirbelsäule bewegen, denn sonst verkrampfen sich die Muskeln dauerhaft und klemmen möglicherweise dadurch auch dauerhaft die durch sie verlaufenden Nerven ein.

Treten erste Verspannungen auf, können Massagen und die Behandlung mit Wärme helfen. Hierfür gibt es in der Apotheke frei verkäufliche Salben (Novalgin oder, deutlich stärker, Finalgon).

Regelmäßige Dehnungen und Sport wirken prophylaktisch gegen eingeklemmte Nerven.

Ist der Nerv einmal eingeklemmt, so hilft vorsichtige Dehnung der entsprechenden Seite, um den Nerv wieder zu befreien. Dabei sollte man versuchen, „in den Schmerz hineinzuatmen“. Durch die Dehnung und das Hineinatmen wird der Schmerz zunächst stärker, jedoch lässt sich nur so die Verklemmung des Nerven lösen. Präventive Maßnahmen sind außerdem Sport, der die Muskulatur stärkt, ohne zuviel Belastung auf die Wirbelsäule auszuüben.

Schwimmen oder Kieser Rückentraining sind einfache Möglichkeiten die Rumpfmuskulatur zu stärken, so dass Nervenreizungen oder -einklemmungen seltener auftreten. Wichtig ist außerdem, die Muskulatur nach dem Sport immer zu dehnen. Sogenannte Myogellosen (Muskelverklebungen) können so vermieden werden - diese können ebenfalls zu Nervenreizungen führen. Zudem ist ein regelmäßig trainierter und gedehnter Muskel beweglicher und die Gefahr von Nervenreizung und -einklemmung sinkt.

Schnelle Hilfe

Schnelle Hilfe bei eingeklemmten Nerven ist eine sofortige Dehnung des entsprechenden Körperbereichs. Dabei entstehen zunächst deutlich stärkere Schmerzen, jedoch löst sich dadurch die Einklemmung des Nerven sofort.

Hilfreich kann es auch sein, von außen Druck auf die betreffende Stelle auszuüben, zum Beispiel mit der flachen Hand oder der Handkante. Das Wichtigste bei einem akut eingeklemmten Nerven ist, schnell zu handeln und gegen den Schmerz zu arbeiten.

Dabei muss in Kauf genommen werden, dass der Schmerz am Beginn der Behandlung zunächst stärker werden kann. Auf keinen Fall sollte bei einer Nerveneinklemmung eine bewegungsarme Haltung eingenommen werden - dadurch verstärkt sich der Schmerz und der Körper entwickelt ein „Schmerzgedächtnis“.

Alternative Heilmittel

Alternative Heilmittel gegen eingeklemmte Nerven sind schmerzstillende Tropfen (Bachblüten) oder homöopathische Medikamente. Außerdem helfen bei Muskelverspannungen und eingeklemmten Nerven in der Apotheke erhältliche Kirschkernkissen, die in der Mikrowelle erwärmt und anschließend aufgelegt werden, sowie Wärmflaschen.

Alternativen zu wärmenden Salben wie Finalgon oder Novalgin gibt es ebenfalls als homöopathische Varianten. Leidet ein Patient häufig unter eingeklemmten Nerven, so ist es wichtig, dass die Rückenmuskulatur gekräftigt wird. Der Klassiker ist das Kieser Training, jedoch ist auch jedes andere Fitnessstudio oder auch die eigene Wohnung bei entsprechender Anleitung geeignet, um die Rückenmuskulatur zu stärken.

Bei Stärkung der Rückenmuskulatur muss, um der Entwicklung eines Hohlkreuzes vorzubeugen, im gleichen Maße die Bauchmuskulatur trainiert werden. Außerdem unterstützt auch die Bauchmuskulatur eine aufrechte Haltung und damit eine Entlastung der Wirbelsäule.

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