Hausmittel gegen Verstopfung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Verstopfung stellt mit ihrer Ausbreitung und als gleichzeitig schambehaftetes Thema eine „heimliche“ Volkskrankheit dar. Zu ihrer Beseitigung steht eine Vielzahl von medikamentösen Abführmitteln in den Apotheken bereit, die auf Dauer jedoch Darmträgheit und Abhängigkeit verursachen. Auf natürliche Weise, ohne gesundheitsschädigende Nebenwirkungen, erreichen indes Hausmittel eine wirksame Abhilfe.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Verstopfung?

Den Grundstock für ein Leben ohne Verstopfungsprobleme bildet eine gesunde Ernährung. Hierbei finden Fast Food und Fertiggerichte keinen Platz mehr, stattdessen räumen sie ihre Stellung auf dem Speiseplan für frisch zubereitete Mahlzeiten mit Blattsalaten oder einer Rohkost als erstem Gang.

Der Verdauung besonders zuträglich sind Ballaststoffe. Sie binden Wasser im Dickdarm, quellen auf und fördern auf diese Weise die Darmtätigkeit. Zwischen 25 und 30 Gramm an Ballaststoffen sollte der Mensch pro Tag zu sich nehmen. Sie sind vor allem in Gemüsesorten wie Erbsen, Bohnen, Karotten und Weißkohl enthalten, aber auch in Getreide, Kleie und Kartoffeln. Fünf kleine Imbisse jeden Tag werden empfohlen, die aus Obst wie Äpfeln, Orangen oder Birnen bestehen.

Trockenfrüchte wirken anregend auf den Darm.

Weitere Früchte, die die Verdauung günstig beeinflussen, sind kernhaltige Weintrauben und Wassermelonen. Der tägliche Mindestkonsum sollte 350 Gramm unbehandelte Trauben betragen oder die Hälfte einer großen Melone. Diese zeigt pur, ohne mit anderen Früchten gemixt, und auf nüchternen Magen genossen die effektivste Wirkung.

Zusätzlich zu bekömmlichem Essen braucht der Darm genügend Wasser, das ihn befeuchtet. Die Aufnahme von mindestens zwei l Wasser ohne Kohlensäure am Tag bewirkt geregelten Stuhlgang und gleichzeitig eine gesundheitliche Prophylaxe für alle körperlichen Organe.

Schnelle Hilfe

Bis beispielsweise eine Ernährungsumstellung oder vermehrte Bewegung Erfolg bei der Verdauung zeigen, können schnell wirkende Abführmittel aus der Hausapotheke herangezogen werden.

Hierzu gehört an erster Stelle der Pflaumensaft. Die über Nacht in Wasser eingeweichten Dörrfrüchte werden morgens samt einem Glas der Flüssigkeit auf nüchternen Magen zu sich genommen. Bei ausbleibendem Erfolg lässt sich die Menge auf zwei Gläser erhöhen. Danach sollte aber ein Tag abgewartet werden, da die Wirkung sich unter Umständen etwas später ergibt. Ebenso angeregt reagiert der Darm auf andere Trockenfrüchte wie vorzugsweise Feigen.

Mit diesen wird ähnlich wie mit den Pflaumen verfahren oder sie gelangen ohne vorheriges Einweichen zusammen mit einem großen Glas Wasser zum Verzehr. An die fünf Früchte können circa alle drei Stunden bis zum gewünschten Erfolg verspeist werden.

Auch die Rinde der Rotulme leistet bei Verstopfung beste Dienste. Ihre natürlichen Schleimstoffe umgeben die Stuhlverhärtungen wie ein Gleitmittel und helfen ihnen auf den Weg zum Darmausgang. Ebenso findet die Rotulmenrinde ihren Einsatz bei Darmreizungen oder chronischen Darmentzündungen. Ein Teelöffel naturbelassenes Olivenöl am Morgen eingenommen leistet ähnliche Dienste.

Absolute Soforthilfe richtet ein Einlauf aus. Per Mini-Klistier, dem sogenannten Irrigator, wird lauwarmes Wasser, auch Kräutertee wie dem aus Kamille, durch den After in den Darm gespült und damit die Darmperistaltik aktiviert. Darmeinläufe kommen bei vielfältigen Beschwerden zum Einsatz. Sie wirken durch die völlige Darmentleerung und Reinigung beispielsweise Kopfschmerzen, Erkältungen und Allergien entgegen.

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Alternative Heilmittel

Weitere Alternativmöglichkeiten gegenüber Medikamenten als Abführmittel bilden verdauungsfördernde Gemüsesäfte. Sie werden aus Sauerkraut, Möhren und Tomaten zusammengestellt, gegebenenfalls mit der Beigabe einer Pfeffer- oder Chilischote zur Darmhygiene. Auch naturbelassener Honig spielt eine Rolle als sanftes Hausmittel zur Darmaktivierung, während Kaffeegenuss im Körper zugleich Stress auslöst. Weiterhin sorgen täglich, über Nacht in Wasser eingeweichte, Leinsamen (ca. 5 Esslöffel) für einen gesunden Stuhlgang.

Wichtig für die Körpergesundheit ist vor allem Bewegung. So befindet sich auch ein funktionstüchtiger Darm in Abhängigkeit von sportlichen Aktivitäten. Müssen diese wegen Alters oder Krankheit ausfallen, sind zumindest gymnastische Übungen anzuraten. Alle Bewegungen, die die Bauchmuskulatur beanspruchen, bringen auch den Darm in Schwung. Übungen erfolgen meist aus der Rückenlage oder alternativ im Sitzen auf einem Stuhl.

Für bettlägerige, bewegungsunfähige Patienten kommt die „Darm-Massage“ in Betracht. Sie wird mehrmals täglich am Bauch in Richtung des Darmverlaufes von rechts unten, oberhalb des Bauchnabels entlang nach links unten ausgeführt und dauert jeweils an die zehn Minuten.

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