Hausmittel gegen Mundgeruch

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Nicht immer sind Knoblauch und Zwiebeln die Ursache für schlechten Atem bzw. Mundgeruch. Auch Fäulnisbildung zwischen den Zähnen, Magenprobleme und vereiterte Mandeln zählen zu den Auslösern. Da der lästige Geruch kein neuzeitliches Problem ist, gibt es zahlreiche Hausmittel, mit welchem sich dem Übel zumindest vorübergehend abhelfen lässt.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Mundgeruch?

Wichtigstes Mittel gegen Mundgeruch ist eine entsprechende Zahnpflege. Werden die Zähne nicht oder nur unregelmäßig geputzt, bleiben Essenreste auf der Zunge und zwischen den Zähnen hängen und bilden dort eine ideale Nahrungsquelle für Fäulnisbakterien.

Zahnseide und Interdentalbürsten helfen dabei, auch die Zahnzwischenräume sorgfältig zu reinigen. Der Belag auf der Zunge lässt sich am besten mit einem Zungenschaber beseitigen. Mundspüllösungen mit dem Wirkstoff Chlorhexidin, die jedoch nur vorübergehend angewendet werden sollten, hemmen zudem die Bakterienbildung und bieten einen Schutz vor Entzündungen im Mundbereich. Als natürliche Alternative empfehlen sich Spülungen mit Salbei- oder Kamillentee.

Bei Mundgeruch gibt es diverse Hausmittel die helfen können. Das Kauen von Petersilie oder Pfefferminze zählt dazu.

Ein Hausmittel gegen Mundgeruch, das nahezu immer zur Verfügung steht, ist Wasser. Schlechter Atem wird durch einen trockenen Mund zusätzlich verstärkt. Geht die Speichelproduktion deutlich zurück, werden Speisereste nicht mehr genügend weggespült. Infolge dessen erhalten die Bakterien im Mund einen Überschuss an „Nahrung“, bei deren Zersetzung sie faulige Gase produzieren. Daher kann bereits eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr helfen, Mundgeruch zu vermeiden.

Eine wirksame Hilfe gegen schlechten Atem bieten Naturjoghurts ohne Zuckerzusätze. Die darin enthaltenen Milchsäurebakterien senken den für den üblen Geruch verantwortlichen Schwefelwasserstoffgehalt im Mund. Während einer Studie wurde festgestellt, dass Probanden, welche täglich Naturjoghurt aßen, bereits nach einigen Wochen im Mundraum auffallend weniger Schwefelwasserstoff und Plaque aufwiesen.

Schnelle Hilfe

Bei einer „Knoblauchfahne“ leisten Kräuter gute Dienste. Intensives zehnminütiges Kauen auf frischer Petersilie, Pfefferminz oder auf Salbei lässt den Atem schnell wieder angenehm riechen. Woraus sich dieser positive Effekt ergibt, ist bisher nicht genau bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass die Geruchsstoffe durch das Chlorophyll gebunden werden.

Ingwer, Kardamom, Wacholderbeeren, Fenchelsamen oder Kaffeebohnen helfen gleichfalls gegen intensiven Knochblauch-Mundgeruch. Ebenso hilfreich sind getrocknete Samen von Dill, Anis oder Kümmel.

Laut einer Studie der Ohio State University lässt sich mithilfe von Milch die Hälfte aller im Atem vorhandenen Schwefelverbindungen neutralisieren. Im Falle eines zu reichhaltigen Knoblauchgenusses dünstet der charakteristische Geruch jedoch auch über die Haut aus und wird zudem über die Atemluft aus der Lunge ausgeschieden. Daher kann er weder mit Kräutern noch durch Milch ganz verdrängt, sondern nur abgemildert werden.

Mentholpastillen und Kaugummis regen die Speichelbildung an und verhindern so die Anlagerung von Speiseresten und die daraus folgende Ansiedlung von Bakterien.

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Alternative Heilmittel

Zu den wirksamsten Hausmitteln zählen Mundspülungen mit Meersalz und das Gurgeln mit Salzwasser. Hierzu finden sich in der Literatur unterschiedliche Konzentrationen. Am empfehlenswertesten ist jedoch die isotonische Lösung mit 0,9 Prozent Meersalz. Als Alternative bietet sich Steinsalz an. Kochsalz ist aufgrund der darin oft enthaltenen chemischen Zusätze nicht zu empfehlen. Auch Jodsalz eignet sich weniger, da hier die Gefahr besteht, zu viel Jod aufzunehmen.

Wer keine Probleme mit dem gewöhnungsbedürftigen Geschmack hat, kann mit Teebaumöl gurgeln. Dieses nutzten schon die australischen Ureinwohner, um Entzündungen im Mund, Infektionen und Erkältungen zu behandeln. Die antimikrobielle Wirkung wurde bereits eingehend erforscht und belegt. Eine weitere Möglichkeit Mundgeruch zu bekämpfen bietet das „Öl ziehen“. Hierfür kommen Pflanzenöle zum Einsatz die für einige Minuten im Mundraum hin- und herbewegt und dabei immer wieder zwischen den Zahnzwischenräumen hindurchgezogen werden. Anschließend wird das Öl ausgespuckt und der Mund mit Wasser gespült.

Das Gurgeln von Tee hilft ebenfalls gegen schlechten Atem. Die die Inhaltsstoffe von Schwarzem Tee hemmen das Bakterienwachstum und somit die Schwefelwasserstoffproduktion. Holundertee wirkt beruhigend und antiseptisch. Auch Kamillentee als eines der bekanntesten Hausmittel zeigt einen entsprechenden Effekt.

Kommt der Mundgeruch vom Magen her, empfiehlt sich zudem eine Kur mit Propolis, einer von Bienen produzierten harzartigen Masse mit antiviraler, antibiotischer und antimykotischer Wirkung.

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