Hausmittel gegen Wespenstiche

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Zwar ist ein Wespenstich meistens harmlos. Die dennoch kurzfristig unangenehmen Folgen eines Wespenstichs können mit bekannten Hausmitteln oft gelindert oder sogar vermieden werden.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Wespenstiche?

Zunächst sollte sich eine gestochene Person vergewissern, ob der Stich von einer Biene oder Wespe stammt. Im Gegensatz zu Bienenstichen verbleibt ein Wespenstachel nicht in der Haut.

Bei Wespenstichen sollte eine ein- bis zweistündige Kühlung der betreffenden Hautstelle mit einem Kühlkissen, einem in ein Tuch gewickelten Eiswürfel oder mit Wasser erfolgen, da sonst meist eine zehn Zentimeter große Region um den Einstich anschwillt. Bei einem Stich innerhalb des Mundraums helfen Eiswürfel, um die Zeit bis zum Eintreffen eines Arztes zu überbrücken. Die Kühlung der Einstichstelle bewirkt zudem eine langsamere Ausbreitung des Giftes, da sich Blutgefäße bei Kälte zusammenziehen. Um Erfrierungen auszuschließen, sollten Kühlelemente aber nicht unmittelbar auf der Haut aufliegen.

Schematische Darstellung des Rachens bei Insektentsich in den Atemwegen. Klicken, um zu vergrößern.

Gegen Insektengift allergischen Personen wird empfohlen, stets ein Notfall-Set mitführen, das Antihistaminika enthält, die die Wirkung des körpereigenen Histamins aufheben und damit einer Gewebeanschwellung entgegenwirken. Im Notfall-Set sollten sich außerdem ein Kortisonpräparat, ein Giftsauger, ein Saugstempel sowie für den Fall einer Atemnot Adrenalin (als Spray und in Spritzenform) befinden. Als vorbeugende Maßnahme gegen Wespenstiche hilft die Vermeidung ruckartiger Bewegungen, die Wespen als Angriffe interpretieren.

Auch das Anpusten einer Wespe sollte unterlassen werden, da das im Atem enthaltene Kohlendioxid die Wespen aggressiv werden lässt. Damit Wespen nicht von Essensresten angelockt werden, sollte Kindern nach dem Essen der Mund abgeputzt werden. Durch eng anliegende Kleidung wird vermieden, dass sich Wespen verfangen.

Eine halbierte Zwiebel auf die Einstichstelle gelegt, wirkt entzündungshemmend und lindernd.

Vor dem Trinken ist eine Vergewisserung wichtig, dass sich keine Wespen im Trinkgefäß befinden.

Vorzugsweise sind Gläser abzudecken. Da Schweißgeruch anziehend auf Wespen wirkt, sollte unmittelbar nach einer sportlichen Betätigung geduscht werden. Nahe von Obstbäumen, Blumen oder Rasenflächen sollten sicherheitshalber Schuhe getragen werden. In öffentlichen Anlagen ist besondere Vorsicht in der Nähe von Mülltonnen und Abfallkörben geboten.

Schnelle Hilfe

Das Wespengift kann durch Hautauflage eines mindestens 40 °C heißen Lappens zerstört werden, der etwa 30 Sekunden auf der Einstichstelle platziert wird. Ein Kratzen an der Einstichstelle ist zu vermeiden, um eine Wundinfektion zu verhindern.

Zu empfehlen ist eine Desinfektion der frischen Einstichstelle. Das Wespengift sollte aus der Wunde herausgedrückt, nicht aber herausgesogen werden, damit es sich nicht über die Schleimhäute verteilt. Idealerweise erfolgt die Entfernung des Wespengiftes mit einem Saugstempel. Auch eine kleine Plastikspritze, deren Spitze sauber abgetrennt wurde, eignet sich zum Absaugen des Wespengifts, um eine Verbreitung im Körper zu verhindern. Bei Wespenstichen im Mundraum, die zu einem schnellen Anschwellen der Schleimhäute führen und damit Erstickungsgefahr auslösen kann, sowie bei Wespengiftallergie ist Ruhe zu bewahren und umgehend ein Arzt oder ein Krankenwagen zu rufen.

Eine von einem solchen Wespenstich betroffene Person sollte nicht selbst ein Kraftfahrzeug fahren, um keine Unfallrisiken einzugehen. Zudem muss ein Arzt entscheiden, welches Krankenhaus (z. B. für die Behandlung von Kindern) geeignet ist. Bei Auftreten eines allergischen Schocks muss der Allergiker flach auf den Boden gelegt werden. Seine Beine sind hochzustellen. Bei Atemstillstand ist Mund-zu-Mund-Beatmung erforderlich.

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Alternative Heilmittel

Gegen Wespenstiche helfen Umschläge mit kaltem Essigwasser oder essigsaurer Tonerde. Auf der Einstichstelle angebrachter Speichel soll in der Lage sein, Wespengift zu neutralisieren. Imker verwenden oft warmes Salzwasser, das sie mit einem Baumwolltuch auf die Haut tupfen.

Die entzündungshemmenden und reizlindernden Wirkstoffe des Spitzwegerichs werden nach Reiben der Blätter zwischen den Händen auf der Einstichstelle aufgebracht. Spitzwegerich wächst am Rand vieler Wanderwege und ist an seinen spitzen und schmalen Laubblättern zu erkennen, die in Bodennähe in Rosettenform zusammenstehen. Nach einem Wespenstich werden ferner die Globuli „Apis mellifica“ oder „Vespa D6“ eingesetzt. Mit einer halbierten Zwiebel kann über die Einstichstelle gerieben werden, was bei sofortiger Anwendung zu einer baldigen Schmerzlinderung und zu einer deutlichen Entzündungshemmung führt.

Die Zwiebelanwendung sollte mindestens für einen Zeitraum von zehn Minuten erfolgen. Ebenso hilft unverzüglich auf die Einstichstelle geträufelte Zitronensäure. Auch kann ein mit Speichel angefeuchteter Würfelzucker aufgelegt werden, der die Feuchtigkeit aus der Stichwunde zieht und damit die Schwellung und die Schmerzen hemmt. Als Desinfektionsmittel nach einem Wespenstich eignen sich Citronella, ein aus Zitronengras gewonnenes Öl sowie Teebaumöl. Auf die Haut aufgetragenes ätherisches Öl (z. B. Citronella- oder Zedernöl) schreckt Wespen ab.

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